Auf dieser Seite: Stiftung Meereswissenschaften (1. Lesung) - Haus d. Geschichte

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Top 05: 
Entwurf eines Gesetzes über die Errichtung der Stiftung "Leibniz-Institut für Meereswissenschaften"
Gesetzentwurf der Landesregierung

Drucksache: 15/2793
-Plenarprotokoll-
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Top 25: 
Haus der Geschichte
Antrag der Fraktion der CDU und der Abgeordneten des SSW
Drucksache: 15/2841
-Plenarprotokoll-
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GEOMAR und IfM fusionieren
Neues "Leibniz-Institut für Meereswissenschaften" 
ein Forschungseinrichtung von Weltrang

Kiel (SHL). Einhellig hat sich der Landtag am Donnerstag, 28. August 2003, in Erster Lesung für die Vereinigung der Institute Marine Geowissenschaften (GEOMAR) und Meereskunde (IfM) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zum neuen Leibniz-Institut für Meereswissenschaften ausgesprochen. Damit entsteht ein neues Meeresforschungs-Institut von Weltrang, befand  Forschungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD). Die Aufwertung zu einem Leibniz-Institut soll sich darüber hinaus positiv auf den Landeshaushalt auswirken: Bund, Land und Ländergemeinschaft teilen sich künftig die staatlichen Zuschüsse für das Institut in Höhe von rund 20 Millionen Euro jährlich. Diese Mischförderung galt bislang schon für das IfM. Das GEOMAR wurde hingegen bislang allein aus Landesmitteln finanziert.

Durch den Zusammenschluss werde die internationale Konkurrenzfähigkeit der Institute sicher gestellt, erklärte Erdsiek-Rave. Das zeigten auch die eingeworbenen Drittmitteln in Höhe von 13,5 Millionen Euro - ein Betrag der "Spitze in Deutschland" sei, so die Ministerin. Sie appellierte an den Landtag, das Gesetz zügig umzusetzen, um die Fusion der Institute zum 1. Januar des kommenden Jahres sicher zu stellen.

Die Fusion wurde fraktionsübergreifend - ungeachtet 
der politischen Couleur – gelobt:

Jost de Jager (CDU): "Schon jetzt sind die beiden Institute führend in der Forschung, in der Zukunft werden sie in der Champions League spielen." 

Jürgen Weber (SPD): "Die maritimen Wissenschaften in Kiel werden nach der Neuordnung sehr gut aufgestellt sein für den internationalen Wettbewerb." 

Ekkehard Klug (FDP) "Mit einem Grundetat von 20 Millionen Euro ist (...) das neue Institut für schleswig-holsteinische Verhältnisse ein ‚Big Player‘ in der Forschungslandschaft des Landes." 

Detlef Mathiessen (Grüne): "Zwei Perlen maritimer Forschung vereinen sich zu einem Schmuckstück." 

Lars Harms (SSW): "Mit der Fusion wird ein wichtiger Impuls für die maritime Wirtschaft und die entsprechende Forschung gesetzt. Schleswig-Holstein erhält eine Institution, die sich auf europäischer Ebene sehen lassen kann".

Hintergrund:
  Das Forschungszentrum für Marine Geowissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (GEOMAR) und das Institut für Meereskunde an der Universität Kiel (IfM) vereinigen sich am 1. Januar 2004 zum neuen Leibnitz-Institut für Meereswissenschaften. Dadurch entsteht eine Forschungseinrichtung mit circa 375 Mitarbeitern. Der Etat wird auf rund 40 Millionen Euro veranschlagt. Diese Summe setzt sich je zur Hälfte aus staatlicher Förderung und aus im Wettbewerb mit anderen Forschungseinrichtungen erworbenen Drittmitteln zusammen. Das Institut konzentriert sich auf vier Themenbereiche:
  • Dynamik der Erdkruste und des Erdmantels
  • Ozeanzirkulation und Klimadynamik
  • Marine Biogeochemie
  • Marine Ökologie.

  Ziel ist die Erforschung globaler Veränderungen der Ozeane und des Meeresbodens. Das neue Institut soll die Position Kiels als Standort für weltweit anerkannte Meeresforschung weiter festigen. Die Landesregierung erhofft sich zudem Impulse für die regionale maritime Wirtschaft.

mehr Informationen: Forschungszentrum für Marine Geowissenschaften der Uni Kiel
(www.geomar.de)
mehr Informationen: 
Institut für Meereskunde an der Universität Kiel
(www.ifm.uni-kiel.de)

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Das Haus der Geschichte
oder
Die unendliche Geschichte

Kiel (SHL). Das schleswig-holsteinische "Haus der Geschichte" bleibt vorerst ein virtuelles Bauwerk. Der Landtag hat einen gemeinsamen Antrag von CDU-Fraktion und SSW am Freitag, 29. August 2003, mit den Stimmen von Rot-Grün und FDP abgelehnt. Der Antrag sah unter anderem die Schaffung eines Beirats und die Anwerbung von Sponsoren vor. Die Landesregierung hatte im Mai dieses Jahres aufgrund der angespannten Haushaltslage eine Realisierung des Vorhabens bis zum Ende der Legislaturperiode verworfen. Kultusministerin Erdsiek-Rave unterstütze allerdings einen Vorschlag der Antragstellenden, zunächst ein "virtuelles Haus der Geschichte" im Internet einzurichten. 

"Wenn dieser virtuelle Gang durch die Geschichte gut angenommen wird und man sehen kann, was ein Haus der Geschichte leisten kann, dann rücken wir der Verwirklichung unseres Ziels, ein lebendiges, begehbares Museum für alle zu schaffen, einen wesentlichen Schritt näher", sagte die Ministerin.

Zur Vorgeschichte: Im Februar 2001 hatte sich der Landtag einstimmig für den Aufbau eines schleswig-holsteinischen "Hauses der Geschichte" ausgesprochen. Um den Standort bewarben Kiel, Schleswig, und Rendsburg/Büdelsdorf mit eigenen Konzepten zur Realisierung des Vorhabens. 

Hauptredner: Caroline Schwarz (CDU), Jürgen Weber (SPD), Dr. Ekkehard Klug (FDP), Irene Fröhlich (Grüne) und Anke Spoorendonk (SSW), Kultusministerium Ersiek-Rave (SPD).

Hintergrund:
  Im Februar 2001 hatte sich der Landtag einstimmig für den Aufbau eines schleswig-holsteinischen "Hauses der Geschichte" ausgesprochen, eines Museums zur neueren Landesgeschichte. Kiel, Schleswig sowie Rendsburg/Büdelsdorf bewerben sich als Standort. CDU und SSW plädieren für Schleswig, die Grünen für Kiel, die SPD hält das Projekt momentan nicht für finanzierbar. Knackpunkt: die Suche nach einem finanziellen Konzept, das sich nach einer Anschubfinanzierung durch das Land selbst trägt.

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