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Auf
dieser Seite: Umweltranking
- Verwaltungsreform
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Top 13:
"Umweltranking"
Antrag der Fraktion
der FDP |
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Top 38:
Fortentwicklung der
Verwaltungsreform
Landtagsbeschluss vom 26. September 2003 - Drs. 15/2936
Bericht der Landesregierung |
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Trotz Kritik: Umweltranking
bleibt bestehen
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Kiel (SHL). Auch im kommenden Jahr soll in Schleswig-Holstein
ein Umweltranking stattfinden. Umweltminister Klaus Müller
(Grüne) wies am Mittwoch, 10. Dezember 2003, grundsätzliche
Bedenken der Opposition und des SSW gegen den Öko-Wettbewerb
zwischen den Kreisen und kreisfreien Städten im Lande zurück.
Die FDP hatte das Thema mit ihrer Forderung nach einer
sofortigen Einstellung des Projekts auf die Tagesordnung
gesetzt.
Das Umweltranking soll Aufschluss über den Stellenwert von
Umwelt und Natur in den Kreisen und Städten geben und das
Engagement für den Natur- und Umweltschutz der einzelnen
Regionen vergleichen. Beurteilt werden 21 Kriterien, unter
anderem Klimaschutz, Bodenschutz, Neuwaldbildung,
Flächenverbrauch und die Anzahl der schadstoffarmen Autos.
Großer finanzieller und bürokratischer Aufwand – wenig
Nutzen für den Umweltschutz, lautete die Negativbilanz der
Liberalen, der die CDU und der SSW zustimmten. Sie verwiesen auf
kritische Töne aus den Kreisen und Städten, die sich
weitgehend an diesem Wettbewerb nicht mehr beteiligen wollen.
Die Kritik aus dieser Richtung habe der Minister aber ignoriert.
Rot-Grün und Regierung warfen hingegen der CDU vor, auf
kommunaler Ebene Stimmung gegen das Umweltranking gemacht zu
haben. Das Ranking sei aber ein innovatives Verfahren, das
Transparenz für Bürger und Wirtschaft schaffe. Die Kosten des
Projekts sind laut Minister Müller mit 15.000 Euro jährlich
überschaubar.
Der FDP-Antrag wurde mit den Stimmen von SPD und
Grünen abgelehnt.
Hauptredner:
Günther
Hildebrand (FDP), Konrad Nabel (SPD), Herlich Marie Todsen-Reese
(CDU), Detlef Matthiessen (Grüne), Lars Harms (SSW),
Umweltminister Klaus Müller (B´90/Grüne)
Hintergrund:
Nach
Willen der Landesregierung soll in Schleswig-Holstein zum
dritten Mal ein so genanntes "Umweltranking"
stattfinden. Das Projekt soll Aufschluss über den
Stellenwert von Umwelt und Natur in den Kreisen und
Städten des Landes geben und das Engagement für den
Natur- und Umweltschutz der einzelnen Regionen
vergleichen. Beurteilt werden 21 Kriterien, unter anderem
Klimaschutz, Bodenschutz, Neuwaldbildung,
Flächenverbrauch und die Anzahl der schadstoffarmen
Autos. Beim zweiten Ranking im Jahre 2001 siegte der Kreis
Stormarn vor Plön und Nordfriesland.
Städtebund,
Städtetag, die Landkreise sowie die kreisfreien Städte
Lübeck und Flensburg haben angekündigt, sich an diesem
Wettbewerb nicht mehr beteiligen zu wollen. Als Gründe
hierfür wurden unter anderem der bürokratische Aufwand
sowie die Kosten angeführt, die nach Schätzungen der
Opposition bei landesweit 30.000 Euro jährlich liegen.
Die
FDP-Fraktion fordert, das Projekt Umweltranking umgehend
zu beenden.
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Neue
Aussprache zur Verwaltungsreform
Parlament signalisiert
weitgehende Einigkeit
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Kiel (SHL). Die Fraktionen des Landtages in Kiel sind sich
einig, dass die eingeleitete Verwaltungsreform in
Schleswig-Holstein fortgesetzt wird und die Verwaltung weiter
abspecken muss. "Es gibt keine Alternative zur Straffung von Verwaltung, Gesetzen und
Vorschriften», sagte Innenminister Klaus Buß (SPD) am Freitag,
12. Dezember 2003, in der Debatte über einen vom Landtag
angeforderten Regierungsbericht. Der Umbau der Landesbehörden soll jährlich Einsparungen von 2,1 Millionen Euro bringen, Erlasse
und Verordnungen sollen nach fünf Jahren nicht mehr gelten. Die
Landesregierung hatte die Eckpfeiler der Reform am 11. November
öffentlich vorgestellt und der Landtag drei Tag später eine
erste Aussprache über das Thema angesetzt.
