In Kürze: Meldungen 2 (Themen ohne Aussprache) 

xxx

Auf dieser Seite:


Flughafen Holtenau (Top 12; Drs. 16/21neu);  Feinstaub-Richtlinie (Top 13; Drs. 16/22neu); Jugendarbeitslosigkeit (Top 14; Drs. 16/24neu); Post-Monopol (Top 17; Drs. 16/28)


  Flughafen Holtenau:  Die Landesregierung soll in der September-Sitzung des Landtages ein Konzept über die Entwicklung des Flugverkehrs in Schleswig-Holstein und Hamburg vorlegen. Darin soll auch eine Einschätzung gegeben werden, welche Flughäfen aus- oder rückgebaut werden sollen. Der Antrag von den Grünen, der einstimmig befürwortet wurde, ist überschrieben mit dem Titel "Keine Geldverschwendung für den Ausbau des Flughafen Holtenau". Die Grünen befürchten die Vergeudung von Steuergeldern und wollen deshalb die Perspektiven des Regionalflughafens im Vorfeld klären lassen, bevor in die Bearbeitungsphase II eingestiegen wird.
  Der Flughafen-Ausbau sorgt über die Parteigrenzen hinweg für Zündstoff: So hat sich Kiels Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz (CDU) gegen den Flughafen-Ausbau ausgesprochen, während ihre Rathausfraktion für eine Vergrößerung von Kiel-Holtenau eintritt.
  Bernd Rohwer (SPD), Wirtschaftsminister unter Heide Simonis, hatte Mitte Oktober ein neues Gutachten zur Untermauerung seiner Ausbau-Pläne für Kiel-Holtenau vorgelegt. Danach soll die Neugestaltung 48,1 Millionen Euro kosten. Die Flughafengesellschaft benötige zunächst öffentliche Finanzspritzen, könne aber, so die Prognose, ab 2015 kostendeckend arbeiten. Voraussetzung sei ein Ausbau der Landebahn auf 1.950 Meter. 

mehr Infos: plenum-online, September 2004

  Jugendarbeitslosigkeit: Der Landtag hat die schwarz-rote Landesregierung am Mittwoch, 27. April, einstimmig aufgefordert, in der September-Sitzung über die über die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein seit Einführung von Hartz IV zu berichten. Die Abgeordneten folgten damit einem Antrag der Grünen. Hintergrund: Trotz der Reform am Arbeitsmarkt hat die Jugendarbeitslosigkeit im Bundesdurchschnitt zuletzt zugenommen.
  Rechtlich haben Jugendliche bis 25 Jahre seit Inkrafttreten von Hartz IV einen Anspruch auf eine Ausbildung beziehungsweise auf berufsbildende Maßnahmen. Die Grünen wollen wissen, ob Schleswig Holstein im Bundestrend liegt oder ob seit der Einführung von Hartz IV die Jugendarbeitslosigkeit zurückgegangen ist.
 
Das als Hartz IV bekannte und zum 1. Januar in Kraft getretene "Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" soll unter dem Motto "Fördern und Fordern" Menschen ohne Job die (Wieder-)Eingliederung in das Erwerbsleben ermöglichen. Es richtet sich auch an Langzeitarbeitslose. Bisherige erwerbslose Sozialhilfe-Empfänger erhalten erstmals das Recht auf Betreuung durch die Arbeitsvermittlung und Eingliederungshilfen. 

mehr Infos: plenum-online, Januar 2005
plenum-online, Dezember 2004

  Feinstaub: Einstimmig und ohne Aussprache hat der Landtag am Mittwoch, 27. April, einem Berichtsantrag der Grünen für die neue Regierung zur Umsetzung der EU-Feinstaub-Richtlinie zugestimmt: Danach soll Schwarz-Rot in der Mai-Sitzung über Kontrolle und Maßnahmen zur Einhaltung der Bestimmungen in Schleswig-Holstein informieren. 
  Nach der seit Jahresbeginn gültigen Richtlinie der Europäischen Union darf an lediglich 35 Tagen im Jahr ein Wert von 50 Mikrogramm Feinstaubpartikel pro Kubikmeter Luft erreicht werden. Städte im Bundesgebiet wie etwa Düsseldorf haben diese Marke längst überschritten. Feinstaub in großer Konzentration gilt als Auslöser von Entzündungen, Wucherungen, Asthma, Bronchitis oder Krebs.

  Post-MonopolGeschlossen hat der Landtag am Mittwoch, 27. April, einen Antrag der Liberalen für eine Bundesratsinitiative der schwarz-roten Landesregierung zur ortsnahen Sicherstellung von Postdienstleistungen gebilligt. In Gemeinden und Ämtern mit mehr als 2.000 Einwohnern soll die große Koalition auf eine Bestandsgarantie für Postfilialen drängen. Dafür wäre eine Änderung der Post-Universaldienstleistungsverordnung (PUDLV) notwendig.
  Hintergrund: Aufgrund des freien Wettbewerbes im Briefverkehr könnte es aufgrund von Rentabilitätskriterien zu zahlreichen Schließungen von Poststationen kommen. Die Große Koalition soll sich deshalb für eine Novellierung des PUDLV einsetzen, damit Privatleute für die Erledigung ihrer Postgeschäfte keine weiten Anreisen in Kauf nehmen müssen.
  Darüber hinaus machen sich die Freien Demokraten für garantierte Öffnungszeiten der stationären Einrichtungen stark. Sie sollen werktags grundsätzlich geöffnet haben (22 Stunden pro Woche). Ferner müssen die Angestellten der Filialen eine qualifizierte Ausbildung vorweisen können.

 

  


  zurück zum Seitenanfang

* * * * *

 

Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Dringlichkeit: - - -

Nachgerückt: 
Ulrike Rodust wieder dabei

Außerdem notiert: 
Heide Simonis sagt "Adieu"

FC Landtag weiter am Ball

K o n s t i t u i e r u n g
R e g i e r u n g

Wahl der Ministerpräsident/in
Landesminister

W e i t e r e  
T a g u n g s t  h e m e n

Geschäftsordnung
Kontrollrechte der Opposition
Verfassungsschutz 
(ohne Aussprache)
Bauwesen Eckernförde
(ohne Aussprache)
Maßregelvollzug
(ohne Aussprache)
Flughafen Holtenau
(ohne Aussprache)
Feinstaub-Richtlinie der EU
(ohne Aussprache)
Jugendarbeitslosigkeit
(ohne Aussprache)
Post-Monopol
(ohne Aussprache)
Immunität
(ohne Aussprache)
Richterwahlausschuss
(ohne Aussprache)

E x t r a s  /
H i n t e r g r u n d 

Wahlergebnis
Stichwort:
Konstituierung
  mit Blick in die Verfassung
Chronologie der Ereignisse
Ausschüsse:
Zusammensetzung
Statistik:
Zahlen aus dem Plenum