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Politische Literatur im Landtag

Svenja Goltermann, „Opfer. Die Wahrnehmung von Krieg und Gewalt in der Moderne“

Svenja Goltermann liest im Landeshaus aus ihrem hochaktuellen Essay über ein großes Menschheitsthema. Wer gilt wann und warum als Opfer von Krieg und Gewalt? Die Historikerin Svenja Goltermann schaltet sich in eine aktuelle Debatte ein und gibt in einem fulminanten Durchgang durch zwei Jahrhunderte neue Antworten auf die Frage, warum es für die Menschen in der Moderne zunehmend plausibel wurde, sich selbst oder andere als passives Opfer zu beschreiben. Die Weltkriege mit ihrer immens hohen Zahl an Toten und Verletzten waren für diese Entwicklung maßgeblich, aber nicht allein ausschlaggebend.

So hat neues Wissen in der Medizin und im Recht die Wahrnehmung und Deutung von Tod und Leiden, von legitimer und illegitimer Gewalt verändert. Erst das Konzept vom psychischen Trauma machte allerdings die Rede vom Opfer im ausgehenden 20. Jahrhundert populär. Doch gilt nach wie vor: Wer als Opfer überhaupt benannt und anerkannt wird, ist eine Frage von Hierarchien und Macht – und damit eine eminent politische.

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Foto: Svenja Goltermann

Prof. Dr. Svenja Goltermann ist Professorin für Geschichte der Neuzeit an der Universität Zürich. Ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem renommierten Historikerpreis.
Sie ist Mitbegründerin des Online-Magazins geschichtedergegenwart.ch.

Lesung

Anmeldung


Donnerstag, 11. Oktober 2018, 19 Uhr
Landeshaus, Schleswig-Holsteinsaal
Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel

Anmeldung für die Lesung bitte bis zum 4. Oktober 2018 per E-Mail: anmeldung@landtag.ltsh.de

Sollte die Zahl der Anmeldungen die Zahl der Sitzplätze übersteigen, wird die Veranstaltung in andere Räume des Landeshauses übertragen.

Die Termine

des Gedenkmonats


12. Oktober bis 11. November 2018
Uwe Appold, „14 / 18“
Gemäldezyklus zum Ersten Weltkrieg

11. Oktober 2018 – 19 Uhr
Svenja Goltermann, „Opfer. Die Wahrnehmung von Krieg und Gewalt in der Moderne“

16. Oktober 2018 – 19 Uhr
„The Sound of War“. Performance und Konzert

22. Oktober 2018  – 19 Uhr
„Frantz“. Ein Film von François Ozon

29. Oktober 2018 – 19 Uhr
Michael Epkenhans, „1914/18 vs. 2018 – Vom Stellungs- zum Drohnenkrieg. Der Krieg und seine Folgen früher und heute“

8. November 2018 – 19 Uhr
Empfang und Rückblick zum Gedenkmonat