Auf dieser Seite: Haus der Kulturverbände  -  Danewerk

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Haus der Kulturverbände
Antrag der Fraktion der CDU
       neu: ohne Aussprache

Drucksache: 15/3537
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Top 19: 
Weltkulturerbe Danewerk
Antrag der Abgeordneten des SSW
Antrag der Fraktionen von SPD und B`90/Grüne - Drs.15/3613
Drucksache: 15/3599
-Plenarprotokoll-
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Kommt ein Haus der Kulturverbände?

Kiel (SHL). Nachdem sich der Landtag im Juni parteiübergreifend dafür ausgesprochen hat, im Wettbewerb um Wirtschaftskraft und Beschäftigung den Kultursektor stärker zu vermarkten, soll jetzt die Einrichtung eines "Hauses der Kulturverbände" geprüft werden. Mit einer gemeinsamen Geschäftsstelle könnten dort die Aktivitäten der landesweit tätigen Kulturverbände und –organisationen zusammengezogen und so das Angebot von Dienstleistungen und Marketingmaßnahmen optimiert werden, so die Grundthese eines von der CDU eingebrachten Antrages. Einmütig überreichte der Landtag am Freitag, 27. August 2004, den Antrag, der um eine Stellungnahme seitens der Landesregierung in der kommenden Septembersitzung bittet, an den Bildungsausschuss.

Hintergrund:
  Ein "Haus der Kulturverbände" soll durch mit einer gemeinsamen Geschäftsstelle und durch gemeinsame Marketingmaßnahmen die Arbeit der landesweit tätigen Kulturverbände und -organisationen optimieren und eine spürbare finanzielle Entlastung bewirken. Das fordert die CDU. Argumentation: Besonders für ehrenamtlich tätige Vereine und Verbände wäre der Anschluss an ein solches Haus mit erheblich geringerem Aufwand an Verwaltungsarbeit verbunden.
  Erst im Juni dieses Jahres hatte sich der Landtag parteiübergreifend dafür ausgesprochen, im Wettbewerb um Wirtschaftskraft und Beschäftigung den Kultursektor stärker zu vermarkten.

mehr Informationen: "plenum-online", Juni 2004(www.sh-landtag.de/plenumonline/juni2004/texte/26_kulturwirtschaft.htm)

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Danewerk und Friedrichstadt
bald Weltkulturerbe ?

Kiel (SHL). Einstimmig hat sich der Landtag am Mittwoch, 25. August, dafür ausgesprochen, das Danewerk auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes zu setzen. Das Danewerk war die südliche Grenzbefestigung des dänischen Reiches, die zwischen dem 7. und dem 12. Jahrhundert in mehreren Phasen als gestaffeltes System von Langwällen angelegt wurde. Das Plenum reagierte damit auf einen Antrag des SSW. Die Partei der dänischen Minderheit erhofft sich von diesem Status einen Wachstumsschub für die strukturschwache Region und eine Möglichkeit, die deutsch-dänische Geschichte als gemeinsame kulturelle Identität zu entdecken.

Das Danewerk sei ein "Pfund", mit dem sich wuchern lässt, signalisierten CDU und FDP ihre Zustimmung für das Projekt. Rot-Grün legte einen eigenen Antrag vor, nach dem nicht nur das Danewerk, sondern auch das von Grachten durchzogene Friedrichstadt in Nordfriesland den Status des Weltkulturerbes erwerben soll. Das Holländerstädtchen, auch bekannt als das "Venedig des Nordens", sei wegen seiner Jahrhunderte lang praktizierten religiösen Toleranz prädestiniert dafür, so die Begründung der Regierungsfraktionen.

Beide Anträge wurde einstimmig an den Bildungsausschuss überwiesen.

Hauptredner: Anke Spoorendonk (SSW), Caroline Schwarz (CDU), Ulf von Hielmcrone (SPD), Angelika Birk (Grüne), Ekkehard Klug (FDP)

Hintergrund:
  Der SSW fordert den Landtag dazu auf, sich für die Aufnahme des Danewerks zwischen Schleswig und Hollingstedt als UNESCO-Weltkulturerbe einzusetzen.
  Das Danewerk war die südliche Grenzbefestigung des dänischen Reiches, die zwischen dem 7. und dem 12. Jahrhundert in mehreren Phasen als gestaffeltes System von Langwällen angelegt wurde. Es nutzte den nur sieben Kilometer breiten Tieflandpass zwischen den ehemals unpassierbaren Niederungen von Eider und Trenne im Westen sowie der Schlei im Osten, um Dänemark vor Angriffen aus dem Süden zu schützen. Die Endphase bestand im Bau der so genannten Waldemarsmauer von circa 1160 bis 1180. Die Anlage war 30 Meter breit, sechs Meter hoch und an ihrer Front mit Ziegelsteinen verstärkt. Auf der Mauer lief ein hölzerner Wehrgang. Wie oft die Anlagen des Danewerks zwischen dem 7. und dem 12. Jahrhundert umgebaut wurden, ist nicht sicher. Man geht von mehr als einem halben Dutzend Bauphasen aus. Das Verteidigungswerk sicherte auch die Kontrolle über den Ochsenweg, der zentralen Nord-Süd-Landverbindung dieser Zeit.
  Die Niederungen von Eider und Treene machten das Land für größere Heeresverbände unpassierbar, so dass es reichte, zwischen Hollingstedt und Schlei eine Landenge von 13 Kilometern durch das Danewerk zu sperren, um das dänische Gebiet wirksam zu schützen.
  Als Holstein nach 1201 Reichsteil Waldemars II. wurde, verlor das Danewerk seine Funktion. Seit dem 13. Jahrhundert verfiel es. 1851 wurde das Danewerk vom dänischen König Friedrich VII. unter Schutz gestellt, was die Militärs nicht gehindert hat, die Anlage 1861 bis 1864 zur schanzenbewehrten Feldstellung auszubauen. Im Zweiten Weltkrieg wurden am Danewerk Panzersperren angelegt. 1948 waren nur noch ein Fünftel der Wälle in annähernd ursprünglicher Höhe erhalten. 1950/51 gelang es, das Danewerk zunächst unter Naturschutz zu stellen, 1958 kam es schließlich auch unter Denkmalschutz. Die Verteidigungsanlage hatte besonders in Dänemark lange eine hohe emotionale Bedeutung, besonders zur Zeit der Dänischen Bewegung im 19. Jahrhundert. Sie blieb für viele bis 1920 ein Symbol für die Wiedervereinigung Schleswigs mit Dänemark. Heute gilt das Danewerk als das größte archäologische Denkmal Nordeuropas.
  In Deutschland gibt es zurzeit 27 Objekte, die als Weltkulturerbe anerkannt sind. Das bislang einzige schleswig-holsteinische Bauensemble ist die Lübecker Altstadt.

mehr Informationen:  www.geschichte.schleswig-holstein.de/vonabisz/danewerk.htm

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ttt

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