Hintergrund: Ende 2013 läuft die
Akkreditierung der derzeitigen Lehramts-Studiengänge durch ein
unabhängiges Fachinstitut aus. Die Studiengänge in Flensburg
müssen daher umgestaltet und an die Veränderungen im Schulsystem
angepasst werden. Die Uni an der dänischen Grenze brauche jetzt
Planungssicherheit und politische Rückendeckung, mahnte der
hochschulpolitische Sprecher der CDU, Daniel Günther. "Bei
einer Verzögerung riskiert die Universität Flensburg, dass sie ab
dem Wintersemester 2013/14 keine Studierenden mehr aufnehmen
kann."
Wende: "In zwei Jahren haben wir
eine Lehrerausbildung,
mit der wir uns sehen lassen können"
"Was in dem Antrag steht, ist längst
Realität", konterte Bildungsministerin Waltraud Wende
(parteilos). Als ehemalige Präsidentin der Flensburger Uni könne
sie sagen, dass die Reform dort gelungen ist. Nun solle auch mit der
Kieler Uni ein Konzept in diesem Bereich erarbeitet werden. "In
zwei Jahren haben wir eine Lehrerausbildung, mit der wir uns sehen
lassen können", sagte Wende.
Rasmus Andresen (Grüne) forderte die
Hochschulen auf, eine Mobilitätsvereinbarung zu verhandeln.
"Es kann doch nicht sein, dass es in der Hand von einzelnen
Professoren liegt, ob Prüfungsleistungen der jeweiligen anderen
Universität anerkannt werden oder nicht." In die gleiche Kerbe
schlug Jette Waldinger-Thiering (SSW). Sie kündigte ein neues
Lehrerbildungs-Gesetz an, mit dem Kooperationen von Unis gestärkt
werden sollen.
"Das entscheidende Kriterium ist das
Alter der Kinder, nicht die Schule, auf der sie gelandet sind",
lobte Martin Habersaat (SPD) die Vorteile des Stufenmodells.
Trotzdem würden weiter Lehrer für Grundschulen,
Gemeinschaftsschulen und Gymnasien ausgebildet, sagte er.
Lehrerausbildung bleibt mit
Masterstudiengang verbunden
Die FDP scheiterte mit ihrer Forderung,
das Lehramtsstudium mit einem Staatsexamen statt mit einem
Masterstudiengang zu verbinden. "Wir haben bereits in der
Vergangenheit davor gewarnt, dass bei einer Verlängerung des
Studiums auf zehn Semester dem Land finanzielle Mehrverpflichtungen
drohen, die nicht abgedeckt sind", sagte Christopher Vogt.
Die Piraten beteiligten sich nicht an der
Debatte.