Die besten Zitate des 18. Landtages

19.04.2017
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Der 18. Landtag ist in Kürze Geschichte - aber es gibt Sätze, die bleiben. Wir haben lustige und merkenswerte Zitate aus den vergangenen fünf Jahren der Wahlperiode zusammengestellt.
Dabei geht es um Partykongresse, Bettvorleger, ländliche Reime und andere Sonderlichkeiten.


2017

„Traditionsschiffe gehören ganz einfach dazu. Es gilt, dieses kulturelle Erbe zu erhalten. Niemand käme auf die Idee, das Schloss Neuschwanstein zu schließen, nur weil es den statischen Anforderungen von heute nicht entspricht.“ Flemming Meyer (SSW, zur geplanten Sicherheitsrichtlinie für Traditionsschiffe)


Oliver Kumbartzky (FDP): „Liebe Kolleginnen und Kollegen, Wirtschaftsminister Meyer hat die letzten fünf Jahre tourismuspolitisch in einem Dornröschenschlaf im Schlafstrandkorb verbracht. Es erschien aber leider keine Prinzessin, die ihn wachgeküsst hat, …“

Christopher Vogt (FDP) und Wolfgang Kubicki (FDP): „Es war Detlef Matthiessen!“ (Heiterkeit FDP)

Oliver Kumbartzky: „... sondern es war der Tourismusverband Schleswig-Holstein, der ihn wachküssen wollte.“

 

„Nein, ich lasse keine Zwischenfragen zu; denn ich bin gerade so schön in Fahrt.“ (Heiterkeit) „Die Durchschnittsgeschwindigkeit unserer Züge beträgt in Schleswig-Holstein 80 km/h. Wir wollen das auf 120 km/h steigern.“ Andreas Tietze (Grüne, zu Mobilität im ländlichen Raum)


2016

Wolfgang Kubicki (FDP): „Herr Meyer, sagen Sie doch einfach: Ich verweise auf die Vorlage!“

Reinhard Meyer (SPD, Verkehrsminister): „Ich kann nicht auf die Vorlage verweisen, weil  meine Frau mir den Auftrag mitgegeben hat zu sagen, dass sie Videoüberwachung in Zügen gut findet, weil das ihr Sicherheitsempfinden erhöht!“

 

Martin Habersaat (SPD): „Sie haben Ihren Beitrag netterweise mit dem Hinweis darauf beendet, dass man den Schülerinnen und Schülern weitgehende Wahlmöglichkeiten einräumen soll.“

Anita Klahn (FDP): „Wozu haben wir denn die Wahlpflichtfächer?“

Martin Habersaat: „Als gewesener Lehrer bin ich der Meinung, dass diese Wahlmöglichkeiten Grenzen haben müssen, weil sonst der Mathematikunterricht von den meisten vermutlich schon in Klasse 5 abgewählt wird.“

 

2015

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„Es ist bei der Gelegenheit vielleicht sinnvoll, dass ein bisschen mehr Sachlichkeit in die Debatte kommt. Deshalb rede ich.“
Hans-Jörn Arp (CDU)


„Ich habe mein Hörgerät auf der linken Seite übrigens auf still gestellt.“

Wolfgang Dudda (Piraten) über Zurufe von SPD-Abgeordneten

 

„Meine Damen und Herren! Ich möchte diesen rot-grün-blauen Partykongress nur ungern unterbrechen. Ich weiß nicht, ob heute irgendwo ein Frühschoppen stattgefunden hat. Wir waren jedenfalls nicht eingeladen. Ich muss sagen: Die Stimmung ist am Donnerstagvormittag vor der Sommerpause fast am Überkochen.“

Christopher Vogt (FDP)

 

Landtagspräsident Klaus Schlie: „Herr Abgeordneter Kubicki, gestatten Sie eine Zusatzfrage des Abgeordneten Dr. Stegner?“

Wolfgang Kubicki (FDP): „Immer wieder gern. Wir nähern uns ja langsam auch mental und menschlich an.“

 

„Ich nutze anderthalb Minuten Restredezeit, um die Kollegen aus Nordrhein-Westfalen herzlich zu grüßen. Ich bin Fan und Mitglied von Borussia Mönchengladbach.“

