In Kürze: Meldungen1 (Themen ohne Aussprache) 

xxx

Auf dieser Seite:


Richterwahlausschuss, (Top 08; Drs. 15/2504neu), Landesverfassung, (Top 12; Drs. 15/2553), Jugendstrafrecht (Top 17;  Drs. 15/2569), Ausschuss für Wahl der Verwaltungsrichter (Top 26;  Drs. 15/2582),  Eingabenausschuss (Top 29; Drs. 15/2500)


  Richterwahlausschuss:  Die frühere Landwirtschaftsministerin Ingrid Franzen (SPD) kehrt in den Richterwahlausschuss zurück. Auf Vorschlag der SPD entsandte der Landtag die 55jährige Rechtspflegerin in das Gremium. Sie löst dort die SPD-Abgeordnete Jutta Schümann ab. Franzen hatte ihren Sitz im Ausschuss geräumt, als sie nach der Landtagswahl 2000 das Ressort für ländliche Räume, Landwirtschaft und Tourismus übernahm. Das Ministerium wurde im Zuge der Kabinettsreform zum 1. Februar aufgelöst. Der Richterwahlausschuss entscheidet mit dem Justizressort über die Anstellung, Beförderung oder Versetzung von Richtern. Der Ausschuss hat zwölf Mitglieder, darunter acht Landtagsabgeordnete. 

 

  Jugendstrafrecht: Die Debatte über eine Reform des Jugendstrafrechts ist bundesweit erneut entbrannt. Der Landtag forderte die Regierung jetzt einstimmig auf, im Juni einen Bericht über den Stand der Debatte vorzulegen. Der Antrag kam von SPD und Grünen. Auf Bundesebene gibt es Vorschläge, das Jugendstrafrecht zu verschärfen. So möchte die CDU-Bundestagsfraktion die Höchststrafe von zehn auf 15 Jahre heraufsetzen. Im Landtag hatte die CDU bereits im März 2002 einen umfangreichen Antrag zur Bekämpfung der Kinder- und Jugendkriminalität vorgelegt. Darin fordert sie unter anderem, bei Heranwachsenden (18 bis 21 Jahre) in der Regel das strengere Erwachsenstrafrecht anzuwenden. Die CDU-Initiative wird in den Landtagsausschüssen noch beraten. Die Zahl der mutmaßlichen jugendlichen Straftäter steigt auch in Schleswig-Holstein weiter. Im Jahr 2002 ermittelte die Polizei 25.000 Tatverdächtige unter 21 Jahren. Drei von vier Raubüberfällen auf Straßen, Wegen und Plätzen gehen auf das Konto Jugendlicher.

Landesverfassung:  Neu-Finanzminister Ralf Stegner (SPD) übernimmt von seinem Vorgänger Claus Möller (SPD) auch den Sitz im Verwaltungsrat der Landesbank Schleswig-Holstein Girozentrale. Dem Wechsel im Aufsichtsgremium der Bank stimmte der Landtag bei Enthaltung der FDP am Mittwoch, 02. April 2003, zu. Die Landesbank gehört zu 25,05 Prozent dem Land. Mitglieder der Regierung dürfen dem Aufsichtsrat "eines auf Erwerb gerichteten Unternehmens" nur angehören, wenn der Landtag das absegnet. Generell verboten sind andere Nebenjobs. So dürfen Kabinettsmitglieder kein anderes besoldetes Amt, kein Gewerbe und keinen Beruf ausüben. Dies ist in der Landesverfassung verankert.

