„Jugend im Landtag“ auf Werbetour im Innenausschuss

07.02.2018

Eine Stunde lang hat sich der Innen- und Rechtsausschuss mit den Anliegen der „Jugend im Landtag“ (JiL) befasst. Das Jugendparlament hatte im vergangenen November einen umfangreichen Forderungskatalog an die „große Politik“ aufgestellt. Nun warben Mira Osthorst und Konstantin von Gregory aus dem JiL-Präsidium bei den Fachpolitikern für ihre Positionen.

 
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Konstantin von Gregory und Mira Osthorst im Gespräch mit dem Ausschuss (Foto: Landtag)

Eine zentrale Forderung: Der Mindestlohn von 8,84 Euro soll auch für unter 18-Jährige gelten, die sich etwas dazu verdienen. „Ein Jugendlicher bekommt manchmal nur 5,40 Euro pro Stunde, das ist nicht fair“, berichtete Konstantin. Kai Dolgner (SPD) mahnte, der Lohn für einen Nebenjob dürfe nicht attraktiver sein als die Bezüge von Azubis - um Schulabgänger nicht von einer Lehre abzuschrecken.

Zudem spricht sich die „Jugend im Landtag“ für eine Freigabe von Cannabis ab 21 Jahren aus. Die Altersgrenze „nach amerikanischem Vorbild“ nimmt Rücksicht auf mögliche Schäden, die die Droge während des Wachstums verursachen könnte. Die Jamaika-Partner verwiesen auf ein geplantes „Modellprojekt“ zu diesem Thema.

Einig waren sich Nachwuchs- und Berufspolitiker darin, dass mehr Jugendliche zum Mitmachen in der Politik begeistert werden müssten. „Es ist immer schwierig, Jugendliche zu finden, die sich in den Jugendbeiräten engagieren“, so die Ausschussvorsitzende, die CDU-Abgeordnete Barbara Ostmeier. Das konnte JiL-Präsidentin Mira bestätigen: „Mein Dorf ist einfach zu klein. Ich finde keine Mitstreiter, und alleine kann man kein Beirat sein.“ Der gemeinsame Appell an Parteien, Verwaltungen und Schulen: „Geht auf die Jugendlichen zu und nutzt das Potential!“    

Die Anregungen der „Jugend im Landtag“ werden nun in den Fraktionen weiter beraten. Mira und Konstantin waren im Anschluss erfreut über die „spannende“ Diskussion: „Die haben sich wirklich mit unseren Anträgen beschäftigt.“