Mommsen und Storm: Annäherung an ein ambivalentes Verhältnis

20.11.2017
 

Bevor am 29. November die Ausstellung zum Verhältnis von Theodor Mommsen und Theodor Storm im Landeshaus öffnet, hat sich ein Abend im Plenarsaal der Beziehung der beiden Weggefährten und Schriftsteller gewidmet. Mommsen und Storm verband als Kommilitonen eine nicht ganz einfache Freundschaft, die auch in literarische Projekte mündete.


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Oliver Mommsen (l.), Tanja Wedhorn und Roman Knižka lasen aus Briefen und anderen Texten von Storm und Mommsen. (Foto: Landtag)

Drei  Schauspieler lasen am Montag aus der Korrespondenz und anderen Texten der Poeten - darunter Oliver Mommsen als Urenkel Theodor Mommsens. Der Mommsen-Kenner Simon Strauß und die Storm-Kennerin Andrea Paluch, beide Autoren, sprachen über die Faszination für Mommsen und Storm sowie die Bedeutung dieser zwei Geistesgrößen des 19. Jahrhunderts, die bis heute anhält. 

Zwar haben Storm und Mommsen nach dem Studium sehr unterschiedliche Lebenswege beschritten - der eine wurde Jurist und Schriftsteller, der andere vor allem als Historiker bekannt -, dennoch eint sie auch das gemeinsame Geburtsjahr: Beide kamen vor 200 Jahren in Schleswig-Holstein zur Welt. 

Die Ausstellung aus diesem Anlass thematisiert das Verbindende und Trennende. Sie beleuchtet zudem den Einfluss der dichterischen Tätigkeit auf den Historiker Mommsen. Die Schau unter dem Titel "Was macht der Poet: Theodor Mommsen und Theodor Storm 1817-2017" wird vom 29. November bis 10. Januar 2018 im Landeshaus in Kiel, Düsternbrooker Weg 70, gezeigt. Sie ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Besucher werden gebeten, ihren Personalausweis mitzubringen.

Eine Aufzeichnung des Abends ist am 26. November 2017 um 20 Uhr auf NDR Kultur in der Sendung Sonntagsstudio zu hören.