Auf dieser Seite: Fragestunde zu PIS-Ergebnisse  –  Unterrichtssituation

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Fragestunde / Top 1: 
Frage des FDP-Abgeordneten Ekkehard Klug zu: Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse

Drucksache: 
-Plenarprotokoll-
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Top 36: 
Bericht über die Unterrichtssituation an den öffentlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in Schleswig-Holstein im Schuljahr 2004/05
Federführend ist das Ministerium für Bildung und Frauen
Drucksache: 16/170
-Plenarprotokoll-
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PISA-Ergebnisse: "Es gibt 
nichts zu verbergen"

Landesregierung will alle Daten veröffentlichen

Kiel (SHL/01.09.05) Schleswig-Holstein will seine Ergebnisse der Schülervergleichsstudie PISA auf Grundlage des Vertrages mit dem PISA-Konsortium vollständig veröffentlichen. Damit reagierte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD/Foto) auf eine Anfrage des Liberalen Ekkehard Klug im Landtag. Klug wollte von der Landesregierung wissen, ob sie "eine vollständige Veröffentlichung der jüngsten PISA-Ergebnisse befürwortet". Es gehe, so die Bildungsministerin, um eine neue Darstellungsform und darum, wie sinnvoll bestimmte Vergleiche sind. Keinesfalls sollten Daten zurückgehalten werden.

Erdsiek-Rave vermutete, bei Pressemeldungen, demnach  sich einige Bundesländer innerhalb der Kultusministerkonferenz (KMK) gegen die Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse für Haupt-, Real- und Gesamtschulen ausgesprochen hätten, handele es sich um ein Missverständnis. Es gebe nichts zu verbergen oder zu verheimlichen. Nach geltender Regelung seien Vergleiche zwischen den Schulen einzelner Bundesländer nur auf Stufe der Gymnasien zulässig. Ein Ranking der Grund-, Haupt- und Gesamtschulen sei aufgrund unterschiedlicher Schulsysteme in den Ländern nicht aussagefähig, so die Ministerin.

Die Abkürzung PISA steht für das "Programme for International Student Assessment" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Dabei werden die schulischen Leistungen von 15-Jährigen getestet. An PISA 2003 beteiligten sich 41 Staaten. Insgesamt wurden etwa 250.000 Schüler getestet. In Deutschland nahmen 216 Schulen und 4.660 Jugendliche an der Vergleichsstudie teil.

Hintergrund:
  Im Rahmen einer Fragestunde richtet der FDP-Abgeordnete Ekkehard Klug folgende Frage an die Landesregierung:
  „Befürwortet die Landesregierung eine vollständige Ver-
öffentlichung der jüngsten PISA-Ergebnisse einschließlich der Landesergebnisse in allen Schularten –also nicht nur in den Gymnasien –, oder lehnt die Landesregierung eine solche Offenlegung der PISA-Daten ab – wie dies laut Bericht der "Welt" vom 25.08.05 „vor allem SPD-geführte Bundesländer" tun?"

  Die Tageszeitung "Die Welt" hatte gemeldet, „eine kleine Zahl" von Bundesländern spreche sich innerhalb der Kultusministerkonferenz (KMK) gegen die Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse für Haupt-, Real- und Gesamtschulen aus. Dies geschehe unter Berufung auf einen entsprechenden Vertrag mit dem PISA-Konsortium. Da die KMK nur einhellige Beschlüsse fassen kann, würde damit, so das Blatt weiter, bei der Veröffentlichung der neuesten PISA-Ergebnisse Anfang November nur ein bundesweiter Vergleich der Gymnasien der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Zeitung zitiert den schleswig-holsteinischen Bildungs-Staatssekretär Wolfgang Meyer-Hesemann, der einen internationalen Vergleich unterschiedlicher Schularten für „fachlich problematisch" hält.
  Die Abkürzung PISA steht für das "Programme for International Student Assessment" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Dabei werden die schulischen Leistungen von 15-Jährigen getestet. An PISA 2003 beteiligten sich 41 Staaten. Insgesamt wurden etwa 250.000 Schüler getestet. In Deutschland nahmen 216 Schulen und 4.660 Jugendliche an der Vergleichsstudie teil.

