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Auf
dieser Seite: "Fischler-Vorschläge"
/ Hochwasserschutz
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Top 10:
Auswirkungen der
"Fischler-Vorschläge" auf die schleswig-holsteinische
Landwirtschaft
Antrag
der Fraktion der FDP
Antrag der Fraktion der
CDU |
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Top 28:
Nachhaltiger
Hochwasserschutz in Schleswig-Holstein
Landtagsbeschluss vom 12. September 2002 – Drucksache 15/2106
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Bericht der Landesregierung |
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EU-Agrarpläne
sorgen für Gesprächsstoff
Landtag berät "Fischler"-Reformideen
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Kiel (SHL). EU-Agrarkommissar
Franz Fischler hat mit seinen Ideen zur Reform der
Agrarsubventionen für viel Aufsehen gesorgt: Die Subventionen
für die Landwirte sollen
gekürzt und umverteilt, Fördergelder künftig nicht mehr nach
Produktionsmenge, sondern unter dem Begriff
"Entkoppelung" nach Erfüllung von Umwelt- und
Tierschutzauflagen verteilt werden. Betroffene Bauern befürchten
Einkommensverluste, Umweltschützer fordern einen größeren
Anteil am Subventions-Kuchen. Die Fraktionen im
Schleswig-Holsteinischen Landtag stempelten aber am Mittwoch, 02.
April 2003, die Vorschläge aus Brüssel als verbesserungswürdig ab.
Nach seinem mündlichen Bericht zu
den Auswirkungen der Fischler-Reformen auf die
schleswig-holsteinische Landwirtschaft befürwortete
der grüne Umweltminister Klaus Müller das Konzept der
Entkoppelung. Für das Jahr 2012 kündigte er bereit
stehende Mittel in Höhe von 48 Millionen Euro für die
Umverteilungsmaßnahmen von ehemaligen Beihilfen an, wie etwa in
Umweltschutzprojekte im Prozess der so genannten
"Modulation" an.
Einstimmig forderten die Fraktionen
und der SSW eine Entbürokratisierung der EU-Vorschläge und die
Berücksichtigung der schleswig-holsteinischen Interessen bei den
weiteren Beratungen zu den Reformen. Etwaige in Schleswig-Holstein
eingesparte Mittel müssten im Land bleiben.
Die Anträge wurden zur
abschließenden Beratung einstimmig an den Agrarausschuss
überwiesen.
Hauptredner:
Umweltminister Klaus
Müller (B´90/Grüne), Günther Hildebrand (FDP), Peter-Jensen
Nissen (CDU), Friedrich-Carl Wodarz (SPD), Detlef Matthiessen
((B´90/Grüne), Lars Harms (SSW)
Hintergrund:
EU-Agrarkommissar
Franz Fischler (Österreich) hat im Januar 2003 ein Paket
von Reformvorschlägen für die Gemeinsame Agrarpolitik
(GAP) vorgelegt, um die europäische Agrarpolitik im
Rahmen der Verhandlungen in der WTO
(Welthandelsorganisation) besser verteidigen zu können.
Die Reformen sollen die europäische Landwirtschaft
wettbewerbsfähiger und marktorientierter machen, aber
auch den Umweltschutz und Tierschutz stärker
berücksichtigen. Unter anderem gehören zu dieser Reform
eine produktions-unabhängige Betriebsbezogene
Einheits-Zahlung, die verknüpft wird mit der Einhaltung
von Standards in den Bereichen Umwelt,
Lebensmittelsicherheit, Tiergesundheit und Tierschutz.
Durch Bereitstellung von mehr Fördermitteln soll die
Entwicklung des ländlichen Raumes und durch neue
Maßnahmen die Qualitätserzeugung gefördert werden.
Ferner soll das Milchquotensystem bis zum Wirtschaftsjahr
2014/15 beibehalten werden. Auch eine Kürzung der
Direktzahlungen an Großbetriebe soll zusätzliche Mittel
für die ländliche Entwicklung frei machen.
mehr Informationen:
@grar.de
Aktuell (www.news.agrar.de/archiv/) |
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Hochwasser
schlägt hohe Wellen
Landesregierung legt
Bericht zu Schutzmaßnahmen vor
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Kiel (SHL). Die Maßnahmen zum Hochwasserschutz haben im
Landtag erneut für Diskussionsstoff gesorgt. Bei der
Vorstellung eines entsprechenden Berichts der Landesregierung am
Freitag, 4. April 2003, lagen die Ansichten von Opposition und
Regierungskoalition über die Fortschritte bei den Schutzmaßnahmen weit
auseinander. Einigkeit herrschte allein in der Ansicht, dass die
Überschwemmungen der Elbe vom August des vergangenen Jahres und
vom Januar 2003 zukünftig keine Ausnahme sein werden.
