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Der Landtag hat seit 1950 seinen Sitz in
dem Haus an der Förde. Gebaut wurde es ursprünglich
als Kaiserliche Marineakademie. Die feierliche
Einweihung fand am 6. Oktober 1888 nach
fünfjähriger Bauzeit statt.
Kiel war seit
der Reichsgründung (1871) Reichskriegshafen.
Die Marineakademie gehörte mit ihren stattlichen
Maßen von 100 Metern Länge, 50 Metern Breite
und 24 Metern Höhe zu den größten und prächtigsten
Bauten der Stadt. Im Zuge des Versailler
Vertrages musste die Akademie bereits 1919
wieder aufgelöst werden. Fortan war das
Haus Sitz der Marinestation Ostsee.
Die
Bomben des 2. Weltkrieges hinterließen an
dem Marinegebäude starke Zerstörungen. Eine
mehrjährige Instandsetzung war nach 1945
erforderlich.
Am 3. Mai 1950 konnte der Schleswig-Holsteinische
Landtag erstmals in der ehemaligen Marineakademie
tagen. Das Landeshaus - wie es seit 1948
genannt wird - wurde zur dauerhaften Arbeitsstätte
des Landesparlaments. Allerdings musste
es sich das Haus lange Jahre mit dem Innenministerium
und der Landeskanzlei (später: Staatskanzlei)
teilen. Zu einer Verbesserung der Raumsituation
für Abgeordnete und Landtagsverwaltung kam
es erst 1983 mit dem Auszug des Innenministeriums.
Danach wurde 1984 bis 1987 der este Teil
der Grundinstandsetzung des Gebäudes vorgenommen.
Seither können in allen Abgeordnetenbüros,
Konferenz- und Besprechungsräumen die Landtagsdebatten
über Lautsprecher mitverfolgt werden. Zusätzlich
zu dem seit 1950 betriebenen "Paternoster"
wurde ein behindertengerechter Aufzug eingebaut.
Mit dem zweiten Bauabschnitt konnte 1999
begonnen werden. Zentrales Vorhaben war der
Neubau des Plenarsaales, der zur Wasserseite
auf der bisherigen Terassenanlage des Landeshauses
entstand.
Die Architektur des Plenarsaals steht sinnbildlich
für Demokratie und Transparenz. Die erste
Tagung im neuen Plenarsaal fand im April
2003 statt. Für Besucherinnen und
Besucher stehen auf der Tribüne mehr als
80 Sitzplätze zur Verfügung. Von allen Plätzen
kann man jetzt einen Großteil des Plenums einsehen,
was bisher leider nicht der Fall
war.
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Umbau des Landeshauses
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