| Bologna-Prozess: Die
Landesregierung soll bis Februar darlegen, wo die
schleswig-holsteinischen Hochschulen auf dem langen Weg zum
geplanten europäischen Hochschulraum (Bologna-Prozess)
stehen. Der Berichtsantrag, den SPD und Grüne formuliert
hatten, wurde im Landtag ohne Aussprache beschlossen.
Hintergrund: Vierzig europäische Länder haben sich infolge
einer Konferenz in Bologna (1999) verständigt, ihre
Bildungssysteme bis 2010 nach gemeinsamen Vorgaben
auszurichten. Bachelor- und Masterstudiengänge sollen alte
Abschlüsse (Diplom, Magister) ersetzen. Studieninhalte
sollen vergleichbar, Studienleistungen allerorts anerkannt
werden. Der Landtag erkundigt sich nun nach Stand, Zeitplan
und Perspektive des Hochschulumbaus in Schleswig-Holstein.
Die Regierung soll auch andere Aspekte des europäischen
Bildungsraums beleuchten, so etwa den Schüler- und
Lehreraustausch auf dem Kontinent.
mehr Infos: "plenum-online",
Sept.
2003
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Haus
der Geschichte: Die
Regierung will bis Sommer 2004 in einer Studie klären, ob und wie
in Schleswig-Holstein ein virtuelles Haus der Geschichte machbar
ist. Einen alten Regierungsbericht, in dem erste Ideen für ein
reales Haus der Geschichte vorgestellt werden, legte der Landtag
im Dezember nach Beratung im Bildungsausschuss einmütig zu
den Akten. Hintergrund: Der Landtag hatte sich im Februar 2002
für den Aufbau eines Museums zur neueren Landesgeschichte
ausgesprochen. Der Haken: Das Museum trägt sich nicht selbst und
für hohe Zuschüsse fehlt dem Land das Geld. Zudem war der
Standort umstritten. Beworben hatten sich Kiel, Schleswig und
Rendsburg/Büdelsdorf. CDU und SSW warben für Schleswig, die
Grünen für Kiel.
mehr Infos: "plenum-online",
August
2003

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Hochschul-Modernisierung:
Schleswig-Holstein soll
seine Hochschulplanung enger mit Hamburg abstimmen. Dazu forderte
der Landtag die Landesregierung am Freitag, 12. Dezember 2003, einstimmig auf. Enger
kooperieren soll Schleswig-Holstein mit Hamburg auch, wenn
Studiengänge neu eingeführt oder grundlegend verändert werden.
Der Landtag verlangt zudem, dass beide Länder gemeinsam die Zahl
der nötigen Medizinstudienplätze festlegen. Die Wunschliste ist
Teil eines CDU-Antrags, der im August im Landtag debattiert und
danach im Bildungsausschuss beraten worden war. Die Einsetzung
eines Landeshochschulrates, den die CDU ebenfalls beantragt hatte,
lehnte der Landtag mit Stimmen von SPD, FDP, Grünen und SSW ab. Der Hochschulrat sollte aus sieben "renommierten
Persönlichkeiten" bestehen und die Hochschulentwicklung in
Schleswig-Holstein mitsteuern.
mehr Infos: "plenum-online",
Sept.
2003
| Lehrerfortbildung: Die
Landesregierung soll bis Februar einen Bericht über die
Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften vorlegen. Einen vom
Bildungsausschuss empfohlenen Antrag (15/3025) verabschiedete der Landtag
einstimmig. Im
Zentrum des Berichts steht das landeseigene Institut für
Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH).
Das frühere Institut für Praxis und Theorie der Schule (IPTS)
bietet jährlich mehrere hundert Bildungstermine an. Der
Landtag erkundigt sich insbesondere nach dem IQSH-Programm
im Schuljahr 2002/03 und hier nach Themen, Dauer und Kosten
der Veranstaltungen. Zudem möchte das Parlament wissen,
welche Statistiken das IQSH führt und künftig anlegen
will. Der Berichtsantrag wurde im Bildungsausschuss
formuliert. Grundlage waren Anträge von CDU sowie SPD und
Grünen. Hintergrund: Mehr als zehn Prozent des
Unterrichtsausfalls in Schulen entstand bisher dadurch, dass
Lehrkräfte sich auch vormittags fortbilden. Das
Schulministerium hat angekündigt, dass
Bildungsveranstaltungen nicht mehr während der
Unterrichtszeit stattfinden sollen.
mehr
Infos: "plenum-online",
Sept. 2003
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