In Kürze: Meldungen 2 (Themen ohne Aussprache) 

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Mittelstandsoffensive  (Top 13; Drs. 15/2824); Verwaltungsreform (Top 14; Drs. 15/2825); Grundsicherung (Top 17; Drs. 15/2828)


   Mittelstandsoffensive:  Die Landesregierung soll die Ergebnisse der im Herbst 2002 angekündigten Mittelstandsoffensive vorstellen. Der Berichtsantrag, der von der FDP stammt, wurde im Landtag einmütig angenommen. Die Regierung soll unter anderem darlegen, was sie unternommen und konkret erreicht hat, um die wachsenden Kreditsorgen der mittelständischen Unternehmen zu lindern oder sie bei Steuern und Statistik zu entlasten. Gefragt wird auch, was aus einem Mittelstands-TÜV für Gesetze und Verordnungen geworden ist. Hintergrund: Der Mittelstand ist das Rückgrat der heimischen Wirtschaft. Mehr als 90 Prozent der Betriebe im Land sind kleine oder mittelständische Unternehmen. Sie bieten 70 Prozent der Arbeits- und 80 Prozent der Ausbildungsplätze an.

 

  

   Verwaltungsreform:  Die Landes- regierung soll bis November berichten, wie sie die Verwaltung in Schleswig-Holstein weiter reformieren möchte. Dazu wurde sie vom Landtag aufgefordert. Zuvor soll auch schon der Innen- und Rechtsausschuss beraten. Der Berichtsantrag kam von der FDP und enthält eine Reihe von Prüfaufträgen. So soll die Regierung darlegen, ob sie Aufgaben auf die kommunale Ebene übertragen kann, etwa in den Bereichen Bauaufsicht, Denkmalschutz oder Katasterverwaltung. Farbe bekennen soll die Regierung bei der Kooperation mit anderen Ländern. Hier geht es etwa um ein gemeinsames Beschaffungswesen. Ein anderer Punkt ist der "Bürokratieabbau". Auf der Prüfliste stehen dabei unter anderem die Privatisierung des Landesbesoldungsamtes, die Abschaffung der Kraftfahrzeugsteuer oder eine Kooperation der Landesstiftungen. Darüber hinaus soll die Regierung erläutern, wie sie den Paragraphen-Dschungel lichten will. Das Kabinett hatte im Juli ein Verfallsdatum für Verordnungen angekündigt. Neue Verordnungen sollen nach fünf Jahren automatisch entfallen, bestehende Ende 2008, falls die Ministerien die Regelwerke nicht vor Fristablauf verlängern.  Beraten soll zugleich der Innen- und Rechtsausschuss.

 

  Grundsicherung:  Die CDU hat nach der Einführung der "Grundsicherung" von der Landesregierung eine erste Zwischenbilanz gefordert. Der Landtag beschloss den Berichtsantrag einmütig in der Sache. Hintergrund: Das Bundesgesetz über eine bedarfsorientierte Grundsicherung gilt seit Jahresbeginn und soll die Altersarmut begrenzen. Anspruch haben Menschen, die dauerhaft erwerbsgemindert oder älter als 65 sind. Die Grundsicherung orientiert sich an der Sozialhilfe und wird von Kreisen und kreisfreien Städten abgewickelt. Für die Mehrkosten erhalten die Kommunen einen Ausgleich vom Bund. Nach Schleswig-Holstein fließen so jährlich rund 20 Millionen Euro. Das Land legt weitere 14,5 Millionen Euro drauf. Die CDU möchte wissen, wie viele Menschen eine Grundsicherung beantragt haben, wie viel Geld sie erhalten und wie aufwändig die Bearbeitung der Anträge ist. Die Regierung soll Anfang 2004 berichten. 

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