Der Landtag trauert

21.09.2016

Der Landtag trauert

Der Landtag hat zu Beginn seiner Januar-Tagung in einer Schweigeminute des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog und der ehemaligen Abgeordneten Maria Lindenmeier gedacht. Auch den zwölf Opfern des Terroranschlages vom Berliner Weihnachtsmarkt und ihren Angehörigen galt das Mitgefühl der Abgeordneten.

Der Attentäter von Berlin und seine Gesinnungsgenossen stünden für das „abgrundtief Böse in dieser Welt, dem wir gemeinsam und mit aller Entschiedenheit begegnen müssen“, sagte Landtagspräsident Schlie. Er rief dazu auf, die Demokratie „wachsam“ zu verteidigen. Es gelte gemeinsam den Mut zu behalten, „Gutes zu tun und an das Richtige zu glauben, statt Hass mit Hass zu vergelten.“

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Alt-Bundespräsident Roman Herzog (Foto: dpa)

Den am 10. Januar im Alter von 82 Jahren verstorbenen Altbundespräsidenten Roman Herzog würdigte der Landtagspräsident als einen herausragenden Staatsmann, überzeugten Europäer und wortgewaltigen Mahner, „der unserem Land, unserer Gesellschaft, wie wohl nur wenige in den vergangenen Jahren gedient und sie geprägt hat“. Herzog, der als erster Bundespräsident von einer gesamtdeutschen Bundesversammlung gewählt wurde, „war nichts Geringeres als ein Glücksfall für das wiedervereinte Deutschland“, sagte Schlie. „Roman Herzog vereinte scharfe Intelligenz, hohe Kompetenz und Führungsstärke mit geschichtlicher Tiefe, visionärer Utopie und großer Unabhängigkeit.“ Herzog war von 1994 bis 1999 Bundespräsident.

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Maria Lindenmeier (Foto: Landesarchiv)

Auch der ehemaligen SPD-Abgeordneten Maria Lindenmeier, die am 29. Dezember im Alter von 93 Jahren verstorben ist, galten die Gedanken der Landesparlamentarier. Die langjährige Geschäftsführerin der Europa-Union Schleswig-Holstein gehörte dem Landtag von 1975 bis 1987 an. „Ihr und ihrem Wirken werden wir ein ehrendes Andenken bewahren“, erinnerte Schlie an die Verstorbene.

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