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Nachtrag mit
Rekordverschuldung
Kurz vor Mitternacht beendet
Landtag die 102. Sitzung
Kiel (lno/SHL).
Kurz vor Mitternacht war es, als der schleswig-holsteinische Landtag
in der Nacht zum Freitag mit den Stimmen von SPD, Grünen und SSW
auch den Nachtragshaushalt für das laufende Jahr abgesegnet hat. Damit erhöht
sich die Netto-Neuverschuldung um 629 Millionen Euro auf die Rekordsumme von 1,2 Milliarden. Das liegt weit über der
Verfassungsgrenze. Dies ist ausnahmsweise nur zulässig zur Abwehr
einer Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts. Hintergrund
sind vor allem die unter den Planungen bleibenden Steuereinnahmen.
Knapp zwei Stunden zuvor hatte das Parlament den ersten
Doppelhaushalt für die Jahre 2004 und 2005 beschlossen
(...mehr).
Insgesamt hatten die
Abgeordneten an diesem Donnerstag, dem 102. Sitzungstag der
laufenden Wahlperiode, rund zwölf Stunden getagt - die
Mittagspause nicht eingerechnet. Grund dafür war ein ausgiebiger
parlamentarischer Schlagabtausch in Sachen Geschäftsordnung am
Vormittag, der damit endete, dass Wirtschaftsminister Bernd Rohwer
im Laufe des Tages aus Magdeburg an die Kieler Förde zitiert
wurde. So konnten die Haushaltsthemen erst nach der Mittagspause
starten und nicht wie geplant um 10.00 Uhr. (beachten Sie
auch die Seite Sitzungsunterbrechung)
Hintergrund:
Stichwort:
Nachtragshaushalt
Nachträge zum Haushaltsgesetz und zum Haushaltsplan müssen
im Landtag eingebracht werden, wenn im Haushaltsplan
bewilligte Ausgaben nicht ausreichen oder wenn Ausgaben für
Zwecke erforderlich werden, die im Haushaltsplan gar nicht
vorgesehen sind. Nachtragshaushaltsgesetz und
Nachtragshaushaltsplan müssen dem Parlament bis zum Ende
des Haushaltsjahres vorliegen.
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