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Auf dieser Seite: KiTas – Beiträge / Mahlzeiten / Qualität 

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Top 22:
Umsetzung der Initiative "Kein Kind ohne Mahlzeit"
Antrag der Fraktion der FDP
Drucksache: 16/1947
-Plenarprotokoll-
       Aufruf gemeinsam mit Top:
Top 26:
Umsetzung eines beitragsfreien Kindertagesstätten-
Jahres in Schleswig-Holstein
Antrag der Fraktion der FDP
Antrag der Fraktionen von CDU und SPD – Drs. 16/2028
Drucksache: 16/1986
        sowie dem Top:
Top 40:
Beitragsfreie Kindertagesstätte, Stärkung der Qualität in den Kindertagesstätten und gesunde Mahlzeiten für alle Kinder

Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Drucksache: 16/2019

Kindergarten-Streit geht weiter: 
SPD beharrt auf „großem Wurf"

Kiel (SHL/23.04.) Der koalitionsinterne Streit um die Gratis-Kita geht weiter. In der letzten Landtagssitzung vor der Kommunalwahl untermauerten CDU und SPD ihre unterschiedlichen Standpunkte: Während die Union ein beitragsfreies Kindergartenjahr zum Sommer 2009 einführen will, beharren die Sozialdemokraten auf ihren weitergehenden Plänen, die Elternbeiträge bis 2013 komplett zu streichen. Ein solcher „großer Wurf" sichere Bildungs- und Entwicklungschancen auch für sozial benachteiligte Kinder, so die SPD-Parlamentarierin Astrid Höfs (Foto links). Vor dem Hintergrund der schwierigen Haushaltslage müsse die SPD mit ihren Plänen „auf dem Teppich bleiben", mahnte dagegen die CDU-Abgeordnete Heike Franzen (Foto rechts). In letzter Minute konnte sich die Koalition lediglich auf eines verständigen: Bis Juli soll die Landesregeierung ein Konzept vorlegen und es im Parlament präsentieren. Die Opposition warf Schwarz-Rot „Verzögerungstaktik statt verantwortungsvoller Politik" vor und beklagte ein „Elefantenrennen um die schönsten Wahlversprechen".

Stattdessen legten Grüne und FDP eigene Entwürfe vor. Die Grünen wollen 25 Millionen Euro Straßenbau-Gelder aus dem Schleswig-Holstein-Fonds in ein beitragsfreies letztes Kita-Jahr umleiten und damit auch den Bildungsauftrag stärken. Zudem will die Oppositionsfraktion die Grunderwerbssteuer erhöhen. Hiervon soll auch die Aktion "Kein Kind ohne Mahlzeit" profitieren. Es sei „beschämend", beklagte die Grünen-Abgeordnete Monika Heinold (Foto li.), dass schleswig-holsteinische Eltern bundesweit die höchsten Kindergarten-Beiträge zahlen müssten.

Landesweit einheitliche Standards für das kostenlose Mittagessen forderte Ekkehard Klug von den Liberalen (Foto re.): Die Landesregierung müsse „den Missstand abstellen", dass Kinder einkommensschwacher Familien in einigen Kreisen vom Mittagstisch ausgeschlossen werden, weil die Behörden nur die Kosten für die Vormittagsbetreuung übernehmen. „Taten statt schöner Worte" mahnte Klug hier an und verband dies auch mit dem Stichwort Qualität in der Betreuung. Dieser Bereich dürfe in der Debatte nicht aus den Augen verloren werden.

Ministerin: Mehrausgaben sind „keine zusätzliche Last, sondern eine notwendige Investition"

„Die Schulden, die wir heute machen, müssen unsere Kinder später bezahlen", plädierte die Christdemokratin Franzen für einen „verantwortungsvollen Umgang" mit dem Haushalt. „Auch wir wollen selbstverständlich langfristig die Beitragsfreiheit", betonte sie, „aber bitte im Rahmen des Machbaren und des Verantwortbaren". Diese Linie unterstützte auch Lars Harms vom SSW: „Wir sollten uns davor hüten, das Maximale zu fordern." Seriöse Finanzierungsvorschläge seien das A und O einer glaubwürdigen Politik.