Oliver Kumbartzky (FDP, zu den Delegierten des Landtages NRW)

 

„Liebe Sandra, das mit dem Zottel und dem Pullover sollten wir noch einmal diskutieren. Ich finde, wir sind mittlerweile alle ganz gut frisiert, und auch ich versuche, mich passend zu kleiden.“

Marlies Fritzen (Grüne)

 

„Meine Damen und Herren, zwei Blumensträuße zeugen davon, dass wie bei zwei Kollegen zwei besondere Ereignisse zu verzeichnen haben. Der Kollege Habersaat und der Kollege König sind in den… Sie sind jeweils getrennt voneinander mit ihren Partnerinnen in den Stand der Ehe getreten. Herzlichen Glückwunsch. … Man muss aufpassen, wie man hier einen Satz beginnt.“

Landtagspräsident Klaus Schlie

 

Landtagspräsident Klaus Schlie: „Der Abgeordnete Dr. Garg hat nach § 47 Absatz 2 der Geschäftsordnung mitgeteilt, dass er in der Zeit von 11:30 Uhr bis 16:30 Uhr an der Teilnahme der heutigen Sitzung verhindert ist.“

Heiner Garg (FDP): „Das war in der letzten Sitzung!“

Landtagspräsident Klaus Schlie: „Sehr geehrter Herr Garg, dann freuen wir uns, dass Sie heute den ganzen Tag bei uns sind. (Beifall)

 

„Herr Kollege Arp, ich habe zwei Brüder zu Hause, ich kann dagegenhalten. Glauben Sie mir, ich bin lauter.“
Serpil Midyatli (SPD) zu Zwischenrufen von Hans-Jörn Arp (CDU)

 

„Lieber Herr Arp, ich muss ganz ehrlich sein: Bei manchen Anträgen habe ich den Eindruck, da haben im Vorwege eine Flasche oder zwei Flaschen Wein eine gewisse Rolle gespielt.“

Kai Vogel (SPD)

 

2014

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 „Ich denke, die Frage ist damit beantwortet, vielleicht nicht zu Ihrer Zufriedenheit, aber zu meiner.“

Peter Eichstädt (SPD)

 

„Meine Damen und Herren, die Reform des kommunalen Finanzausgleichs ist eines der Projekte dieser Landesregierung, die wie ein Tiger zum Sprung ansetzt, der sich schon in der Luft zum Bettvorleger verwandelt.“

Torge Schmidt (Piraten)

 

„Auch ein Minister muss mit seinem 80-jährigen Vater darüber diskutieren, ob es denn noch lohnenswert ist, Autotouren von 500km durch Deutschland zu unternehmen, oder ob es nicht besser ist, einfach auf den Zug umzusteigen. Das ist das reale Leben, meine Damen und Herren.  – Ergebnis war, dass ich ihm angeboten habe, ihn zu fahren. Das kennen Sie wahrscheinlich alle.“

Reinhard Meyer (Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, SPD)

 

„Sie werden sich zur Wahl der Miss Billigung 2014 eine andere Kandidatin suchen müssen.“

Martin Habersaat (SPD), in der Debatte um Bildungsministerin Wendes kritische Äußerungen über die Förderschulen

 

„Nun redet der Kollege Günther auch von der Lust aufs Regieren. Wir anderen warten aber schon seit zwei Jahren darauf, dass die CDU zumindest einmal Lust aufs Opponieren bekommt.“

Lars Harms (SSW) am 8. Oktober in der Debatte über die Kabinettsumbildung

 

Dr. Axel Bernstein (CDU): „Ich bin der Auffassung, dass derjenige, der betrunken von der Kneipe nach Hause fährt, sein eCall nicht abstellen darf, weil die Gefahr besteht, dass er einen Fußgänger über den Haufen fährt.“

Dr. Kai Dolgner (SPD): „Herr Dr. Bernstein, im Gegensatz zu Ihnen bin ich der Überzeugung, dass ein Betrunkener gar nicht Auto fahren darf.“

„Hier in Schleswig-Holstein gilt ja bereits ein Selbstgespräch des Ministerpräsidenten als Dialog, wie Sie es immer definieren.“

