Auf dieser Seite: Kulturhauptstadt - EU-Erweiterung

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Top 39a: 
Unterstützung der Bewerbung Lübecks zur "Kulturhauptstadt Europas 2010"
Antrag der Fraktionen von CDU, SPD, B`90/Grüne, FDP und den Abg. des SSW 

Drucksache: 15/3398
-Plenarprotokoll-
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Top 29: 
Neue Partner und Nachbarn willkommen
Antrag der Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Antrag der Fraktionen von SPD, CDU, FDP, B`90/GRÜNE und der Abgeordneten des SSW - Drs.
15/3414
Drucksache: 15/3381
-Plenarprotokoll-
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Kulturhauptstadt 2010: 
Landtag steht voll hinter Lübeck

Kiel (SHL) Burgtor, Buddenbrooks, Backsteingotik und nicht zuletzt der Fußball-Zweitligist VfB - die Hansestadt Lübeck soll im Jahre 2010 Kulturhauptstadt Europas werden. Diese Absicht unterstrich der Landtag am Donnerstag, 29. April 2004, mit einem von allen Parteien eingebrachten und einstimmig beschlossenen Antrag. Die Hansestadt erfülle als Träger des Titels Weltkulturerbe, als deutsche Stadt mit europäischer Geschichte sowie als Tor zur Ostseeregion alle Voraussetzungen und Richtlinien für eine erfolgreiche Bewerbung, hieß es übereinstimmend im Plenum. Einvernehmen bestand auch darüber, dass im Falle einer für Lübeck positiven Entscheidung finanzielle Hilfen des Landes unumgänglich seien.

Unterschiedliche Auffassung gab es lediglich bei der Frage einer geeigneten Partnerstadt für Lübeck: Während sich die FDP-Fraktion für eine Partnerstadt aus dem Ostseeraum wie etwa Danzig oder Riga aussprachen, verwies Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) auf einen Beschluss der EU. Demnach ist dem deutschen Bewerber ein Partner aus dem neuen Mitgliedsstaat Ungarn zugewiesen. Mit dem breitem Votum des Landtages werden auch die schleswig-holsteinischen Abgeordneten in Bundestag und Europaparlament aufgefordert, sich für die Bewerbung einzusetzen.

Das Vorschlagsrecht für diesen Titel liegt für 2010 bei Deutschland und Lübeck ist die einzige Bewerberstadt aus Schleswig-Holstein. Neben Lübeck bewerben sich 18 weitere deutsche Städte und Regionen wie Bremen, das Ruhrgebiet, Regensburg, Augsburg oder Köln. Der deutsche Bewerber soll im dritten Quartal 2005 an die EU übermittelt werden, wo die endgültige Entscheidung getroffen wird. Die Auswahl auf Bundesebene nimmt der Bundesrat, die Kultusministerkonferenz sowie das Außenministerium vor. Aktuelle Kulturhauptstädte sind Lille und Genua, im Jahre 2003 war es Graz. Die letzte deutsche Kulturhauptstadt war 1999 Weimar. Im Falle einer erfolgreichen Bewerbung sind in Lübeck Theater- und Filmvorführungen, Konzerte, Lesungen und sonstige Veranstaltungen geplant.

Hauptredner: Caroline Schwarz (CDU), Wolfgang Baasch (SPD), Ekkehard Klug (FDP), Angela Birk (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW), Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD)

Hintergrund:
  19 deutsche Städte bewerben sich um den Titel der „Kulturhauptstadt Europas" im Jahr 2010. Neben Bewerbern wie Bremen, dem Ruhrgebiet, Köln, Regensburg und Augsburg ist Lübeck der einzige Kandidat aus Schleswig-Holstein. Fraktionsübergreifend unterstützt der Landtag die Bewerbung der Hansestadt und spricht sich für eine finanzielle Unterstützung der Stadt aus.
  Der Titel der europäischen Kulturhauptstadt wird seit 1985 im jährlichen Wechsel vergeben. In diesem Jahr tragen Lille (Frankreich) und Genua (Italien) den Titel. Nach dem Rotationsprinzip erhalten die Länder der EU reihum die Gelegenheit, einen oder auch mehrere Kandidaten zu nominieren. 2010 ist Deutschland wieder an der Reihe, nachdem es zuletzt 1999 mit Weimar eine deutsche Kulturhauptstadt gab.
  Lübeck verweist in seiner Bewerbun
g unter anderem auf die europäische Bedeutung der Stadt während der Hanse-Zeit, die als UNESCO-Weltkulturerbe geführte Altstadt und die Literatur-Nobelpreisträger Thomas Mann und Günter Grass.
  Vorgesehen sind in Lübeck unter anderem Konzerte, Film- und Theatervorführungen, Lesungen, Ausstellungen und Vorträge.
  Der Termin für die Übermittlung des deutschen Bewerbers liegt im dritten Quartal 2005. Die Auswahl wird durch den Bundesrat, die Kultusministerkonferenz und das Außenministerium vorgenommen.