„Irgendwann ist diese Argumentation nicht mehr haltbar", entgegnete die Sozialdemokratin Höfs. Die Einführung des freien dritten KiTa-Jahres im August 2009 dürfe nicht das Ende vom Einstieg in die kostenfreie Kindertagesbetreuung sein. Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD/Foto) ergänzte, „auch und gerade in einer schwierigen Haushaltssituation" müsse die kostenfreie KiTa das Ziel bleiben. Diese Mehrausgaben seien „keine zusätzliche Last, sondern eine notwendige Investition", denn sie erhöhen nach Auffassung der Ministerin in späteren Jahren das Wirtschaftswachstum.

Der Bildungs- und der Sozialausschuss beraten weiter.

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Hintergrund:
  In der Diskussion um ein beitragsfreies Kindertagesstättenjahr in Schleswig-Holstein liegen dem Landtag zwei Anträge vor.
   Die Liberalen wollen von der Landesregierung wissen, welche Pläne sie zu diesem Thema in der Tasche hat und wie es um die Finanzierung bestellt ist. Hierzu wird ein mündlicher Bericht in dieser Sitzung erbeten. Kurz vor Beginn der Aussprache legte die Koalition allerdings einen Antrag vor, der einen schriftlichen Regierungsbericht zu dem Thema zur Juli-Tagung verlangt.
   Die Grünen wollen für eine bessere Kindergartenbetreuung die bisher für den Straßenbau vorgesehenen Gelder nutzen und die Grunderwerbsteuer erhöhen. Konkret sollen die für 2009 eingeplanten Mittel des Schleswig-Holstein-Fonds zu 25 Prozent in die frühkindliche Bildung fließen. Das sind 25 Millionen Euro. Bisher geht ein Drittel des Fonds in den Straßenbau. Außerdem vorgesehen sind Einnahmen aus einer um einen Prozentpunkt höheren Grunderwerbsteuer und aus Einsparungen in der Verwaltung.
   Grundsätzlich wollen die Grünen neben einer kostenlosen warmen Mahlzeit für Kindergartenkinder den KiTa-Besuch mittelfristig vollständig beitragsfrei gestalten. Auf dem Weg dahin soll zunächst ab Sommer 2009 das letzte Jahr vor der Schule kostenfrei sein. Dadurch würden im ersten Jahr rund 17 Millionen Euro an Mehrausgaben anfallen und ab 2010 rund 35 Millionen jährlich.
   Weiterhin wollen die Grünen den Bildungsauftrag in den KiTas über das Zehn-Millionen-Euro-Programm "Clever starten" stärken. Es soll den Erziehern ab 2009 „zur Verbesserung der pädagogischen Qualität" zur Verfügung gestellt werden.
   Die Koalitionspartner CDU und SPD verfolgen verschiedene Konzepte in der Frage einer beitragsfreien Betreuung. Die CDU will ab 2009 für das letzte KiTa-Jahr keine Beiträge mehr verlangen; die SPD will dies nur unterstützen, wenn zugleich die Elternbeiträge bis 2013 für drei KiTa-Jahre vollständig abgeschafft werden. Das wiederum hält die Union nicht für finanzierbar. Dem Vernehmen nach soll das Thema nun im Koalitionsausschuss beraten werden.

"Kein Kind ohne Mahlzeit"

