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Petitionsausschuss  (Top 32; Drs. 15/3021),  Wirtschaftsbericht 2003 (Top 39; Drs. 15/2550, 15/3073), Universitätsklinika Jahr 2002 (Top 40; 15/3075), LEG-Tätigkeitsbericht (Top 43; 15/2447, 15/3089)


   Petitionen:  Der Petitionsausschuss des Landtags hat im zweiten Quartal 2003 (April bis Juni) 113 Eingaben behandelt. Dabei klärte der Ausschuss mehr als jeden vierten Beschwerdefall ganz oder zumindest teils im Sinne der Bürger. Der Landtag nahm den Petitionsbericht am Freitag, 12. Dezember 2003, zur Kenntnis. Helfen konnten die Abgeordneten auch einem blinden Dithmarscher. Er hatte beklagt, dass er an einer Straße mangels Bordstein den Übergang zur Fahrbahn nicht erkennen kann. Das Straßenbauamt erklärte sich bereit, dort breite Gummiplatten einzubauen. Pech hatte eine Ostholsteinerin. Die Frau, deren Wohnkeller im Sommer 2002 bei Starkregen überflutet worden war, hatte um eine Entschädigung aus dem Bundes-Flutopferfonds gebeten. Diese Mittel stehen allerdings nur Menschen zu, deren Hab und Gut im Sommer 2002 im Elbe-Hochwasser versank. Eine besondere Antwort erhielt ein Mann aus dem Kreis Segeberg, der sich im Landtag einen Bürgerausschuss wünschte. "Letztlich ist der mit der Eingabe verfolgte Gedanke mit der Einrichtung des Petitionsausschusses realisiert", wurde ihm beschieden.

mehr Infos: Der Petitionsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtages

  Universitätsklinika 2002:  Die Universitäts-Klinika in Kiel und Lübeck haben 2002 und damit im letzten Geschäftsjahr vor ihrer Fusion rote Zahlen geschrieben. Das geht aus einem Regierungsbericht hervor, den der Landtag ohne Aussprache zur Beratung an den Bildungsausschuss. Das Klinikum Kiel machte ein Minus von 11,5 Millionen Euro und verbuchte - nach Entnahmen aus der Rücklage - einen Bilanzverlust von 4,9 Millionen Euro. In Lübeck wurde der Fehlbetrag (0,7 Millionen) komplett gedeckt, so dass eine ausgeglichene Bilanz vorgelegt werden konnte. Hauptgrund für die Defizite war der deutliche Anstieg der Personalkosten. Das neue Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) leitete einen Sparkurs ein, weil im Startjahr 2003 ein Defizit von 31 Millionen drohte. Der neue Vorstand des UKSH, der seit Oktober arbeitet, soll die Zusammenarbeit der beiden Standorte Kiel und Lübeck vorantreiben und so Kosten dämpfen. Das UKSH gehört mit 2.500 Betten und 10.000 Beschäftigen zu den Branchenriesen in Deutschland. Selbst bekannte Uni-Kliniken wie die in München (Großhadern) oder Berlin (Charite) sind kleiner. 

  Wirtschaftsbericht:  Die Wirtschaft steckt auch in Schleswig-Holstein in der Krise. Im Jahr 2002 meldeten 1.400 Unternehmen Insolvenz an. Im Jahresschnitt waren mehr als 121.000 Menschen arbeitslos. Das geht aus dem Landes- Wirtschaftsbericht 2003 hervor, den der Landtag jetzt nach eingehender Beratung zur Kenntnis nahm. Die Landesregierung hatte den 76seitigen Lagebericht im Frühjahr vorgelegt. Seitdem hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt im Norden weiter verschlechtert. Ein Lichtblick: Im Jahr 2002 gab es in Schleswig-Holstein deutlich mehr Selbstständige als im Bundesschnitt. Auch bei Betriebsgründungen belegte das Land einen Spitzenplatz. Klar ist aber auch, dass die wirtschaftliche Lage nicht einheitlich ist. Im Speckgürtel um Hamburg sieht es besser aus als in den strukturschwachen Regionen des Landes.

mehr Infos: "plenum-online", April 2003

  LEG-Tätigkeitsbericht: Der Tätigkeitsbericht der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) für die Jahre 1999 bis 2001 wird zu den Akten gelegt. Im Dezember nahm der Landtag die Regierungsvorlage ohne Aussprache zur Kenntnis und schloss damit vorerst das Kapitel LEG. Hintergrund: Das Parlament hatte im September einem Verkauf der restlichen Landesanteile an dem größten Wohnungsunternehmen in Schleswig-Holstein zugestimmt. Das Paket (50,07 Prozent) geht für 105 Millionen Euro an die HSH Nordbank. Sie hatte gemeinsam mit der Hamburger B&L Immobilien AG im Jahr 2001 bereits 49,9 Prozent der LEG-Anteile übernommen. Die Ende 1995 gegründete Landesgesellschaft besaß laut Tätigkeitsbericht Ende 2001 mehr als 22.381 Wohnungen in 61 Städten und Gemeinden. Der Immobilienkonzern und Projektentwickler beschäftigte 550 Mitarbeiter und wies 2001 eine Bilanzsumme von 1,23 Milliarden Euro aus.

 

    

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