Daniel Günther (CDU)

 

 „Es geht um 30% mehr Umsatz im Tourismus und um 30% mehr Übernachtungen. Lassen Sie mich hinzufügen, Herr Meyer: 30% mehr schönes Wetter und Sonne wären auch nicht schlecht.“

Dr. Andreas Tietze (Grüne)

 

Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU): „Herr Abgeordneter, Ihr Zitat müsste jetzt ein Ende finden.“

Wolfgang Baasch (SPD): „Ich habe das verstanden, Herr Präsident, und ich suche den Punkt.“

 

„Wir wollen  mit 4,75 Millionen Euro die Landesstraßen winterfest machen, bevor der kommende Winter sie völlig zerstört.“ – Johannes Callsen (CDU

„Sehr geehrter Herr Callsen! Der kommende Winter bin ich, und ich mache keine Straßen kaputt.“

Lars Winter (SPD)

 

2013

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 „Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich kann meinen Redebeitrag zum vorliegenden Antrag der CDU ganz kurz machen: Ich finde diesen Antrag richtig und gut; aber Sie alle wissen, dass das so nicht funktioniert.“ Sven Krumbeck (PIRATEN)

 

 „Was Ihre Vorwürfe an meine Person betrifft, schlage ich Ihnen vor, dass wir uns darauf einigen: Ich bin schuld am Wetter und am schlechten Zustand der Union.“ Ralf Stegner (SPD)

 

Rainer Wiegard (CDU): „Mensch Lars [Harms, d. Red.], du kannst ja richtig gute Reden halten! Warum verschleierst du das sonst immer?“

Hans-Jörn Arp (CDU): „Mit der Rede kannst du sogar bei uns Mitglied werden!“

 

Landtagsvizepräsidentin Marlies Fritzen: „Herr Kollege, gestatten Sie, Frau Breyer…“

 „Mein Geschlecht habe ich angegeben.“  Patrick Breyer (PIRATEN), der aus Datenschutz-Gründen wenige Angaben zu seiner Person gemacht hat.

 

 „Herr Abgeordneter Matthiessen, in Anbetracht des Ablaufs Ihrer Restlaufzeit - - - Entschuldigung, ich meinte die Redezeit.“ Landtagsvizepräsident Bernd Heinemann

 

 „Für die Landesregierung hat der Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Reime… Räume, Herr Dr. Robert Habeck, das Wort.“ Landtagsvizepräsident Bernd Heinemann

 

 „Als Liberaler hätte ich natürlich lieber über das Eigelb gesprochen als über das Eiweiß. Aber man kann sich das nicht immer aussuchen.“ Oliver Kumbartzky (FDP)

 

2012

„Von dieser Materie haben Sie, Herr Dr. Stegner, so wenig Ahnung wie eine Kuh vom Rückenschwimmen.“ Heike Franzen (CDU)

 

Heiner Garg (FDP) zu Beginn seiner Rede, als er nach Jette Waldinger-Thiering (SSW) an das Rednerpult tritt: „Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Frau Waldinger-Thiering, der Trick ist wirklich originell, den Sie nun schon zum zweiten Mal versuchen, indem Sie hier Ihr Redemanuskript liegen lassen.“

 

Tobias Koch (CDU) blockt eine Wortmeldung von Ralf Stegner (SPD) ab: „Ich gestatte keine Zwischenfrage. Herr Kubicki hat auch noch nicht gefragt.“

 

 „Ihr klatscht gerade alle meine Redezeit weg. Ich merke das schon. Das ist auch ein interessantes Stilmittel, das hier im Parlament Anwendung findet. Ich würde mich freuen, wenn sich wenigstens meine Fraktion nicht daran beteiligen würde.“ Christopher Vogt (FDP)

 

Landtagsvizepräsident Bernd Heinemann: „Für die Abgeordneten des SSW spricht jetzt Frau Abgeordnete Gitte Waldinger-Thiering.“ (Zuruf aus dem Plenum: „Jette!“) „Jette, Entschuldigung! Wie komme ich auf Gitte? Ich habe heute Morgen wohl die falsche CD gehört.“

 

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(Fotos: Eisenkrätzer / Archiv)