In Kürze: Meldungen 1 (Themen ohne Aussprache) 

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Zuckermarktordnung (Top 25; Drs. 16/210);  DSL-Breitband-Internetversorgung
(Top 26; Drs. 16/211); Job-Gipfel (Top 33; Drs. 16/73, 16/143); Investitionsbank 
(Top 41; Drs. 16/179)


  Zuckermarkt:  Die EU will den Zuckermarkt liberalisieren. Welche Folgen das für die schleswig-holsteinischen Bauern hat, soll die Landesregierung in der September-Sitzung des Parlamentes darlegen. Einen entsprechenden Berichtsantrag von CDU und SPD hat der Landtag mit den Stimmen aller Parteien angenommen.
  Bislang erhalten Europas Zuckererzeuger 632 Euro je Tonne Weißzucker. Begünstigt sind auch einige Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks. Sie dürfen aufgrund einer Sonderregelung bestimmte Mengen Zucker zum erhöhten EU-Preis abgabefrei nach Europa einführen. Laut Bauernverband wären in Deutschland 50.000 Betriebe im Zuge einer Liberalisierung des Zuckermarktes in ihrer Existenz bedroht.

 

  "Job-Gipfel":  Die beim Jobgipfel verabredeten Maßnahmen dürfen nicht zu Lasten der öffentlichen Kassen gehen. Darin sind sich die Parteien einig. Abgelehnt hingegen hat das Parlament auf Grundlage der Beratungen im Finanzausschuss einen vom SSW unterstützten Antrag der Grünen, der diese Forderung zum Maßstab der Landesregierung für Verhandlungen im Bundesrat machen soll. Im März hatten die Spitzen von Rot-Grün und Union im Bund, Bundeskanzler Gerhards Schröder (SPD), Vizekanzler Joschka Fischer (Grüne), CDU-Chefin Angela Merkel und der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) beim so genannten Job-Gipfel über Schritte zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit beraten. Die Runde hat sich unter anderem für die Senkung der Körperschaftssteuer von 25 auf 19 Prozent, die Abschaffung der Eigenheimzulage, die Streichung von rund 300 gesetzlichen Vorschriften sowie den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ausgesprochen.

mehr Infos: plenum-online, Mai 2005

 

 

  Internet:   Wie flink sind die Schleswig-Holsteiner im Netz unterwegs? Diese Frage wird das Parlament in der September-Sitzung beschäftigen. Das Parlament folgte damit einem Berichtsantrag der Regierungsfraktionen. CDU und SPD wollen von der Landesregierung wissen, wie es um die Breitband-Internetversorgung zwischen Nord- und Ostsee steht. Die digitale DSL-Technologie ermöglicht es Internet-Nutzern, Daten schneller als mit analogen Telefonleitungen aus dem Internet zu laden.
  Der geforderte Bericht soll die Bedeutung der Breitbandversorgung in Schleswig-Holstein darlegen. Dies soll auf der Grundlage der Darstellung des Versorgungsgrades mit DSL in Ballungszentren und ländlichen Regionen Schleswig-Holsteins geschehen. Weiter soll der Bericht aufzeigen, wie groß der Finanzierungsbedarf bei einem 100prozentigen Netzausbau ist. In diesem Zusammenhang soll die Landesregierung zudem ihre Möglichkeiten und ihre Bereitschaft beim Ausbau von DSL in ländlichen Regionen aufzeigen.

  Investitionsbank

Mit den Stimmen aller Parteien hat der Landtag den Geschäftsbericht der Schleswig-Holsteinischen Investitionsbank (SHI) für das Jahr 2004 dem Finanz- und den Wirtschaftsausschuss zugeleitet. Die SHI ist das größte Förderinstitut im Lande für Existenzgründungen, Wohnungsbauförderung, Investitionshilfen für Unternehmen und die Förderung von Städten und Kommunen bei Infrastrukturmaßnahmen. Sie war bis Ende Mai dieses Jahres eine hundertprozentige Tochter der Schleswig-Holsteinischen Landesbank. Nach der Fusion der SH-Landesbank mit der Landesbank Hamburg zur HSH Nordbank AG steht das Institut nun auf eigenen Füßen.
  2004 erwirtschaftete die SHI einen Zinsüberschuss von 56,4 Millionen Euro. 2003 waren es noch 49,7 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2004 wies die Bank Eigenkapital in Höhe von 1.002.000.000 Euro auf. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres hat die Investitionsbank eine Fördersumme von 340 Millionen Euro im Neugeschäft verzeichnet – dies entspricht dem Niveau des Vorjahres. Der Ertrag lag dabei acht Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Nach der Ausgliederung aus der Landesbank hat das Institut die Zahl der Mitarbeiter von 325 auf 367 erhöht.

mehr Infos: Investitionsbank S-H

  


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