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Top 39: Keine Geldverschwendung für den Ausbau des Flughafens Holtenau (Landtagsbeschluss vom 27. April 2005 – Drs. 16/21neu) Federführend ist das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr – Drs. 16/213 |
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Flughafen Kiel-Holtenau:
Weiter Warten auf Luftverkehrskonzept Kiel (SHL/01.09). Heftig umstritten ist nach wie vor der Ausbau des Kieler Regionalflughafens Holtenau im Landtag. In einem von den Grünen beantragten Bericht vermeldete Verkehrsminister Dietrich Austermann (CDU) keine konkreten Neuigkeiten. Er verwies unter anderem auf das anstehende Luftverkehrskonzept der Landesregierung, das auch eine Zusammenarbeit mit Hamburg beinhalten wird. Der Minister gab zu bedenken, man solle genau zwischen dem Ausbau von Holtenau und einer direkten Schienenverbindung zum Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel abwägen. In der anschließenden Debatte wurde auch auf die Konkurrenzstellung zum Lübecker Flughafen Blankensee hingewiesen, über dessen Zukunft zuvor im Plenum ebenfalls kontrovers diskutiert wurde. Klaus Müller (Grüne) kritisierte den vorgelegten Bericht und nannte ihn "mehr als dünn". Insbesondere die Abweichung der Prognosen zu den tatsächlichen Fluggastzahlen würden sehr großzügig betrachtet, ohne daraus Konsequenzen zu ziehen. Hier klafften "Wunsch und Wirklichkeit" auseinander. Stimmen aus dem Plenum: Thomas Stritzl (CDU): Wenn Holtenau nicht ausgebaut wird, wird Kiel bald vom Radar-Schirm verschwinden. Eine gute infrastrukturelle Anbindung ist wichtig. Man soll den Kieler Flughafen nicht schlecht reden, bevor ein endgültiger Plan vorliegt. Bernd Schröder (SPD): Mobilität ist Grundvoraussetzung für wirtschaftlichen Wohlstand. Regionalflughäfen sind wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung. Die SPD wartet auf weitere Gutachten und wird entscheiden, wenn diese vorliegen. Heiner Garg (FDP): Die FDP ist entschieden dagegen, weiteres Geld für Holtenau auszugeben. Der Flughafen verzeichnet entgegen allen Prognosen einen stetigen Passagier-Rückgang. Durch die Verlängerung der Startbahn entsteht eine schwarz-rote Geisterbahn, eine klassische Investitionsruine. Lars Harms (SSW): Alle sind sich einig, dass in Holtenau keine Charter-Flüge starten und landen sollen. Alles andere ist für den Kieler Flughafen unrentabel. In Bezug auf die Attraktivität des Flughafens fällt Kiel deutlich hinter Lübeck zurück. Man sollte der Wirtschaft, die so heftig den Ausbau fordert, den Flughafen Holtenau verkaufen. Die wird jedoch dankend ablehnen.
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