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Auf dieser Seite: HSH Nordbank

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Top 1
a.) Gesetzentwurf zum Staatsvertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Land Schleswig-Holstein über die Errichtung der "HSH Finanzfonds AöR" als rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts und Unterrichtung des Schleswig-Holsteinischen Landtages über die strategische Neuausrichtung der HSH

Gesetzentwurf der Landesregierung / Federführend ist das Finanzministerium – Drucksache 16/2511
(Ausschussüberweisung am 25. März 2008)
Bericht und Beschlussempfehlung des Finanzausschusses
Antrag der Fraktionen von CDU und SPD – Drucksache 16/2595
Antrag der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN – Drucksache 16/2598
b.) Keine Gewinnausschüttung der HSH Nordbank für 
das Jahr 2008
Antrag der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN – Drucksache 16/2545
Änderungsantrag der Fraktion der FDP – Drucksache 16/2599

   Aktuell: Die Tagesordnungspunkte werden in zwei nacheinander 
   aufgerufenen Debatten behandelt

Top 2
Personelle Konsequenzen in der HSH-Nordbank

Landtagsbeschluss vom 25. März 2009 – Drucksache 16/2543
Bericht der Landesregierung

Drs.: 16/2597


HSH-Rettungspaket: 
Grünes Licht aus Kiel

Der Weg für Drei-Milliarden-Kapitalspritze
und Zehn-Milliarden-Garantie ist frei

Kiel (lno/SHL/03.04.) Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat das Rettungspaket für die angeschlagene HSH Nordbank abgesegnet. CDU und SPD stimmten in einer außerordentlichen Tagung dafür, der Bank zusammen mit der Hansestadt Hamburg eine Kapitalspritze in Höhe von drei Milliarden Euro und Garantien über weitere zehn Milliarden Euro zu gewähren. FDP, Grüne und SSW lehnten das Paket in der namentlichen Abstimmung geschlossen ab. Nachdem die Hamburger Bürgerschaft bereits am Mittwoch ihr Votum abgegeben hat, ist der Weg nun frei für eine gemeinsame Länderanstalt öffentlichen Rechts, die der Bank das dringend benötigte Kapital liefern soll.

Es sei seine „tiefste Überzeugung", dass man die bestmögliche Lösung für das Land erarbeitet habe, sagte Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU/Foto links). Um Schaden vom Land Schleswig-Holstein abzuwenden, führe kein Weg an der Rettung der Bank vorbei. „Bauchschmerzen kann sie einem bereiten, trotzdem bleibt die Entscheidung Kopfsache", betonte Carstensen. 

CDU-Fraktionschef Johann Wadephul (Foto rechts) sagte, es habe zuvor wohl keine Entscheidung gegeben, die den Abgeordneten so schwer gefallen und den Menschen so schwer zu erklären sei. Letztendlich habe seine Fraktion aber keine verantwortbare Alternative gesehen.

Verbindliche Einbindung des 
SoFFin gefordert

Dies unterstrich auch der Fraktionsvorsitzende der SPD, Ralf Stegner (Foto links). Am Vorgehen der Landesregierung äußerte er dennoch Kritik. Der Bund habe immer erklärt, keine systemrelevante Bank untergehen zu lassen. Somit hätte es aus seiner Sicht schon im vergangenen Herbst andere politische Möglichkeiten gegeben. „Eine frühzeitige gemeinsame Strategie mit dem Bund hätte dem Parlament ein deutlich besseres Gefühl gegeben", sagte Stegner.

Zusammen mit dem Gesetz zum Staatsvertrag verabschiedete das Parlament eine von der Koalition vorgelegte Resolution, mit der es unter anderem die verbindliche Einbindung des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) fordert. Die Abgeordneten wollen damit verhindern, dass das Land erneut zur Kasse gebeten wird, falls das neue Geschäftsmodell scheitert.

