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Auf
dieser Seite: Gesundheitswesen
- AIDS-Beratung
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Top 27:
Entwicklung des
Gesundheitswesens
Antrag der Fraktion
der CDU |
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Top 31:
Psychosoziale
Beratung von HIV-Positiven und -Gefährdeten in Flensburg
Antrag der Abgeordneten des
SSW
Änderungsantrag der Fraktionen von SPD, B´90/Grüne und der
Abgeordneten des SSW- Drs. 15/3408 |
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Bittere
Pille für CDU: Antrag zum Gesundheitswesen findet keinen
Beifall
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Kiel (SHL). Gut gemeint aber schlecht
umgesetzt, ist die Gesundheitsreform nach Meinung der
schleswig-holsteinischen CDU. So seien beispielsweise – trotz
Praxisgebühr und höherer Zuzahlung bei Arzneimitteln – die
Krankenkassenbeiträge bislang gerade einmal um 0,1 Prozent
gesunken, kritisierte Werner Kalinka (CDU). Von der Landesregierung
verlangte die Union deshalb am Freitag, 30. April 2004, für
mehr Transparenz im Gesundheitswesen zu sorgen und die Patienten
verstärkt über die Gesundheitsreform aufzuklären. Verstärkte
Prävention und eine verbesserte Mediziner-Ausbildung sollen
nach Vorstellung der Union die Gesundheitskosten langfristig
senken helfen. SPD, Grüne und SSW warfen der Union in der
Debatte daraufhin Doppelzüngigkeit vor.
Die Union habe die Gesundheitsreform auf
Bundesebene schließlich entscheidend mit gestaltet,
argumentierten die Kritiker des CDU-Antrages im Plenum. "Die
Praxisgebühr war beispielsweise eine Idee der CDU", so Silke
Hinrichsen (SSW). "Die CDU fordert auf Landesebene, was sie auf
Bundesebene verhindert", kritisierte Angelika Birk (Grüne)
und einen reinen "Show-Antrag", attestierte Arno
Jahner (SPD) der CDU. Gesundheitsministerin Ute Erdsiek-Rave
(SPD) schließlich forderte "ein bisschen mehr
Mitverantwortung für die eigenen Reformen".
Auch die Liberalen konnten sich nicht für den
Antrag der Union erwärmen: "Leider sind ihre Forderungen
sehr unkonkret", monierte Veronika Kolb (FDP). Sie fand es prinzipiell wünschenswert, die Möglichkeiten des
Landes zur Einflussnahme auf die Gesundheitsreform auszuloten.
Dazu gibt es demnächst in kleinerem Kreis
Gelegenheit: Der Antrag der CDU wurde einstimmig zur weiteren
Beratung an den zuständigen Gesundheitsausschuss überwiesen.
Hintergrund:
Zum 1. Januar 2004 ist das von Rot-Grün und
CDU/CSU in Bundestag und Bundesrat beschlossene
Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) in Kraft getreten.
Die CDU im Landtag fordert die Landesregierung auf, sich
für Nachbesserungen und eine bessere Information der
Patienten einzusetzen.
Kritiker der Gesundheitsreform bemängeln, dass die
meisten Krankenkassen ihre Beiträge trotz der
Zusatzeinnahmen durch die Praxisgebühr von zehn Euro pro
Quartal nicht gesenkt haben. Die Kassenärztliche
Vereinigung beklagt, dass im 1. Quartal 2004 mehr als 4000
schleswig-holsteinische Patienten die Gebühr nicht
bezahlt haben. Folge: Ein hoher Aufwand für die Praxen
durch Mahnverfahren.
