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dieser Seite: Europaschulen
- EU-Verfassung
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Top 18:
Europaschulen in
Schleswig-Holstein
Antrag der
Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN |
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Top 22:
Stellung der Länder
und Kommunen in der Europäischen Verfassung
Antrag der Fraktionen von
SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN |
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Europaschulen:
Bedeutung
wächst zunehmend
Landtag fordert stärkere
Unterstützung von Regierung
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Kiel (SHL). Einmütig hat der
Landtag das Engagement der schleswig-holsteinischen
Europaschulen für die europäische Verständigung gewürdigt.
Redner aller Landtagsparteien appellierten am Freitag, 12.
Dezember 2003, an die Landesregierung, diese Schulen auch in
Zukunft zu unterstützen. In Schleswig-Holstein gibt es
inzwischen 21 vom Land anerkannte Europa-Schulen, die mit
Auslandspartnerschaften, Europa-Projekten, bilingualem
Unterricht und Lehreraustausch den europäischen Gedanken mit
Leben füllen. Dazu gehören Gymnasien, Real- und Berufsschulen sowie eine Grundschule.
Das Gymnasium in Niebüll bietet gemeinsam mit einer Schule im
dänischen Tondern sogar eine grenzübergreifende
deutsch-dänische Europaklasse an, die mit der Hochschulreife
beider Länder abgeschlossen wird.
Angesichts der EU-Osterweiterung
komme den Europa-Schulen eine wachsende Bedeutung zu, so die
einhellige Meinung im Plenum. Kontakte und Partnerschaften,
sowie Lehrer- und Schüleraustausch müssten künftig auch auf
die osteuropäischen Staaten ausgeweitet werden. Insbesondere
Lettland, Estland und Polen erhielten dabei auf Grund der
geographischen Nähe ein besonderes Gewicht. Trotzdem gebe es
für die Europaschulen bislang nicht mehr "als ein
Schulterklopfen", kritisierte die Opposition.
Ihr Ministerium biete
Unterstützung bei der Organisation von Tagungen und Konventen,
wies Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) die Kritik
zurück: "Das kostet auch Geld". Zusätzliche
finanzielle Mittel, das machte die rot-grüne
Regierungskoalition klar, können die Europa-Schulen vom Land
jedoch kaum erwarten. Auch in Zukunft sei vor allem persönliches
und meist ehrenamtliches Engagement von Schülern und Lehrern
gefragt.
Der Antrag von SPD, Grünen und SSW wurde
einstimmig zur weiteren Beratung in den Bildungsausschuss
überwiesen.
Hauptredner:
Hermann Benker (SPD); Uwe
Greve (CDU); Joachim Behm (FDP); Detlef Matthiessen (B‘90/Grüne);
Anke Spoorendonk (SSW); Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave
(SPD)
Hintergrund:
Bislang 21 Schulen
haben in Schleswig-Holstein von der Landesregierung den
Status einer Europaschule erhalten. Mit dieser Auszeichnung
werden besondere Leistungen im Bereich der
Auslandspartnerschaften, des Fremdsprachen- und bilingualen
Unterrichts oder des Lehreraustauschs gewürdigt.
Ein besonderes Projekt ist die erste
deutsch-dänische Europaklasse, die gemeinsam von der
Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll und dem Gymnasium in
Tondern unterhalten wird: 28 Schüler des 11. Jahrgangs
werden im halbjährigen Wechsel in Deutschland und in
Dänemark unterrichtet, erhalten zudem Erdkunde- und
Biologie-Unterricht auf Englisch und schließen die Schule
sowohl mit dem deutschen als auch dem dänischen
Reifezeugnis ab.
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Appell an
EU-Gipfel für die Verfassung'
Landtag warnt vor
Scheitern der EU-Verfassung
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Kiel (SHL). Der Landtag hat die Teilnehmer des EU-Gipfels aufgefordert, sich für die unveränderte
Verabschiedung der Europäischen Verfassung einzusetzen.