Untersuchungsausschuss statt „Märchenstunde" 

FDP, Grüne und SSW, die bereits angekündigt hatten, wie in Hamburg einen Untersuchungsausschuss beantragen zu wollen, begründeten ihre Ablehnung vor allem mit einem massiven Vertrauensverlust in Bank und Landesregierung. Die Pläne von Vorstand und Aufsichtsrat, dem auch Finanzminister Rainer Wiegard (CDU) und Innenminister Lothar Hay (SPD) angehören, dienten lediglich dazu, Fehler der Vergangenheit zu verschleiern, sagte der Vorsitzende der FDP-Fraktion und Oppositionsführer im Landtag, Wolfgang Kubicki (Foto links)

Die „Märchenstunde" des Finanzministers müsse ein Ende finden, forderte Grünen-Fraktionschef Karl-Martin Hentschel (Foto rechts). Die Landesregierung habe sich von den Interessen einer Bank und nicht vom Wohl der Schleswig-Holsteiner leiten lassen, kritisierte der SSW-Abgeordnete Lars Harms.

Personelle Konsequenzen? (Debatte zu TOP 2)

Manager der HSH Nordbank sollen künftig maximal 500.000 Euro verdienen, solange die öffentliche Hand die Bank stützt. Diese Zahl nannte Finanzminister Wiegard in einem von den Grünen geforderten Bericht zu personellen Konsequenzen in der HSH. Außerdem werden, so Wiegard, künftig „deutlich weniger" Mitglieder im Vorstand der Kernbank wirken. Bislang sind es sieben Personen.

Der Minister plädierte dafür, dass die Gehälter „an langfristigen und nachhaltigen Zielen ausgerichtet und transparent" sein müssten. Die Vergütungen dürften nicht dazu verleiten, unangemessene Risiken einzugehen. Die Höhe der Bezüge solle vor allem „die persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage und die Zukunftsaussichten des Konzerns" widerspiegeln. Die Regierungen von Schleswig-Holstein und Hamburg seien „in diesen Punkten mit der HSH Nordbank AG im Dialog", erklärte Wiegard.

Eine vertiefende Debatte im Plenum fand zu diesem Tagesordnungspunkt nicht statt. Redner aller Fraktionen verwiesen auf den von der Opposition geforderten Untersuchungsausschuss, der weitere Fragen klären soll.

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Hintergrund:
Die Landtagsmehrheit zur Rettung der HSH Nordbank scheint zu stehen. Die Fraktionen von CDU und SPD haben sich am Dienstag auf Bedingungen geeinigt, unter denen sie den Milliardenhilfen für die Bank zustimmen wollen. Die Resolution soll in dieser außerordentlichen Tagung (siehe Stichwort) im Landtag beschlossen werden – zusammen mit dem Staatsvertrag mit der Hansestadt Hamburg zur Gründung einer gemeinsamen Anstalt öffentlichen Rechts.

Die Landesregierungen von Schleswig-Holstein und Hamburg, die zusammen rund 60 Prozent der HSH-Anteile halten, hatten im Februar angekündigt, der durch die Finanzkrise angeschlagenen Bank mit einer Drei-Milliarden-Euro Kapitalspritze sowie einer Garantie über weiterte zehn Milliarden unter die Arme zu greifen. Letztlich müssen aber die beiden Landesparlamente das Geld freigeben. Die Bürgerschaft der Hansestadt hat bereits am Mittwoch ihr "Ja" zum Rettungspakt gegeben.

   Koalition bringt Resolution ein

Die schwarz-rote Koalition will der Landesregierung nun eine Reihe von Aufgaben und Fristen auf den Weg geben: Bis zum 1. September soll ein Konzept über die geplante Aufspaltung der HSH vorliegen, bis zum Jahresende soll die Bank geteilt werden. Vorstand und Regierung hatten dies bislang stets als zu kurzfristig bezeichnet. Laut dem neuen Geschäftsmodell soll eine Kernbank sich auf regionale Firmenkunden, Schifffahrt, Luftfahrt, erneuerbare Energien und Immobilien in Deutschland konzentrieren. Risikobehaftete Wertpapiere und „nicht strategische" Geschäftsfelder sollen von einer noch zu gründenden Abbaubank abgewickelt werden. Zudem soll die Landesregierung bis zum 1. Oktober ein Konzept erarbeiten, welche Rolle die HSH in einer künftigen Landesbankenstruktur spielen soll.