   Die FDP fordert Nachbesserungen bei der Initiative "Kein Kind ohne Mahlzeit". Die Landesregierung müsse verhindern, dass Kinder einkommensschwacher Familien in einigen Kreisen des Landes vom Gratis-Mittagessen ausgeschlossen werden, weil die Behörden nur die Kosten für die Vormittagsbetreuung übernehmen. Hintergrund: In den Kreisen Plön und Ostholstein sieht die Sozialstaffel eine Kostenübernahme nur für vier Stunden KiTa-Betreuung am Tag vor. Dies deckt häufig die Zeit von 8 bis 12 Uhr ab – und endet, bevor das Mittagessen auf den Tisch kommt.
  Die Liberalen sprechen sich nun für landesweit „einheitliche Kriterien" aus. Die von Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) ins Spiel gebrachte Verlegung der Kernbetreuungszeit auf 9 bis 13 Uhr hält die Oppositionsfraktion für „ungeeignet", weil sie Nachteile für berufstätige Eltern mit sich bringe.
  Eine Anfang April vorgestellte Querschnittsprüfung des Landesrechnungshofs weist auf große Unterschiede bei den KiTa-Gebühren und bei der Sozialstaffel innerhalb Schleswig-Holsteins hin. So liegen die Kosten für eine vierstündige Betreuung zwischen 87 und 168 Euro. Eine alleinerziehende Mutter mit 1.400 Euro netto im Monat müsste in Nordfriesland nichts für den KiTa-Aufenthalt ihres Kindes dazubezahlen. In Kiel müsste sie die Hälfte des Satzes beisteuern, in Neumünster und Ostholstein sogar die kompletten Kosten übernehmen.
   Die Aktion "Kein Kind ohne Mahlzeit" ist im Frühjahr angelaufen. Gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden hat das Sozialministerium landesweit regionale Kinderhilfsfonds eingerichtet. Das Geld in Höhe von zwei Millionen Euro stammt von der landeseigenen Stiftung "Familie in Not". Zudem werden weitere Sponsoren gesucht. Mit dem Stiftungsgeld sollen die schätzungsweise 4.000 bedürftigen Kinder in den rund 1.600 KiTas des Landes zwei Jahre lang versorgt werden.

vorherige Debatten zum Thema:
Krippenfinanzierung: plenum-online, Februar 2008
Mahlzeiten: plenum-online, Januar 2008
plenum-online,
Oktober 2007
KiTa-Verordnung: plenum-online, Juni 2007

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert

I n n e n  / R e c h t

1. Lesungen:
Behinderten-Beauftragter
Kinderschutz-Gesetz
Sparkassengesetz
(ohne Aussprache)
Landesverwaltungsgesetz
(ohne Aussprache)
Parlam.-Informationsgesetz
(ohne Aussprache)
Wahlen:
Landes-Verfassungsrichter
(ohne Aussprache)
Richterwahlausschuss
(ohne Aussprache)
Antrag:
Föderalismuskommission II
Berichte:
Petitionsausschuss
(ohne Aussprache)
Stellungnahme BVerfG
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. Lesung:
Ausbildungszentrumsgesetz
(ohne Aussprache)
Große Anfrage:
Gesundheits-Standort S-H
Wahl:
Bürgerbeauftragte
(ohne Aussprache)
Anträge:
KiTas: Beiträge; Mahlzeiten
Gesundheitsfonds
Jobcenter / Optionsmodell
Gesundheit - dt-dänische Zusammenarbeit
Jugendfreiwilligen-Dienste
(ohne Aussprache)
Berichte:
Sozial-Bestattungen
Organspenden
Pflegereform
(ohne Aussprache)
Arbeitshilfe SGB VIII
(ohne Aussprache)
Soziokulturelles Existenzminimum
(ohne Aussprache)
Zwangsverrentung
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesung:
Lehrerbildungs-Gesetz
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
ZVS / Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Große Anfrage:
Hochbegabten-Förderung
Anträge:
Lehrkräfte an Gymnasien
Anmeldung Sekundarstufe 1
Uni Flensburg
Berichte:
Universitätsklinikum SH
Gymnasium / G8

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. Lesung:
Bilgenentwässerungsverband / Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Anträge:
Ölförderung im Wattenmeer
Biologische Vielfalt
Kohlekraftwerke
Spülwassereinleitung Ostsee
(ohne Aussprache)
Berichte:
AKW-Unfälle
(ohne Aussprache)
GA Agrarstruktur / Küstenschutz
(ohne Aussprache)
Holzbeschaffungs-Richtlinie
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

1. Lesung:
Berufsakademie-Gesetz
(ohne Aussprache)
Große Anfrage:
Post-Dienstleistungen
Antrag:
Tariftreue
Berichte:
Stromnetz-Ausbau/ Erdkabel
Erneuerbare Energien
Zukunftsprogramm Wirtschaft / Erneuerbare Energie
(ohne Aussprache)

F i n a n z e nt

Anträge:
HSH Nordbank
Einkommens- und Vermögensentwicklung
(ohne Aussprache)
Bericht:
Landesfinanzen

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Bericht:
Nordseekooperation
(ohne Aussprache)