Auf dieser Seite: "Phänomenta" / Kulturwirtschaft

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Top 11: 
Science Center "Phänomenta" in Flensburg erhalten und stärken
Antrag der Abgeordneten des SSW

Drucksache: 15/2526
-Plenarprotokoll-
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Top 21: 
Entwicklung und Stand der Kulturwirtschaft in Schleswig-Holstein
Antrag der Fraktion der CDU
Drucksache: 15/2573
-Plenarprotokoll-
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Wie viele Science Center braucht
 das Land?
SSW will keine Konkurrenz zur "Pänomenta"

Kiel (SHL). Der Landtag hat eine Tür für weitere Science Center in Schleswig-Holstein offen gehalten und damit einen Vorstoß des SSW vorerst in die Schranken gewiesen. Einige Parlamentarier störten sich an der grundsätzlichen Formulierung des Antrages, in dem die Vertretung der dänischen Minderheit im Landtag explizit gefordert hatte, kein weiteres Center im Land zu bauen. In der Debatte zum Erhalt und zur Stärkung des einzigen Science Centers in Schleswig-Holstein, der "Phänomenta" in Flensburg, lobten die Abgeordneten zugleich die Arbeit der Einrichtung.

Es gehe um eine sinnvolle Kombination verschiedener Möglichkeiten, hob auch Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) hervor. Sein Ministerium hatte zuvor eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um das wirtschaftliche Potential von weiteren Science Centern zu prüfen. Zugleich stellte er jedoch klar, kein Projekt  zu fördern, das inhaltlich das gleiche Konzept wie die "Phänomenta" in Flensburg fährt. Dies gelte auch für das Multimar-Wattforum in Tönning.

Die "Phänomenta" habe bereits Pläne für eine Erweiterung ihres Angebots, eine neue Einrichtung dieser Art sei deshalb unwirtschaftlich, entgegnete Anke Spoorendonk (SSW). Ähnlich argumentierte auch die CDU-Abgeordnete Brita Schmitz-Hübsch: Sie warf der Landesregierung vor, aus Prestige-Gründen Kiel als Standort für ein Science Center zu bevorzugen. Jutta Schümann (SPD), Ekkehard Klug (FDP) und Irene Fröhlich (Grüne) sprachen sich für ein alternatives Angebot aus, dass das vorhandene Konzept der "Phänomenta" nicht ersetze, sondern erweitere.

Der Antrag wird im Wirtschaftsausschuss und Bildungsausschuss weiter beraten.

Hintergrund:
 Schleswig-Holsteins einziges Science-Center, die "Phänomenta", befindet sich in Flensburg. Dort haben Besucher die Möglichkeit, rund 100 naturwissenschaftliche Experimente selber durchzuführen. Insofern ist die Pänomenta mehr eine "Erlebnis-Werkstatt" als ein Museum. Planungen der Landesregierung zufolge ist ein zweites Science-Center in Kiel oder Lübeck im Gespräch.

mehr Informationen: "Phänomenta" (www.phaenomenta.com)

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Kulturveranstaltungen kurbeln auch die Wirtschaft an
Opposition mahnt "Dornröschenschlaf" an

Kiel (SHL). Die schleswig-holsteinischen Museen verzeichnen jährlich drei Millionen Besucher - damit ziehen sie mehr Menschen an als beispielsweise Fußball-Veranstaltungen. Das kulturelle Leben ist also ein großer gesellschaftlicher und damit auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Über die genauen Zusammenhänge zwischen Kultur und Wirtschaft soll die Landesregierung noch in dieser Wahlperiode einen ausführlichen Bericht vorlegen. Ein entsprechender Antrag der CDU fand am Freitag, 04. April 2003, die einhellige Zustimmung des Landtages.

Vertreter aller Parteien und der Regierung nannten Beispiele für die Bedeutung der Kulturwirtschaft: Diese schaffe Arbeitsplätze, sorge für ein positives Image, ziehe Touristen an und sei ein Kriterium bei der Ansiedlung von Unternehmen. Zwischen 1995 und 2000 sei dieser Wirtschaftszweig um 19 Prozent und damit doppelt so stark wie das Brutto-Inlandsprodukt gewachsen. Die Zahl der Beschäftigten sei überdurchschnittlich stark um 21 Prozent auf 642.000 gestiegen. Jährlich seien 450 Millionen Euro Umsatz zu verzeichnen.

Angesichts dieser Zahlen warfen CDU und FDP der Landesregierung allerdings vor, diesen Bereich vernachlässigt und im Dornröschenschlaf belassen zu haben. SPD, Grüne und Regierung erklärten demgegenüber, sie bräuchten keine Nachhilfe: Das Schleswig-Holstein Musikfestival sei ein gutes Beispiel für erfolgreiche Förderung durch das Land. Der SSW unterstrich die regionale Komponente im Kulturbereich, die wichtiger sei als kommerzielle Großprojekte wie beispielsweise Musicals.

Der Antrag wurde einstimmig an den Bildungsausschuss überwiesen.

Hauptredner: Caroline Schwarz (CDU), Ulf von Hielmcrone (SPD), Ekkehard Klug (FDP), Angelika Birk (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW), Kulturministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD)

Hintergrund:
 Zur Kulturwirtschaft werden die Bereiche Musik-, Literatur- und Buchmarkt, Design, Kunstmarkt, darstellende Kunst, Film-, Fernseh- und Multimediamarkt, Soziokultur, Kulturmanagement und Kulturbauwirtschaft gerechnet. Dieser Bereich hat sich zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt, der große Wachstums- und Beschäftigungspotentiale enthält, insbesondere in der Tourismuswirtschaft. Mit dem Berichtantrag wird eine Bestandsaufnahme der Entwicklung aller Teilmärkte der Kulturwirtschaft seit 1995 gefordert.

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