Top 18 - KoPers / IT-System für das Personalwesen

20.11.2015

Berichtsantrag der...
Fraktion der FDP - Drucksache 18/3344
"Projekt KoPers: Konsequenzen aus der erneuten Verzögerung der Einführungsplanung für die Abrechnungsverfahren"

» Hinweis: Eine Aussprache ist nicht vorgesehen

 

Wird “KoPers“ zum Millionengrab?

Die sich hinziehende vollständige Einführung des Personalverwaltungsprogramms “KoPers“ beschäftigt jetzt auch den Landtag. Die Liberalen verlangen von der Landesregierung Auskunft darüber, welche Auswirkungen die Verzögerungen auf die Wirtschaftlichkeit des Projektes haben. Ein mündlicher Bericht wurde für die Dezember-Tagung beantragt.

“KoPers“ ist die Abkürzung für “Kooperation Personaldienste“ und meint die von Schleswig-Holstein und Hamburg anvisierte gemeinsame digitale Verwaltung ihrer 110.000 Bediensteten. Für die Entwicklung der Software ist seit 2011 die Software-Firma P & I zuständig. Die Länder erhofften sich von der Software Einsparungen in Millionenhöhe.

Medienberichten zufolge entwickelt sich “KoPers“ wegen der Verzögerungen allerdings zu einem teuren Unterfangen. Allein Schleswig-Holstein habe bereits 30 Million Euro mehr ausgegeben als geplant. Ursprünglich hatten Hamburg und Schleswig-Holstein je 60 Millionen Euro für das Programm veranschlagt. 


Stichwort

Das Land Schleswig-Holstein entwickelt zurzeit die Grundlagen für ein modernes und serviceorientiertes Personalmanagement. Dabei werden unter anderem die Aufgabenbereiche der Personalverwaltung mit denen der Personalabrechnung stärker verzahnt. Das IT-Verfahren KoPers (Kooperation Personaldienste) bietet die Möglichkeit, behördenübergreifende Abläufe integriert zu bearbeiten.

KoPers wird stufenweise eingeführt. Die Versorgungsempfänger erhalten Ihre Abrechnungen bereits seit April 2014 aus KoPers. Zu erkennen ist dies am veränderten Abrechnungsblatt ihrer Versorgungsbezüge. Nach der Einführung in den Abrechnungsbereichen Besoldung und Entgelt soll die Personalverwaltung mit weiteren Funktionen Ressort für Ressort in KoPers integriert werden.

Ziel ist es, durch die Einführung der integrierten Gesamtlösung, Synergieeffekte zu nutzen sowie Schnittstellen und Medienbrüche zu reduzieren. Mit diesem Vorhaben soll mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit im Personalmanagement erreicht werden.