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Landtag
fordert "Ostsee-Beauftragten"...
...für demokratische
Entwicklung und Minderheitenangelegenheiten
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Kiel (SHL). Die
Ostseeparlamentarier-Konferenz, die am
29. August 2004 in Oslo zusammentritt, soll einen
Beauftragten für demokratische Entwicklung und
Minderheitenangelegenheiten im Ostseeraum ernennen. Dies sieht
ein interfraktioneller Antrag vor, den der Landtag am
Donnerstag, 26. August, verabschiedet hat. Der oder die neue
Beauftrage soll ein unabhängiger Ansprechpartner für die
Bürger der Ostseeanrainerstaaten sein und dabei helfen, die
Zivilgesellschaft demokratisch weiterzuentwickeln, so die
Hoffnung des Parlaments.
Die Ostseeparlamentarier-Konferenz
besteht aus Parlamentsabgeordneten aus allen Staaten der
Ostseeregion. Neben den direkten Anrainern zählen dazu auch
Länder wie Island und Norwegen. Nicht nur die nationalen
Parlamente entsenden Vertreter, auch regionale Parlamente, wie
der Schleswig-Holsteinische Landtag, oder die Volksvertretungen
autonomer Regionen wie Åland oder Grönland nehmen an den
Tagungen teil. Die Konferenz tagt seit 1991 jährlich in einem
der Mitgliedsstaaten. Sie soll unter anderem eine gemeinsame
Identität schaffen und ein Forum für Debatten und
Informationsaustausch zwischen Parlamentariern und anderen
Organisationen in der Region sein.
Hauptredner:
Rolf Fischer (SPD), Manfred Ritzek
(CDU), Joachim Behm (FDP), Detlef Matthiessen (Grüne), Anke
Spoorendonk (SSW)
Hintergrund:
Im Zuge der EU-Erweiterung steht
der Ostsee-Raum vor neuen gesellschaftspolitischen
Herausforderungen wie die Bildung gemeinsamer Werte, die
Stärkung der Parlamente und der Förderung von
Minderheiten. Ein gemeinsamer Antrag aller Fraktionen und
des SSW fordert dazu auf, in der kommenden
Ostsee-Parlamentarier-Konferenz die Einsetzung eines
Beauftragten für demokratische Entwicklung und
Minderheiten im Ostseeraum anzuregen.
Die 13. Ostsee-Parlamentarier-Konferenz wird von
29. - 31. August 2004 in Oslo stattfinden.
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Umgangston in Behörden wird
rüder
Bürgerbeauftragte legt
Bericht vor
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Kiel (SHL). Ohne
Aussprache hat der Landtag am Freitag, 27. August 2004, den
Tätigkeitsbericht der Bürgerbeauftragten für Soziale
Angelegenheiten, Birgit Wille-Handels, über das Jahr 2003 an
die Ausschüsse für Soziales und Innen und Recht
überwiesen. Die Bürgerbeauftragte verzeichnet
in ihrem Bericht
2.788 Eingaben. Das ist eine Steigerung von 11,48 Prozent
im Vergleich zum Jahr 2002. Gehäuft haben sich dabei
insbesondere die Beschwerden über den rüden Umgangston
in Amtsstuben. Im
Gegenzug klagten zahlreiche Behördenmitarbeiter über
zunehmende Arbeitsbelastung und immer neue Gesetze. Insgesamt
wurden laut Bericht von 2.792 erledigten Eingaben rund 80
Prozent positiv abgeschlossen.
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Stichwort:
Die
Stelle der Bürgerbeauftragten gibt es in
Schleswig-Holstein seit 1988. Aufgabe der der
Dienstaufsicht des Präsidenten des Landtages
unterstehenden Dienststelle ist die Beratung, Information
sowie Vermittlung hilfesuchender Bürger in sozialen
Angelegenheiten. So vertritt die Beauftragte bei Bedarf
auch die Anliegen der Bürger gegenüber Behörden.
Frauenbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein ist seit
Mai 2001 die Diplom-Volkswirtin Birgit Wille-Handels. Sie
wurde für eine Dauer von sechs Jahren vom Parlament gewählt.
Ihr Büro ist mit neun Mitarbeitern besetzt und untersteht
dem Schleswig-Holsteinischen Landtag.
mehr
Informationen: Die
Bürgerbeauftragte im Internet(www.sh-landtag.de/parlament/bueb/bueb.html)
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