Verschiedene Kassen haben jüngst als Ersatz für
die Gebühr das so genannte Hausarztmodell ins Spiel
gebracht: Die Versichten sollen von der Praxisgebühr
befreit werden, wenn sie sich verpflichten, grundsätzlich
als erstes ihren Hausarzt aufzusuchen. Hiervon erwarten
sich die Kassen Einsparungen durch die Vermeidung von
Doppel-Untersuchungen.
mehr
Informationen: Gesundheitsreform,
plenum-online Februar
2004(www.sh-landtag.de/plenumonline/februar2004/texte/09_gesundheit.htm)
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Neuer Start für Flensburger
AIDS-Hilfe
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Kiel (SHL). HIV-Positive und AIDS-Kranke in der
Region Flensburg können auf die Wiederaufnahme ihrer
psychosozialen Betreuung hoffen. Einen entsprechenden von SPD,
Grünen und SSW eingebrachten und von einem Großteil der FDP
unterstützten Antrag verabschiedete der Landtag am Freitag, 30.
April 2004. Inhalt: Die Landesregierung soll die Beratungsstelle
in der Förderstadt in gleicher Höhe wie bisher finanziell
fördern. Das Sozialministerium hatte zu Jahresbeginn die
Landeszuschüsse von 67.000 auf 33.000 Euro gekürzt - wegen
vermeintlicher finanzieller Unregelmäßigkeiten bei der
Flensburger AIDS-Hilfe, die daraufhin ihre Arbeit eingestellt
hatte. Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave erklärte in
Vertretung von Sozialministerin Heide Moser (beide SPD) das
Einverständnis der Landesregierung mit dem Antrag.
Für die Prävention und die psychische
Versorgung stünden zurzeit nur noch 10.000 Euro zur Verfügung.
Die Stadt Flensburg hat angeboten, ihren Anteil zuzuschießen,
um auch weiterhin die psychosoziale Betreuung zu gewährleisten.
Nach Vorstellung des Sozialministeriums sollte der öffentliche
Gesundheitsdienst der Fördestadt die Aufgaben übernehmen. Da
der städtische Gesundheitsdienst aber nur die rein
medizinische, nicht aber die seelische Versorgung garantieren
könne, sprachen sich die Antragsteller und die FDP für einen
freien Träger als Betreiber der Einrichtung aus. Die CDU
betonte hingegen, sie wolle nicht durch Landesvorgaben in
regionale Belange hineinregieren – deswegen enthielt sie sich,
wie auch die FDP-Parlamentariern Veronika Kolb.
Hauptredner:
Silke Hinrichsen (SSW),
Anna Schlosser-Keichel (SPD), Frauke Tengler (CDU), Veronika
Kolb (FDP, Monika Heinold (Grüne), Bildungsministerin Ute
Erdsiek-Rave in Vertretung von Sozialministerin Heide Moser
(beide SPD)
Hintergrund:
Der SSW
fordert die Landesregierung auf, die AIDS-Hilfe Flensburg
auch zukünftig in der bisherigen Höhe finanziell zu
unterstützen. Hintergrund: Das Sozialministerium hat
angekündigt, die Zuschüsse für die Beratungseinrichtung
von bislang jährlich 66.000 Euro zu halbieren. Nach
Vorstellungen des Ministeriums soll die Stadt Flensburg
die übrigen Kosten und die damit verbundenen
Verantwortlichkeiten übernehmen. Hiergegen regt sich
Protest in der Fördestadt. Die Einrichtung ist seit
Januar dieses Jahres aufgrund der Mittelknappheit
geschlossen.
Die Flensburger AIDS-Hilfe betreute vor der
Schließung 74 HIV-positive oder AIDS-kranke Klienten.
Insgesamt gibt es in Schleswig-Holstein rund 1.800
Menschen, die mit dem HIV-Virus infiziert sind. Bei circa
600 ist die Krankheit AIDS ausgebrochen. Die
Beratungsstellen haben in den letzten Jahren eine
steigende Zahl an Neuinfektionen registriert.mehr
Informationen: Internetseiten
der AIDs-Hilfe Flensburg e.V.
(www.aidshilfe-flensburg.de)
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