Top 11:
Science Center "Phänomenta"
in Flensburg erhalten und stärken
Antrag der Abgeordneten des
SSW |
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Top 21:
Entwicklung
und Stand der Kulturwirtschaft in Schleswig-Holstein
Antrag der Fraktion
der CDU |
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Wie viele
Science Center braucht
das Land?
SSW will keine Konkurrenz
zur "Pänomenta"
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Kiel (SHL). Der Landtag hat eine Tür für weitere Science
Center in Schleswig-Holstein offen gehalten und damit
einen Vorstoß des SSW vorerst in die Schranken gewiesen. Einige
Parlamentarier störten sich an der grundsätzlichen Formulierung
des Antrages, in dem die Vertretung der dänischen Minderheit im
Landtag explizit gefordert hatte, kein weiteres Center im Land zu
bauen. In der Debatte zum Erhalt und zur Stärkung des einzigen
Science Centers in Schleswig-Holstein, der "Phänomenta"
in Flensburg, lobten die Abgeordneten zugleich die Arbeit der
Einrichtung.
Es gehe um eine sinnvolle
Kombination verschiedener Möglichkeiten, hob auch
Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) hervor. Sein Ministerium
hatte zuvor eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um das
wirtschaftliche Potential von weiteren Science Centern zu prüfen.
Zugleich stellte er jedoch klar, kein Projekt zu fördern, das
inhaltlich das gleiche Konzept wie die "Phänomenta" in
Flensburg fährt. Dies gelte auch für das Multimar-Wattforum in Tönning.
Die "Phänomenta" habe bereits Pläne für eine
Erweiterung ihres Angebots, eine neue Einrichtung dieser Art sei
deshalb unwirtschaftlich, entgegnete Anke Spoorendonk (SSW).
Ähnlich argumentierte auch die CDU-Abgeordnete Brita
Schmitz-Hübsch: Sie warf der Landesregierung vor, aus Prestige-Gründen
Kiel als Standort für ein Science Center zu bevorzugen. Jutta
Schümann (SPD), Ekkehard Klug (FDP) und Irene Fröhlich (Grüne)
sprachen sich für ein alternatives Angebot aus, dass das
vorhandene Konzept der "Phänomenta" nicht ersetze,
sondern erweitere.
Der Antrag wird im Wirtschaftsausschuss und Bildungsausschuss
weiter beraten.
Hintergrund:
Schleswig-Holsteins einziges Science-Center, die
"Phänomenta", befindet sich in Flensburg. Dort
haben Besucher die Möglichkeit, rund 100
naturwissenschaftliche Experimente selber durchzuführen.
Insofern ist die Pänomenta mehr eine
"Erlebnis-Werkstatt" als ein Museum. Planungen
der Landesregierung zufolge ist ein zweites
Science-Center in Kiel oder Lübeck im Gespräch.
mehr
Informationen: "Phänomenta"
(www.phaenomenta.com)
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Kulturveranstaltungen
kurbeln auch die Wirtschaft an
Opposition mahnt
"Dornröschenschlaf" an
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Kiel (SHL). Die schleswig-holsteinischen Museen verzeichnen
jährlich drei Millionen Besucher - damit ziehen sie mehr
Menschen an als beispielsweise Fußball-Veranstaltungen. Das
kulturelle Leben ist also ein großer gesellschaftlicher und
damit auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Über die
genauen Zusammenhänge
zwischen Kultur und Wirtschaft soll die Landesregierung noch in
dieser Wahlperiode einen ausführlichen Bericht vorlegen. Ein
entsprechender Antrag der CDU fand am Freitag, 04. April 2003,
die einhellige Zustimmung des Landtages.
Vertreter aller Parteien und der Regierung nannten Beispiele
für die Bedeutung der Kulturwirtschaft: Diese schaffe
Arbeitsplätze, sorge für ein positives Image, ziehe Touristen
an und sei ein Kriterium bei der Ansiedlung von Unternehmen.
Zwischen 1995 und 2000 sei dieser Wirtschaftszweig um 19 Prozent
und damit doppelt so stark wie das Brutto-Inlandsprodukt
gewachsen. Die Zahl der Beschäftigten sei überdurchschnittlich
stark um 21 Prozent auf 642.000 gestiegen. Jährlich seien 450
Millionen Euro Umsatz zu verzeichnen.
Angesichts dieser Zahlen warfen CDU und FDP der
Landesregierung allerdings vor, diesen Bereich vernachlässigt
und im Dornröschenschlaf belassen zu haben. SPD, Grüne und
Regierung erklärten demgegenüber, sie bräuchten keine
Nachhilfe: Das Schleswig-Holstein Musikfestival sei ein gutes
Beispiel für erfolgreiche Förderung durch das Land. Der
SSW unterstrich die regionale Komponente im Kulturbereich, die
wichtiger sei als kommerzielle Großprojekte wie beispielsweise
Musicals.
Der Antrag wurde einstimmig an den Bildungsausschuss
überwiesen.
Hauptredner:
Caroline Schwarz (CDU),
Ulf von Hielmcrone (SPD), Ekkehard Klug (FDP), Angelika Birk
(Grüne), Anke Spoorendonk (SSW), Kulturministerin Ute Erdsiek-Rave
(SPD)
Hintergrund:
Zur Kulturwirtschaft werden die
Bereiche Musik-, Literatur- und Buchmarkt, Design,
Kunstmarkt, darstellende Kunst, Film-, Fernseh- und
Multimediamarkt, Soziokultur, Kulturmanagement und
Kulturbauwirtschaft gerechnet. Dieser Bereich hat sich zu
einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt, der große
Wachstums- und Beschäftigungspotentiale enthält,
insbesondere in der Tourismuswirtschaft. Mit dem
Berichtantrag wird eine Bestandsaufnahme der Entwicklung
aller Teilmärkte der Kulturwirtschaft seit 1995
gefordert. |
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