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in der Reihenfolge der Debatte

» Heiner Garg, FDP

» Karsten Jasper, CDU

» Ralf Stegner, SPD

» Marret Bohn, Grüne

» Wolfgang Dudda, Piraten

» Flemming Meyer, SSW

» Sozialministerin Kristin Alheit, SPD

Top 27 - Altersvorsorge

09.06.2016

» Antrag «
Für eine zukunftssichere Altersvorsorge
Antrag der Fraktion der FDP - Drucksache 18/4217

→ zum Plenarprotokoll

 

FDP wirbt für flexiblen Renteneintritt ab dem 60. Lebensjahr

Die auf Bundesebene von CDU, CSU und SPD angeschobene Debatte um die Zukunft der Altersvorsorge ist auf Druck der FDP nun auch im Landtag angekommen. Die Liberalen in Kiel plädieren in einem Antrag für mehr individuelle Freiheit in diesem Bereich – unter anderem heißt es zum Stichwort “Flexibler Renteneintritt“: „Alle Versicherten ab dem 60. Lebensjahr sollen frei entscheiden können, ob und wie lange sie ihre Rente beziehen wollen“.

Was mache es für einen Sinn, einen 60-jährigen Dachdeckermeister zu zwingen, weiterzuarbeiten, wenn er gesundheitlich dazu gar nicht mehr in der Lage ist?, fragte Heiner Garg (FDP). Das gehe an der Lebenswirklichkeit vorbei. Umgekehrt müsse ein Hochschullehrer länger forschen können, wenn er dies wolle.

In der sachlich geführten Debatte betonten Vertreter aller Fraktionen, dass angesichts des absehbaren Rückgangs der Beitragszahler bei gleichzeitigem Anstieg der Rentner die Weichen neu gestellt werden müssten. SPD, Piraten und SSW sprachen sich für die Einführung einer Bürgerversicherung aus.

Das Thema soll jetzt im Wirtschaftsausschuss und im Sozialausschuss weiter beraten werden.

Weitere Hauptredner:
Karsten Jasper (CDU), Ralf Stegner (SPD), Marret Bohn (Grüne), Wolfgang Dudda (Piraten), Flemming Meyer (SSW), Sozialministerin Kristin Alheit (SPD)

 

Hintergrund

(Stand: 06.06.2016)

In einem elfseitigen Antrag regen die Liberalen eine Neubetrachtung der Altersvorsorge an. „Digitalisierung, demographischer Wandel und Internationalisierung: große Umbrüche prägen unser Leben – und damit auch die Arbeitswelt und die sozialen Sicherungssysteme“, heißt es in dem Papier, das dazu aufruft, individuelle Vorsorgekomponenten stärker zu betrachten.

So sollte für eine „nachhaltige Alterssicherung“ und zur Abwehr von immer weiter um sich greifender Altersarmut die gesetzliche Rentenversicherung um private und gegebenenfalls betriebliche Maßnahmen ergänzt werden. Für die FDP steht fest: „Eine moderne Altersvorsorge muss unterschiedliche individuell kombinierbare Vorsorgekomponenten enthalten“.

Angeregt wird zudem ein flexibler Renteneintritt. „Alle Versicherten ab dem 60. Lebensjahr sollen frei entscheiden können, ob und wann sie ihre Rente beziehen. Sie können ihre Arbeitszeit bei Bedarf reduzieren und ergänzend einen Teil ihrer Rente beziehen. Das macht eine längere Teilhabe am Erwerbsleben für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer attraktiv“, schreiben die Liberalen.