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in der Reihenfolge der Debatte

» Birte Pauls, SPD

» Karsten Jasper, CDU

» Marret Bohn, Grüne

» Anita Klahn, FDP

» Wolfgang Dudda, Piraten

» Flemming Meyer, SSW

» Sozialministerin Kristin Alheit, SPD

Top 28 - Hospize / Palliativmedizin

10.06.2016

» Antrag «
Mehr stationäre Plätze und eine umfassendere finanzielle Unterstützung für ehrenamtlich Tätige im Hospiz- und Palliativwesen
Antrag der Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen sowie der Abgeordneten des SSW - Drucksache 18/4240

→ zum Plenarprotokoll

 

Landtag reagiert auf Lücken in der Hospiz-Versorgung

Einstimmig hat das Plenum die Landesregierung aufgefordert, den Bedarf an stationären Hospizplätzen im Land zu ermitteln. Der angenommene Antrag der Koalitionsfraktionen regt zudem eine Koordinationsstelle an, um die in der Hospizarbeit tätigen ehrenamtlichen Kräfte zu unterstützen. Dieser Punkt stieß in der Debatte zunächst auf Skepsis.

Die Union wandte sich gegen eine solche Stelle, falls diese beim Land angesiedelt werden soll. Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) zerstreute die Bedenken: Der Hospiz- und Palliativverband hätte bereits erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen.

Birte Pauls (SPD) betonte bei der Begründung des Antrags den Handlungsbedarf. Derzeit klaffe eine Lücke in der Hospiz-Versorgung. Schleswig-Holstein habe lediglich 66 Plätze, die sich auf sechs Hospize verteilen. Notwendig seien mindestens 50 Betten pro eine Million Einwohner.

Weitere Hauptredner:
Karsten Jasper (CDU), Marret Bohn (Grüne), Anita Klahn (FDP), Wolfgang Dudda (Piraten), Flemming Meyer (SSW)

 

Hintergrund

Stand: 06.06.2016)

SPD, Grüne und SSW wollen die stationären Hospizplätze in Schleswig-Holstein aufstocken sowie die ehrenamtliche Hospiz- und Palliativarbeit stärken. Der Runde Tisch des Sozialausschusses  des Landtages zur Hospiz- und Palliativversorgung habe ergeben, dass die derzeit 66 Plätze verteilt auf sechs stationäre Hospize nicht ausreichten.

Deshalb soll die Landesregierung den Bedarf ermitteln und Maßnahmen für eine bessere Versorgung unterstützen – möglichst wohnortnah in ganz Schleswig-Holstein,  heißt es im Antrag der Koalitionsfraktionen. Insbesondere weniger versorgte Regionen sollen gestärkt werden. Der Deutsche Hospiz- und Palliativverband beziffert den Bedarf an stationären Plätzen auf 50 Betten pro einer Million Einwohner.

» Vorherige Debatte zum Thema:
plenum-online
Februar 2015