Außerdem fordern CDU und SPD, dass die Risiken, für die das Land im Garantiefall geradestehen müsste, eindeutig festgelegt werden. Christ- und Sozialdemokraten fordern auch die Unterstützung des Bundes-Rettungsfonds SoFFin für die Kernbank. Zudem soll ein "Frühwarnsystem" dafür sorgen, dass das Parlament die Bankgeschäfte künftig besser kontrollierten kann. Die Koalition will verhindern, dass die Bank die Garantien der beiden Länder nur aus strategischen Gründen abruft, um sich Vorteile auf dem Finanzmarkt zu verschaffen.

   Grüne wollen Entscheidung vertagen

Die Grünen fordern in einem eigenen Antrag, die Entscheidung über das HSH-Paket auf den 24. April zu vertagen. Bis dahin soll eine Kommission aus Landesregierung, Landtagsabgeordneten und Bank-Fachleuten die weiteren rund 20 Alternativen zur Zukunft der Bank prüfen, die der Vorstand dem Vernehmen nach bereits intern durchgespielt hat. Zudem sprechen sich die Grünen für einen „schnellst möglichen Ausstieg des Landes aus der HSH", für eine Begrenzung der Vorstandsgehälter und für einen verbindlichen Verhaltenskodex für die Manager aus.

Unterdessen hat die FDP angekündigt, dem Gesetzentwurf trotz der von der Koalition vorgesehenen zusätzlichen Vorgaben an das Kreditinstitut nicht zuzustimmen.

   Diskussion um Manager-Vergütung

Zur Manager-Vergütung legt die Landesregierung einen Bericht vor, den die Grünen beantragt haben. Das Finanzministerium plädiert dafür, dass die Gehälter „an langfristigen und nachhaltigen Zielen ausgerichtet und transparent" sein müssten. Die Vergütungen dürften nicht dazu verleiten, unangemessene Risiken einzugehen. Die Höhe der Bezüge soll vor allem „die persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage und die Zukunftsaussichten des Konzerns" widerspiegeln. Die Regierungen von Schleswig-Holstein und Hamburg seien „in diesen Punkten mit der HSH Nordbank AG im Dialog", heißt es in dem Bericht. Zudem will die Landesregierung auf Basis des Gutachtens, das die Wirtschaftsprüfer KPMG zurzeit erstellen, die Verantwortlichen für die Fehlentwicklungen der letzten Jahre ermitteln. Hierbei sollten Vorstandsmitglieder, weitere Bankmitarbeiter aber auch die Aufsichtsräte unter die Lupe genommen werden.

1. Lesung: plenum-online, März 2009
Weitere Debatte zum Thema: plenum-online, Februar 2009

Stichwort: Außerordentliche Tagung
In der Geschäftsordnung des Landtages heißt es (§46): 
(1) In besonderen Fällen kann die Präsidentin oder der Präsident den Landtag zu außerordentlichen Tagungen einberufen.
(2) Die Präsidentin oder der Präsident muss den Landtag einberufen, wenn achtzehn Abgeordnete oder die Landesregierung es verlangen.
(3) Außerordentliche Tagungen dürfen nicht einberufen
werden, wenn lediglich eine Aktuelle Stunde stattfinden soll.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Vereidigung des Wirtschaftsministers

Der neue Landtagsdirektor nimmt Platz...

F i n a n z e n

2. Lesung:

Staatsvertrag HSH Nordbank
Bericht:

Personelle Konsequenzen
in der HSH Bank