  Ausschuss für Wahl Verwaltungsrichter: Der Landtag hat den ersten Schritt zur Wahl der ehrenamtlichen Richter am Verwaltungs- und Oberverwaltungsgericht Schleswig gemacht. Das Parlament beauftragte seinen Innen- und Rechtsausschuss, sieben Vertrauensleute und ihre Vertreter aus den 15 Kreisen und kreisfreien Städten im Land zu wählen. Die Vertrauensleute werden dann in einem Ausschuss, den der Präsident des jeweiligen Verwaltungsgerichts leitet, die ehrenamtlichen Richter wählen. Die Kandidatenliste kommt wiederum aus den Kreisen und kreisfreien Städten. Bei den Verwaltungsgerichten sitzen in einer Kammer oder einem Senat in der Regel drei Berufsrichter und zwei ehrenamtliche Richter. Ihre Amtszeit beträgt vier Jahre. Politiker aus Landtag und Regierung dürfen nicht als ehrenamtliche Richter berufen werden. Dasselbe gilt unter anderem für Beamte, Richter und Rechtsanwälte. 

  Eingabenausschuss:  Ob Gefängnis, Drachenflug oder Schweinestall - der Eingabenausschuss des Landtags geht jeder Beschwerde nach. Im dritten Quartal 2002 (1. Juli bis 30. September) erledigte der Ausschuss 92 Petitionen, davon 39 (42 Prozent) ganz oder teils im Sinne der Bürger. Der Landtag nahm den Bilanzbericht im April einvernehmlich zur Kenntnis. 
 Einige Beispiele der behandelten Eingaben: Helfen konnten die Abgeordneten einem Häftling im Lübecker Gefängnis, der seine Verlobte nun auch zu "Langzeitbesuchen" empfangen darf. Keinen Erfolg hatte der Inhaber eines Drachengeschäfts in Westerland auf Sylt. Seine Beschwerde über Drachenflugverbote scheiterte auch, weil einige Strandbereiche nahe des Sylter Flugplatzes liegen. Vergebens war auch die Eingabe einer Wählergemeinschaft aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg, die gegen den Ausbau eines Mastschweinestalls protestierte. Ein anderes Problem löste der Ausschuss grundsätzlich. Eine Beschwerde über einen Wahlraum ohne Stühle wurde an das Innenministerium durchgereicht. Und das bat alle Gemeinden, in den Wahlräumen für genügend Sitzgelegenheiten zu sorgen.

  zurück zum Seitenanfang

* * * * *

Themen-Übersicht

Aktuelles

Der neue Plenarsaal

Dringlichkeit: Olympia / Kommunalabgabengesetz

Vereidigung Stegner

Gesetzentwürfe

2. Lesungen:

Diäten

Vergabegesetz
- von der TO abgesetzt -

"Korruptionsregister"
- von der TO abgesetzt -

1. Lesungen:

Landtags-Mandate

Bildung / Kultur

"Phänomenta"
Kulturwirtschaft
Individuelle "Lernpläne"
Grundschulunterricht
Hochschulentwicklung
Gender Mainstreaming
(Kurzmeldung)

Wirtschaft / Finanzen

Abfallwirtschaft
Arbeitsmarkt/ 
Wirtschaftsbericht
Existenzgründungen
Ladenschluss
Mittelstand
Beteiligungsbericht
Verwaltungsrat Landesbank
(Kurzmeldung)

Tourismus / Verkehr

Bundesverkehrsplan/A20
Parkgebühren
Tourismusstandort
(Kurzmeldung)

Inneres / Gesundheit

Folter-Verbot
Statistische Erhebungen
Verwaltungsstrukturreform
Gesundheitsstandort
1. parlament. U-Ausschuss
- von der TO abgesetzt -
Eingabenausschuss
(Kurzmeldung)
Baukultur
(Kurzmeldung)

Natur / Agrar

"Fischler-Vorschläge"
Hochwasserschutz
Umweltzustandsbericht
- von der TO abgesetzt -
Embryonale Stammzellen
(Kurzmeldung)

Justiz / Soziales

Frauen- u. Mädchenhandel
Juristenausbildung
Richterwahlausschuss
(Kurzmeldung)
Verwaltungsricher
(Kurzmeldung)
Jugendstrafrecht
(Kurzmeldung)

Europa / Außen

Irak-Krieg
Vertretung in Kaliningrad