Beobachter-Status für Schleswig-Holstein im Nordischen Rat

Schleswig-Holstein ist im September 2016 vom Nordischen Rat ein offizieller Beobachter-Status zuerkannt worden.

Landesregierung und Landtag hatten sich um diesen Status bemüht, um das Bekenntnis Schleswig-Holsteins als Teil des europäischen Nordens zu unterstreichen und das Land im Rahmen der Ostseepolitik neu und stärker zu positionieren.

Der Nordische Rat kommt einmal im Jahr zu einer Vollversammlung zusammen. Er koordiniert und erarbeitet Empfehlungen für die zwischenstaatlichen Beziehungen der Mitgliedsländer.

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Die Flagge des Nordischen Rates weht in Kopenhagen. (Foto: Magnus Fröderberg/ norden.org)

Der Nordische Rat ist ein Forum der nordischen Länder, das 1952 von Dänemark, Island, Norwegen und Schweden gegründet wurde. Finnland trat dem Rat 1955 bei. Der Nordische Rat als parlamentarische Versammlung und der Nordische Ministerrat, der die Zusammenarbeit auf Regierungsebene koordiniert, haben ein gemeinsames Sekretariat in Kopenhagen.

Die nationalen Parlamente entsenden Abgeordnete in den Rat, der einmal im Jahr zu einer Vollversammlung zusammen kommt.

Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat zwei Mitglieder als beobachtende Mitglieder entsandt. Die Abgeordneten Kay Richert (FDP) und Jette Waldinger-Thiering (SSW) übernehmen diese Aufgabe bis zum Ende der 19. Wahlperiode im Mai 2022. Stellvertretende beobachtende Mitglieder sind Johannes Callsen (CDU) und Rasmus Andresen (GRÜNE).

Estland, Lettland und Litauen hatten bereits vor Schleswig-Holstein einen Beobachterstatus beim Nordischen Rat.

Das einzige dänische Informationsbüro des Nordischen Rates - neben dem Generalsekretariat in Kopenhagen - befindet sich seit 1997 in Flensburg. Dort finden zahlreiche kulturelle und bildende Veranstaltungen statt.