mehr Informationen: plenum-online, Januar 2005
(www.sh-landtag.de/plenumonline/januar2005/texte/
29_51_pisa_rauchschule.htm)

Stichwort: Fragestunde
 
Gemäß Paragraph 37 der Geschäftsordnung des Landtages kann jeder Abgeordnete im Rahmen einer Plenarsitzung Fragen zur direkten Beantwortung an die Landesregierung richten. Themen sollen die Bereiche Landespolitik und Verwaltung sein. Der zuständige Minister muss mündlich antworten. Anschließend kann der Abgeordnete, der die Fragestunde auf die Tagesordnung gesetzt hat, drei Zusatzfragen stellen, und auch andere Parlamentarier können mit eigenen Fragen "nachbohren". Eine solche Fragestunde muss spätestens drei Werktage vor Beginn der Sitzung beantragt werden. Eine Fragestunde soll zu Beginn einer Plenarsitzung stattfinden, außer es findet eine Aktuelle Stunde statt. In diesem Fall rutscht die Fragestunde an das Ende der Tagesordnung.

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Unterrichtszeiten im Ausschuss

Kiel (SHL/02.09) Der Landtag hat den Bericht der Landesregierung zur Unterrichtssituation an Schleswig-Holsteins Schulen im Schuljahr 2005/2006 ohne Aussprache an den Bildungsausschuss überwiesen. Der Ausschuss wird den alljährlich vorgelegten Report abschließend beraten. Das Papier enthält unter anderem statistische Angaben über Schüler- und Lehrerzahlen sowie über bildungspolitische Schwerpunkte des Kabinetts. Hierzu zählen die so genannten "verlässlichen Grundschulen", die Förderung von Ganztagsschulen und die Einführung landesweiter Vergleichsarbeiten in den Fächern Deutsch und Mathematik zum Ende der Grundschulzeit.

Hintergrund:
  Die Landesregierung legt dem Landtag ihren jährlichen Bericht über die Unterrichtssituation an Schleswig-Holsteins Schulen vor. Einige Aspekte des Berichts:
  • Zum ersten Mal seit Jahren sinkt im neuen Schuljahr 2005/2006 die Zahl der Schüler an allgemein bildenden Schulen – um 362 auf 330.231. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren angesichts von 2,1 Prozent weniger Einschulungen in den Grundschulen verstärken.
  • An den 1.088 Schulen im Lande unterrichten rund 25.000 Lehrer. 1.557 neue Lehrkräfte kommen in diesem Schuljahr an die Schulen. Die Landesregierung verweist darauf, dass alle frei werdenden Stellen wieder besetzt und dass 200 Planstellen neu geschaffen worden seien.
  • Bis 2007 sollen alle Grundschulen im Lande "verlässliche Grundschulen" werden, das heißt zum einen feste Schulzeiten einrichten: vier Zeitstunden täglich in den Klassen 1 und 2, fünf Zeitstunden täglich in den Klassen 3 und 4. Und zum anderen sollen sie mehr Unterricht bieten: mindestens 20 Unterrichts-
    stunden wöchentlich in den Klassen 1 und 2, mindestens 24 in den Klassen 3 und 4. Zurzeit sind die die Hälfte der Grundschulen im Lande "verlässlich".
  • In Schleswig-Holstein gibt es 244 Ganztagsschulen, davon 221 "offene". Das bedeutet: Sie machen an mindestens drei Wochentagen zusätzlich zum planmäßigen Unterricht Förder- und Bildungsangebote. An den 23 gebundenen Ganztagsschulen ist das Ganztagsangebot verpflichtend.
  • An den Schulen gelten in zunehmendem Maße zentrale Standards: In allen 4. Klassen werden landesweit Vergleichsarbeiten in Deutsch und Mathematik geschrieben. Und: Die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz werden verbindlich eingeführt. Rund 150 Schulen werden im neuen Schuljahr vom "Schul-TÜV" untersucht.
  • An der dritten Phase der PISA-Studie werden im nächsten März 90 Schüler aus Schleswig-Holstein teilnehmen. Die Ergebnisse werden 2007 oder 2008 erwartet.
  • Ab dem Ende der Herbstferien (17. Oktober) gilt an Schleswig-Hosteins Schulen ein generelles Rauch- und Alkoholverbot.
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