In Kürze: Meldungen 1 (Themen ohne Aussprache) 

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Strukturpolitik Westküste (Top17; Drs. 16/192);  Aufsichtsrat Flughafen Hamburg 
(Top 27; Drs. 16/212);  Verwaltungsstruktur-Reform (Top 28; Drs. 16/214); 
Dieselrußfilter
(Top 34; Drs. 16/58, 16/144)


  Struktur Westküste: Eine Debatte über die Infrastruktur der Westküste Schleswig-Holsteins steht dem Parlament in der kommenden Tagung Ende September ins Haus: Einmütig folgten die Abgeordneten einer Forderung der Liberalen nach einem Bericht der Landesregierung zu diesem Thema. Die FDP will unter anderem wissen, ob die Landesregierung den Ausbau von Verkehrswegen an der Küste im westlichen Teil Schleswig-Holsteins plant.
  Aufgrund seiner Strukturprobleme ist die Westküste Schleswig-Holsteins vor ein paar Jahren in das Ziel-2-Programm der Europäischen Union aufgenommen worden. Sie erhält wie die Regionen Flensburg, Schleswig, K.E.R.N, Ostholstein und Lübeck Mittel aus den EU-Fördertöpfen. Insgesamt stehen dem Land zwischen 2000 und 2006 rund 270 Millionen Euro zur Verfügung. 232 Millionen Euro kommen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und 38 Millionen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

 

  Verwaltungsstruktur-Reform: Weniger Ämter, weniger Personal – mehr Effizienz, mehr Bürgernähe: Die Ankündigungen der Landesregierung zur Verwaltungsreform klingen verheißungsvoll. Über den genauen Stand der Dinge wird die Landesregierung in der November-Sitzung berichten. Ein SSW-Antrag zu diesem Thema ist mit den Stimmen aller Fraktionen angenommen worden. Die Partei der dänischen Minderheit will unter anderem wissen, wo genau für die große Koalition die Defizite in der Verwaltung liegen und wie sie die Schwächen beseitigen will.
  Als sicher gilt schon jetzt eine Neuzuschneidung der Ämter. Künftig sollen auf ein Amt mindestens 9.000 Einwohner kommen. Die notwendigen Fusionen werden voraussichtlich bis April 2007 abgeschlossen sein.

mehr Infos: plenum-online, Mai 2005

  Flughafen Hamburg:   Wirtschafts- minister Dietrich Austermann (CDU) kann mit breiter Zustimmung des Landtages seine Arbeit als Mitglied im Aufsichtsrat der Flughafen Hamburg GmbH aufnehmen. Lediglich die FDP bekundete Enthaltung. Hintergrund: Laut Landesverfassung muss das Parlament die Übernahme eines solchen Amtes durch einen Minister billigen. Von dem Sitz im Aufsichtsrat in der Flughafen Hamburg GmbH erhofft sich die Landesregierung Mitwirkungsmöglichkeiten im verkehrspolitischen Interesse des Landes.

  Dieselrußfilter

Kampf dem Feinstaub: Die Landesregierung soll sich im Bundesrat für die steuerliche Förderung von Dieselrußfiltern stark machen. Darauf haben sich CDU, SPD, FDP und SSW im Landtag geeinigt. Den Grünen – die das Thema auf die Agenda gehoben hatten – geht dieser Vorstoß nicht weit genug. Sie wollten die Aus- und Nachrüstung von Fahrzeugen mit Dieselrussfiltern durch weitere gesetzliche Vorgaben forcieren. Die Debatte um die Umrüstung von Diesel-Autos hat in jüngster Zeit angesichts erhöhter Feinstaub-Werte in einigen Großstädten an Aktualität gewonnen. Ein Teil der gesundheitsgefährdenden Feinstaub-Partikel stammt aus den Abgasen von Diesel-Motoren.
  Unterdessen hat die rot-grüne Bundesregierung den Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Diesel-Rußfiltern auf den Weg gebracht. Das Kabinett plant unter anderem eine steuerliche Förderung von 350 Euro beim Kauf von rußarmen Neuwagen (250 Euro bei der Umrüstung von Gebrauchtwagen) für die Jahre 2005 bis 2007. In den Jahren 2008 und 2009 hingegen soll ein Steueraufschlag von 20 Prozent fällig werden, wenn der EU-Mindestwert von fünf Milligramm Rußpartikel je Kilometer nicht erreicht wird.
  In Deutschland sind zurzeit laut Kraftfahrtbundesamt 13,7 Millionen Diesel-Fahrzeuge unterwegs. Das sind etwa ein Fünftel aller hier zu Lande gemeldeten Kraftfahrzeuge. 9,1 Millionen Pkw haben einen Diesel-Motor, hinzukommen 2,57 Millionen Lkw und 1,8 Millionen Trecker.

mehr Infos: plenum-online, Mai 2005

  


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