mehr Informationen: Hansestadt Lübeck zur Bewerbung 
(www.kulturhauptstadt-luebeck.de/ )

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EU-Erweiterung: Landtag heißt neue Mitglieder willkommen...
...
und mahnt: Politik muss Ängsten begegnen

Kiel (SHL). Zwei Tage vor der EU-Osterweiterung hat der Schleswig-Holsteinische Landtag die zehn Neu-Mitglieder in der Gemeinschaft willkommen geheißen. Eine entsprechende überfraktionelle Erklärung wurde am Donnerstag, 29. April 2004, einstimmig verabschiedet. Die Abgeordneten ordneten das Ereignis als historischen Meilenstein ein und lobten die Errungenschaften der ehemaligen Ostblockländer nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Gleichzeitig mahnten sie aber auch an, die Ängste vor der Erweiterung, die zum Beispiel in Deutschland zu beobachten seien, ernst zu nehmen. Die Politik sei aufgefordert, in der Öffentlichkeit die positiven Aspekte der EU zu unterstreichen – nach dem Motto: Europa ist nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung.

Am 1. Mai werden Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Ungarn, Malta und Zypern der Europäischen Union beitreten. Damit wird die EU von 15 auf 25 Mitglieder anwachsen, und die Bevölkerungszahl der Union steigt auf 455 Millionen. Vor diesem Hintergrund forderten die Parlamentarier einvernehmlich eine schnellstmögliche Ratifizierung der EU-Verfassung: Nur so könne der größer gewordene Staatenbund mit seinen zu erwartenden Interessen-Gegensätzen effektiv gelenkt werden. Der SSW forderte eine Volksabstimmung über die Verfassung.

Die Ostsee stehe nun im Zentrum der europäischen Entwicklung, hieß es weiter, und hiervon dürfe auch Russland mit seiner Exklave Kaliningrad nicht ausgenommen werden. Und: In der neuen EU müssten die Regionen mit ihren Gebietskörperschaften, wie zum Beispiel den deutschen Landsparlamenten, eine stärkere Rolle spielen.

Hauptredner: Ulrike Rodust (SPD), Manfred Ritzek (CDU), Joachim Behm (FDP), Detlef Matthiessen (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW), Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD)

Hintergrund:
  Am 1. Mai werden Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Ungarn, Malta und Zypern der Europäischen Union beitreten. Damit wird die EU von 15 auf 25 Mitglieder anwachsen. SPD und Grüne fordern den Landtag auf, diese Osterweiterung zu begrüßen und zu unterstützen.

  Einige Fakten zur neuen EU:
-- Die Gesamtbevölkerung der Union steigt von 380,8 auf 454,9 Millionen Einwohner
-- Die Fläche vergrößert sich um 23 Prozent auf fast vier Millionen Quadratkilometer
-- Die EU-Kommission wächst zunächst von 20 auf 30 Mitglieder. Ab 1. November stellt dann jedes Land einen Kommissar (zurzeit haben die großen Länder wie Deutschland zwei Vertreter), so dass die Kommission dann aus 25 Mitgliedern besteht.
-- Das EU-Parlament wächst von 626 auf 732 Abgeordnete. Während andere Alt-Mitglieder zugunsten der Beitrittsländer auf einen Teil ihrer Sitze verzichten, stellt Deutschland auch zukünftig 99 EU-Parlamentarier, davon drei aus Schleswig-Holstein
--Die durchschnittliche Arbeitslosenquote der Union steigt von acht auf neun Prozent. Um einen raschen Zuzug von Arbeitssuchenden aus den Beitrittsländern zu verhindern, gelten Beschränkungen von bis zu sieben Jahren.
-- Die Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung der EU wird durch die Erweiterung auf 90 Prozent des jetzigen Wertes sinken. Dadurch ändern sich auch die Förderkriterien der EU-Strukturfonds, die in Zukunft in stärkerem Maße den Beitrittsländern zugute kommen werden.

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „Polis" rechnen 71 Prozent der Deutschen mit einer verstärkten Abwanderung von Arbeitsplätzen in die neuen Mitgliedsländer. Der Faktor Arbeit ist in den neuen Staaten in jedem Fall billiger. So kostet eine Arbeitsstunde in Lettland 2,42 Euro gegenüber 22,21 im Durchschnitt der bisherigern 15er-EU.
  64 Prozent der Deutschen gehen aber auch davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im Osten neue Märkte erschließt. Das Statistische Bundesamt teilt diese Einschätzung: Die Exporte in die Beitrittsländer haben sich in den letzten zehn Jahren verzehnfacht. Allein im Jahr 2003 sind sie um 5,7 Prozent auf 56,5 Milliarden Euro gestiegen.

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Provinzial Nord
- Mittelstanförderungsgesetz

Am Rand notiert:
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