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Auf
dieser Seite: Haus
der Kulturverbände - Danewerk
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Top 11:
Haus der Kulturverbände
Antrag der Fraktion der CDU
neu: ohne Aussprache |
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Top 19:
Weltkulturerbe
Danewerk
Antrag der
Abgeordneten des SSW
Antrag der Fraktionen von SPD und B`90/Grüne - Drs.15/3613 |
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Kommt ein Haus der
Kulturverbände?
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Kiel (SHL).
Nachdem sich der Landtag im Juni parteiübergreifend dafür
ausgesprochen hat, im Wettbewerb um Wirtschaftskraft und
Beschäftigung den Kultursektor stärker zu vermarkten, soll
jetzt die Einrichtung eines "Hauses der
Kulturverbände" geprüft werden. Mit einer gemeinsamen
Geschäftsstelle könnten dort die Aktivitäten der landesweit
tätigen Kulturverbände und –organisationen zusammengezogen
und so das Angebot von Dienstleistungen und Marketingmaßnahmen
optimiert werden, so die Grundthese eines von der CDU
eingebrachten Antrages. Einmütig überreichte der Landtag am
Freitag, 27. August 2004, den Antrag, der um eine Stellungnahme
seitens der Landesregierung in der kommenden Septembersitzung
bittet, an den Bildungsausschuss.
Hintergrund:
Ein "Haus der Kulturverbände" soll durch
mit einer gemeinsamen Geschäftsstelle und durch
gemeinsame Marketingmaßnahmen die Arbeit der landesweit
tätigen Kulturverbände und -organisationen optimieren
und eine spürbare finanzielle Entlastung bewirken. Das
fordert die CDU. Argumentation: Besonders für
ehrenamtlich tätige Vereine und Verbände wäre der
Anschluss an ein solches Haus mit erheblich geringerem
Aufwand an Verwaltungsarbeit verbunden.
Erst im Juni dieses Jahres hatte sich der Landtag
parteiübergreifend dafür ausgesprochen, im Wettbewerb um
Wirtschaftskraft und Beschäftigung den Kultursektor
stärker zu vermarkten.
mehr
Informationen: "plenum-online",
Juni
2004(www.sh-landtag.de/plenumonline/juni2004/texte/26_kulturwirtschaft.htm)
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Danewerk und Friedrichstadt
bald Weltkulturerbe ?
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Kiel (SHL). Einstimmig hat
sich der Landtag am Mittwoch, 25. August, dafür ausgesprochen,
das Danewerk auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes zu setzen.
Das Danewerk war die
südliche Grenzbefestigung des dänischen Reiches, die
zwischen dem 7. und dem 12. Jahrhundert in mehreren Phasen
als gestaffeltes System von Langwällen angelegt wurde.
Das Plenum reagierte damit auf einen Antrag des SSW. Die Partei
der dänischen Minderheit erhofft sich von diesem Status einen
Wachstumsschub für die strukturschwache Region und eine
Möglichkeit, die deutsch-dänische Geschichte als gemeinsame
kulturelle Identität zu entdecken.
Das Danewerk sei ein "Pfund",
mit dem sich wuchern lässt, signalisierten CDU und FDP ihre
Zustimmung für das Projekt. Rot-Grün legte einen eigenen
Antrag vor, nach dem nicht nur das Danewerk, sondern auch das
von Grachten durchzogene Friedrichstadt in Nordfriesland den
Status des Weltkulturerbes erwerben soll. Das
Holländerstädtchen, auch bekannt als das "Venedig des
Nordens", sei wegen seiner Jahrhunderte lang praktizierten
religiösen Toleranz prädestiniert dafür, so die Begründung
der Regierungsfraktionen.
Beide Anträge wurde einstimmig
an den Bildungsausschuss überwiesen.
Hauptredner:
Anke Spoorendonk (SSW), Caroline Schwarz (CDU), Ulf von
Hielmcrone (SPD), Angelika Birk (Grüne), Ekkehard Klug (FDP)
Hintergrund:
Der SSW fordert den Landtag dazu auf, sich für die
Aufnahme des Danewerks zwischen Schleswig und Hollingstedt
als UNESCO-Weltkulturerbe einzusetzen.
Das Danewerk war die
südliche Grenzbefestigung des dänischen Reiches, die
zwischen dem 7. und dem 12. Jahrhundert in mehreren Phasen
als gestaffeltes System von Langwällen angelegt wurde. Es
nutzte den nur sieben Kilometer breiten Tieflandpass
zwischen den ehemals unpassierbaren Niederungen von Eider
und Trenne im Westen sowie der Schlei im Osten, um
Dänemark vor Angriffen aus dem Süden zu schützen. Die
Endphase bestand im Bau der so genannten Waldemarsmauer
von circa 1160 bis 1180. Die Anlage war 30 Meter breit,
sechs Meter hoch und an ihrer Front mit Ziegelsteinen
verstärkt. Auf der Mauer lief ein hölzerner Wehrgang.
Wie oft die Anlagen des Danewerks zwischen dem 7. und dem
12. Jahrhundert umgebaut wurden, ist nicht sicher. Man
geht von mehr als einem halben Dutzend Bauphasen aus. Das
Verteidigungswerk sicherte auch die Kontrolle über den
Ochsenweg, der zentralen Nord-Süd-Landverbindung dieser
Zeit.
Die Niederungen von Eider und
Treene machten das Land für größere Heeresverbände
unpassierbar, so dass es reichte, zwischen Hollingstedt
und Schlei eine Landenge von 13 Kilometern durch das
Danewerk zu sperren, um das dänische Gebiet wirksam zu
schützen.
Als Holstein nach 1201
Reichsteil Waldemars II. wurde, verlor das Danewerk seine
Funktion. Seit dem 13. Jahrhundert verfiel es. 1851 wurde
das Danewerk vom dänischen König Friedrich VII. unter
Schutz gestellt, was die Militärs nicht gehindert hat,
die Anlage 1861 bis 1864 zur schanzenbewehrten
Feldstellung auszubauen. Im Zweiten Weltkrieg wurden am
Danewerk Panzersperren angelegt. 1948 waren nur noch ein
Fünftel der Wälle in annähernd ursprünglicher Höhe
erhalten. 1950/51 gelang es, das Danewerk zunächst unter
Naturschutz zu stellen, 1958 kam es schließlich auch
unter Denkmalschutz. Die Verteidigungsanlage hatte
besonders in Dänemark lange eine hohe emotionale
Bedeutung, besonders zur Zeit der Dänischen Bewegung im
19. Jahrhundert. Sie blieb für viele bis 1920 ein Symbol
für die Wiedervereinigung Schleswigs mit Dänemark. Heute
gilt das Danewerk als das größte archäologische Denkmal
Nordeuropas.
In Deutschland gibt es
zurzeit 27 Objekte, die als Weltkulturerbe anerkannt sind.
Das bislang einzige schleswig-holsteinische Bauensemble
ist die Lübecker Altstadt.
mehr
Informationen: www.geschichte.schleswig-holstein.de/vonabisz/danewerk.htm
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