Die Regierungsfraktionen und der SSW forderten ein Umdenken
im Hochwasserschutz. Vor allem ein verbesserter Klimaschutz,
aber auch eine der Umwelt angepasste Siedlungs- und
Infrastrukturpolitik seien nötig, um in Zukunft
Überschwemmungen vermeiden zu können. Die Opposition warf der
Landeregierung vor, die Kommunen im Unklaren über entsprechende
Rahmenbedingungen zu lassen und bei Projekten zu sparen, die sie
selber für den Hochwasserschutz als notwendig betrachte.
Stimmen aus der Debatte
Umweltminister Klaus Müller (Grüne):
Hochwasser seien keine Jahrhundert-Ereignisse mehr, ausreichende
Überflutungsgebiete seien deshalb vonnöten. "Die
Landesregierung wird die Abgrenzung der bereits vorhandenen
Überflutungsgebiete überprüfen."
Herlich Marie Todsen-Reese (CDU): "Die
Kommunen brauchen verlässliche Rahmenvorgaben der
Landesregierung." Ihr Vorwurf an die Landesregierung:
"Sie versagen immer dann, wenn es an die konkrete Umsetzung
sogar Ihrer eigenen Gesetze, Konzepte und Programme geht."
Wilhelm Malerius (SPD): Die Reduzierung von CO2-Ausstößen
bedeute langfristigen Hochwasserschutz. "Der Schlüssel zur
Begrenzung von Hochwasserschäden liegt im Zusammenspiel von
staatlichem Handeln und der Eigenverantwortung jedes
Einzelnen."
Günther Hildebrand (FDP): Der Bericht gleiche
einem "Besinnungsaufsatz". 'Und: "Ich frage,
warum die Landesregierung die Gelder für die Neuwaldbildung
kürzt." Diese betrachte die Landesregierung schließlich
auch als Mittel zum Hochwasserschutz.
Detlef Matthiessen (Grüne): "Klimaschutz
ist die Strategie, um dem Hochwasser vorzubeugen." (...)
"Schleswig-Holstein leistet dazu wesentliche und
überproportionale Beiträge."
Lars Harms (SSW): "Hochwasserschutz ist
vor allem Klimaschutz." Es sei zu wenig Geld für
ausreichenden und langfristigen Hochwasserschutz vorhanden.
Beschlussfassung:
Einstimmig federführend
an den Umwelt- und mitberatend an den Agrarausschuss zur
abschleißenden Beratung überwiesen.
Hintergrund:
Zweimal innerhalb des letzten
Jahres waren an der Elbe extrem hohe Wasserstände zu
verzeichnen. Im August 2002, während der so genannten
"Jahrhundertflut" zeigte der Pegel in Lauenburg
8,70 Meter, im Januar dieses Jahres waren es 8,50 Meter.
Diese Ereignisse machen nach Auffassung der
Landesregierung kurz-, mittel- und langfristige
Schutzmaßnahmen notwendig. Die Landesregierung will
deshalb ab Frühjahr dieses Jahres den Elbdeich bei
Lauenburg erhöhen. Darüber hinaus wird eine verstärkte
Ausweisung von Überlaufgebieten angestrebt, um die
Fließgeschwindigkeit der Elbe herabzusetzen. In der
Landschaftsplanung müssen deshalb nach Meinung des
Kabinetts verstärkt Freiflächen bereitgehalten werden.
Langfristig strebt Rot-Grün in Bund und Land eine
Reduzierung des CO2-Ausstoßes durch die
Förderung erneuerbarer Energien an.
Kohlendioxid-Emissionen aus Industrie und Verkehr sind
nach Auffassung vieler Wissenschaftler Ursache eines
Klimawandels mit extremen Wettererscheinungen. |
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