(siehe: "plenum-online",
November
2003)
Die Arbeit an einer schlanken Verwaltung sei ein ständiger
Prozess, stellte Buß klar. Aktuelle Erfolge seien die
Zusammenlegung der Landesämter für Statistik und
Informationstechnologie und der Eichämter mit denen in Hamburg.
Das neue Verfallsdatum für Landesverordnungen von fünf Jahren
sorge für einen Abbau von Bürokratie. 40 Prozent der alten
Richtlinien und Erlasse würden dadurch zum ersten Januar
ungültig. Ständig geprüft werde die weitere Übertragung von
Landesaufgaben auf private Dritte oder die Kommunen. Im
Landesvergleich stehe Schleswig-Holstein damit "sehr, sehr
gut da", so das Fazit von Buß.
Opposition sieht Mängel und stellt Forderungen
Sinnvolle Synergie-Effekte sah auch die Opposition bei den
Reformbemühungen der Landesregierung. Zugleich verbuchte Heiner
Garg (FDP) aber auch erhebliche Mängel: Der Bericht
verschweige, welche Aufgabenverlagerungen das Land konkret
prüfe. Dabei sei bekannt, dass die Landesregierung
beispielsweise den Abbau kleinerer Schulstandorte oder eine
stärkere finanzielle Beteiligung der Kommunen beim Städtebau
plane. "Wir wollen ganz konkret wissen, was Sache
ist", so Garg. "Wir sind einen Schritt voran gekommen,"
gestand auch Klaus Schlie (CDU) ein. Auf dem Weg zu einer
schlankeren Verwaltung gebe es aber noch immer erhebliche Tabus.
Vor allem Umweltminister Klaus Müller (B’90/Grüne) habe sich
durchsetzen können, monierte Schlie mit Blick auf die Schaffung
des neuen Landesamtes für Umweltschutz in Itzehoe.
Grüne: "Gespensterdiskussion"
Die Opposition führe eine "Gespensterdiskussion",
wies Karl-Martin Hentschel (Grüne) die Vorwürfe zurück:
"Wir haben 2.000 Arbeitsplätze in den zentralen
Verwaltungen eingespart: Das sind 20 Prozent der Beschäftigten
in sieben Jahren." Bei der Zusammenlegung von Gemeinden zu
größeren Verwaltungseinheiten erweise sich vor allem die CDU
als "Blockierer". Eine weitergehende Kommunalreform
nannte auch Silke Hinrichsen (SSW) als wichtigsten Schritt auf
dem Weg zu einer schlankeren Verwaltung. So habe das dänische
Nachbaramt Sonderjylland nur 23 Gemeinden, auf
schleswig-holsteinischer Seite seien es mehrere hundert. Peter
Eichstädt (SPD) lobte den Abbau von Verwaltungsvorschriften und
die geplanten Einsparungen bei Polizei, Finanzämtern und
Gerichten. Die Verwaltungsreform sei bei der Landesregierung auf
einem guten Weg, so Eichstädt.
Der Bericht wurde einstimmig zur weiteren Beratung in den
Innenausschuss überwiesen.
Hintergrund:
Die
Landesregierung plant, im Rahmen der Verwaltungsreform die
Landesbehörden umzugestalten und effizienter zu machen.
Dadurch sollen 2,1 Millionen Euro jährlich eingespart
werden.
Landeskompetenzen, die bislang von unteren
Landesbehörden wahrgenommen wurden, sollen an die Kreise
und Kommunen abgegeben werden. Dies gilt beispielsweise
für die Bereiche Wasserwirtschaft, Regionalentwicklung
und Flurneuordnung.
Nach der Auflösung der Oberfinanzdirektion soll
nun die Zahl der Finanzämter von 21 auf 17 reduziert
werden.
Die staatlichen Umweltämter und die Ämter für
ländliche Räume werden aufgelöst und in einem Landesamt
für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft mit Sitz in
Itzehoe zusammengefasst. Aus dem jetzigen Amt für Natur
und Umwelt soll ein Institut zur wissenschaftlichen
Grundlagenarbeit werden.
Auch die CDU strebt eine Übertragung von
Landesaufgaben "nach unten" an. Zudem sollen
bisherige staatliche Leistungen aus dem Katalog gestrichen
werden. Gemeinden sollen finanzielle Anreize für die
Zusammenarbeit untereinander und für wirtschaftliches und
bürgernahes Handeln geboten werden. Hier sollen drei bis
vier "Regionalämter" als Unterstützung dienen.
mehr
Informationen: "plenum-online",
November
2003
(/www.sh-landtag.de/plenumonline/november03/texte/
27_34_buerokratie_verwaltung.htm)
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