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Kürze: Meldungen1 (Themen ohne Aussprache)
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Lebensmittelsicherheits-Gesetz,
2. Lesung
(Top 2; Drs. 15/2368,
15/3519);
Wohnungs- gesetz, 1.
Lesung (Top
5; Drs.15/3592
); Schule und Jugendhilfe (Top 10; Drs. 15/3535);
Förderwettbewerb (Top 21; Drs. 15/3601);
Petitionsausschuss (Top 34; Drs. 15/3593)
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Lebensmittel:
Der
Regierungsentwurf für ein Lebensmittel-Sicherheits-Gesetz ist zu
den Akten gelegt worden. Der Landtag erklärte am Freitag, 27.
August, die Vorlage auf
Empfehlung des Sozialausschusses einmütig für erledigt.
Grund: Viele Bestimmungen zur Lebens- mittelsicherheit müssen
nicht mehr in einem Landesgesetz geregelt werden, weil die EU hier
tätig geworden ist. Eine Änderung hat es auch in
Schleswig-Holstein gegeben. Nach der Vorlage des Gesetzentwurfes
(Anfang 2003) wechselte die Zuständigkeit für den
Verbraucherschutz vom Umwelt- ins Sozialministerium. Der Entwurf
sah unter anderem vor, dass die Kreise in Abstimmung mit dem Land
bei einem Gefahrenverdacht vor dem Verzehr bestimmter Produkte
öffentlich warnen und dabei den Hersteller nennen dürfen. Zudem
sollte ein „Beratender Ausschuss" gebildet werden. In ihm
sollten Experten von Hochschulen, Verbraucher- und
Wirtschaftsverbänden mit Fachleuten der Lebensmittelüberwachung
Sicherheitsfragen erörtern.
mehr
Infos: "plenum-online",
Mai 2003
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Schule
und Jugendhilfe:
Die Landesregierung
soll eine Zwischenbilanz zur Kooperation von Schule und
Jugendhilfe vorlegen. Der Berichtsantrag, den die Grünen
vorgelegt hatten, wurde vom Landtag einvernehmlich
beschlossen. In dem Bericht soll die Regierung
darstellen, welche Projekte das Land im Rahmen der
Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule entwickelt und
umgesetzt hat. Die Bilanz soll in diesem Jahr vorliegen.
Zwischen der Schule und der Jugendhilfe gibt es viele
Schnittstellen, weil hier wir dort Jugendlichen mit
Problemen geholfen wird. Kooperations-Projekte von Lehrern,
Sozialarbeitern und Erziehungsberatern sind etwa bei
Ganztagsangeboten in Schulen möglich. Die Angebote reichen
von der Hausaufgabenhilfe über die Drogen-Aufklärung bis
hin zu Sport- und Freizeitaktivitäten.
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Wohnungsgesetz: Das
preußische Wohnungsgesetz soll nach mehr als 86 Jahren
gestrichen werden. Den Verzicht auf das Regelwerk schlug die
Landesregierung vor. Der Landtag überwies den Entwurf zur
Aufhebung des Wohnungsgesetzes nach Erster Lesung an den
Innen- und Rechtsausschuss. Das Wohnungsgesetz stammt aus dem Jahr 1918 und
war damals erlassen worden, weil die Wohnverhältnisse nach
dem 1. Weltkrieg "desolat" waren. Das Gesetz
regelt unter anderem die Zuständigkeit für die
Wohnungsaufsicht und ermächtigt die Kommunen zum
Einschreiten, wenn sich eine Wohnung in einem schlechten
Zustand befindet. Die Aufhebung des Gesetzes dürfte keine
Folgen haben. Die darin geregelten Eingriffsrechte sind
längst andernorts verankert, etwa in der Landesbauordnung.
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Förderwettbewerb: Die
Fraktionen des Landtags haben eine gemeinsame Initiative für einen
fairen Förder- wettbewerb der Bundesländer gestartet. In dem
fraktionsübergreifenden Antrag, den der Landtag am Freitag, 27. August,
verabschiedete,
wird die Landesregierung aufgefordert, sich für eine Änderung der
Förderregeln in Deutschland einzusetzen. So sollen etwa Unternehmen,
die in ein anderes Bundesland umziehen und dort keine neuen
Arbeitsplätze schaffen, keine üppigen Fördermittel mehr aus einem
Bund-Länder-Programm erhalten, der so genannten Gemeinschaftsaufgabe
„Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Es sei
volkswirtschaftlich nicht sinnvoll, wenn ein Land mit Hilfe
öffentlicher Mittel etwa Brotfabriken, Molkereien oder Schlachthöfe
aus einem anderen Land abwerbe, heißt es in dem Antrag. Das gelte erst
recht, wenn dabei keine neuen Arbeitsplätze entständen.
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Petitionen: Ein
Grill-Imbiss, der einem Nachbarn stinkt, wird jetzt von der
Amtsverwaltung überprüft. Und in einem Urlaubsort müssen
Hunde-Besitzer damit rechnen, dass die Gemeinde den "Leinenzwang"
am Strand stärker kontrolliert. Diese und weitere Erfolge finden sich
im jüngsten Tätigkeitsbericht (April bis Juni 2004) des
Petitionsausschusses, den der Ausschussvorsitzende Gerhard Poppendiecker
zum Erstaunen des Plenums ohne Redebeitrag dem Landtag überreichte. Über die Imbiss-Gerüche hatte sich ein Bürger
aus dem Kreis Pinneberg beschwert, über die freilaufenden Hunde ein
Urlauber aus Hessen.
Statistisch gesehen schloss der Ausschuss im zweiten Quartal des
Jahres insgesamt 121 Eingaben ab, davon 39 ganz oder teils im Sinne der
Bürger. Die Erfolgs-Quote lag damit bei 30 Prozent. Hilfe bekam auch
ein Bürger, dem die Finanzbehörden zu wenig Geld überwiesen hatten.
In anderen Fällen waren dem Ausschuss die Hände gebunden, so etwa bei
der Beschwerde einer Schülerin über die Bewertung ihrer mündlichen
Abiturprüfung. Die Benotung ist Sache der Prüfungskommission.
Erfolglos blieb auch eine Petition von mehr als 50 Professoren. Sie
hatten die Rückkehr zur alten Rechtschreibung verlangt.
mehr
Informationen: Der
Petitionsausschuss des Landtages
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