Insbesondere sollen die 25 Regierungschefs der Mitgliedsländer
und Beitrittskandidaten bei ihren Beratungen in Brüssel den
Ländern und Regionen, wie vom Verfassungskonvent vorgesehen,
eine stärkere Position im "EU-Grundgesetz"
einräumen. In diesen Punkten herrschte am Mittwoch, 10.
Dezember 2003, bei einer von Rot-Grün beantragten Aussprache
weitgehende Einigkeit im Plenum. Die Opposition bezweifelte
jedoch die Wirksamkeit einer derartigen Positionierung des
Landtags so kurz vor dem entscheidenden Treffen am kommenden
Wochenende. Lediglich der
SSW übte grundsätzliche Kritik am Verfassungsentwurf.
SPD, Grüne und Landesregierung stützten den Bundeskanzler,
der sich entschieden für die vom Konvent geplante stärkere
Gewichtung der großen EU-Länder bei Mehrheitsentscheidungen
ausspricht. Die historische Chance auf eine EU-Verfassung dürfe
nicht leichtfertig durch eine erneute inhaltliche Diskussion
aufs Spiel gesetzt werden.
Seitens des SSW wurden dagegen Änderungen am
Verfassungsentwurf gefordert, vor allem im Interesse kleiner
Länder – ansonsten drohe Europa noch undurchschaubarer zu
werden.
CDU und FDP machten sich für das Subsidiaritätsprinzip
stark: Es solle für die Länder und Kommunen auf europäischer
wie auch auf nationaler Ebene stärker gelten. Zudem müsse der
"Ausschuss der Regionen" weiter gestärkt werden –
eine Aufwertung dieses Gremiums habe im Verfassungsentwurf nicht
stattgefunden.
Zwei Tage vor dem Brüsseler Gipfel stehen die Verhandlungen
unter einem schlechten Stern. Insbesondere Polen und Spanien
setzen sich vehement gegen die vom Konvent vorgesehene
Stimmengewichtung ein. Auch die künftige Zahl der Kommissare
ist noch umstritten.
Der Antrag wurde bei Enthaltung des SSW und eines Teils der
FDP-Fraktion angenommen.
Hauptredner:
Ulrike Rodust (SPD),
Thorsten Geißler (CDU), Joachim Behm (FDP), Detlef Matthiessen
(Grüne), Anke Spoorendonk (SSW), Ministerpräsidentin Heide
Simonis (SPD)
Hintergrund:
Nachdem der EU-Konvent
im Juni den Entwurf einer Europäischen Verfassung
vorgelegt hat, besteht vor einer endgültigen
Ratifizierung noch in einer Reihe von Punkten
Klärungsbedarf.
So drängen die deutschen Bundesländer auf
stärkere Beteiligung an den europäischen
Entscheidungsprozessen. Zurzeit erfolgt die Vertretung
nationalstaatlicher Interessen gegenüber der EU durch die
nationale Exekutive, also die Bundesregierung. Die Länder
haben lediglich über den Ausschuss der Regionen die
Möglichkeit, auf Entscheidungen einzuwirken, sind aber
andererseits zur Beachtung europäischer Vorgaben
verpflichtet, beispielsweise in der Umwelt- und
Agrarpolitik. Vor diesem Hintergrund fordern
Ländervertreter einen verstärkten Dialog zwischen den
Ebenen EU, Bund, Länder und Kommunen; ebenso wird die
Verankerung des Subsidiaritätsprinzips in der Verfassung
angemahnt.
Weitere strittige Punkte sind die Frage, in welchen
Politikfeldern das Mehrheitsprinzip gelten soll, die
Stimmengewichtung bei Mehrheitsentscheidungen, die
Zusammensetzung der Kommission sowie der Gottesbezug.
Ein EU-Gipfel in Brüssel am12. und 13. Dezember
will hier Kompromisse finden.
mehr
Informationen: "plenum-online",
Juni 2003
(www.sh-landtag.de/plenumonline/juni2003/texte/46_euverfassung.htm)
Der
Europäische
Verfassungskonvent
(http://european-convention.eu.int/bienvenue.asp?lang=DE)
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