Auf dieser Seite: Bildungsbürokratie  –   Schule u. Jugendhilfe

xxx

Top 29: 
Bildungsbürokratie abbauen

 Antrag der Fraktion der CDU
        neu : ohne Aussprache

Drucksache: 15/3769
  zum Text


Top 47: 
Umsetzung der Kooperation von Schule und Jugendhilfe
Landtagsbeschluss vom 27. August 2004 – Drucksache 15/3535

Bericht der Landesregierung

Drucksache: 15/3760
-Plenarprotokoll-
  zum Text
t

Bildungspolitische Forderung 
der Union zurückgewiesen

Kiel (SHL). Die CDU-Fraktion will die Landesregierung auffordern, sich für einen weitgehenden Rückzug des Bundes aus der Bildungspolitik und für eine Umstrukturierung der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) einzusetzen. Einen entsprechenden Antrag hat der Landtag am Freitag, 17. Dezember 2004, zur weiteren Beratung zunächst an den Bildungsausschuss überwiesen.  Der Tagesordnungspunkt wurde entgegen der ursprünglichen Planung ohne Aussprache behandelt.

Hintergrund: Das Bundesverfassungsgericht hat verschiedene Teile der Hochschulrahmengesetzgebung des Bundes für verfassungswidrig erklärt. So weisen die Karlsruher Richter darauf hin, dass die vom Bundestag verabschiedeten Regelungen zur Juniorprofessur wie auch das Verbot von Studiengebühren die Kultushoheit der Länder verletzen. Vor diesem Hintergrund wollte die CDU-Fraktion bundeseinheitliche Regelungen durch einen stärkeren "Wettbewerbsföderalismus" im Bildungsbereich ersetzen.

Die KMK ist in jüngster Zeit durch die Drohung Niedersachsens, das Gremium zu verlassen, in die Diskussion geraten. Die CDU/FDP-Regierung in Hannover hatte bemängelt, dass die KMK aufgrund des Einstimmigkeitsprinzips unflexibel und langsam arbeite. Die Kieler Unionsfraktion schließt sich dem an und fordert die Einführung eines Mehrheits-Quorums sowie die Beschränkung der KMK auf Kernkompetenzen wie die Anerkennung von Zeugnissen und Abschlüssen und die Sicherung von Qualitätsstandards.

Die KMK sitzt in Bonn und betreibt eine Nebenstelle in Berlin. Sie verfügt über einen Jahresetat von 50 Millionen Euro und rund 200 Mitarbeiter.

Hintergrund:
                              
siehe Artikel

zurück zum Textanfang / Seitenanfang

tt

Soziale Kompetenz durch Ganztagsprojekte...
...im Bereich der Kooperation zwischen Schule
 und Jugendhilfe

Kiel (SHL). Mit Ganztagsangeboten gegen Langeweile und Orientierungslosigkeit: Die Landesregierung setzt auch weiterhin auf Kooperations-Maßnahmen zwischen Lehrern, Sozialarbeitern und Erziehungsberatern. Ziel der Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule sei es, Kindern und Jugendlichen soziale Kompetenzen durch Engagement in Bereichen wie der Drogenaufklärung und im Sport zu vermitteln. Dies hat Jugendministerin Anne Lütkes (Grüne) in einem von den Grünen beantragten Bericht am Mittwoch, 15. Dezember, deutlich gemacht. Gestärkt werde diese Kooperation durch Maßnahmen des Jugendministeriums wie die Ernennung eines Jugendhilfe-Koordinatiors und Fortbildungsmaßnahmen.

Die Landesregierung schmücke sich mit fremden Federn, monierte die Rednerin der Union: Das Gros der Projektarbeit würde von ehrenamtlichen Kräften erledigt. Die Liberalen vermissten eine klare und mit Zahlen belegbare Bewertung der Projekte, lobten aber ausdrücklich einige Ganztagsangebote im Land. SPD, Grüne und SSW schlossen sich der positiven Zwischenbilanz der Landesregierung nach vier Jahren Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule an. Die Projekte zeugten von der Vielfalt der Ideen und seien zudem ein gutes Mittel, um insbesondere Kinder aus sozialschwachen Familien besser zu fördern.

Der Bericht wurde an die Ausschüsse für Soziales und Bildung überwiesen.

Hauptredner: Sylvia Eisenberg (CDU), Birgit Herdejürgen (SPD), Ekkehard Klug (FDP), Irene Fröhlich (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW)

Hintergrund:
   Auf Antrag der Grünen berichtet die Landesregierung über die Zusammenarbeit zwischen den Schulen im Land und den Jugendhilfe-Einrichtungen. Zwischen der Schule und der Jugendhilfe gibt es viele Schnittstellen, weil hier wir dort Jugendlichen mit Problemen geholfen wird. Kooperations-Projekte von Lehrern, Sozialarbeitern und Erziehungsberatern sind etwa bei Ganztagsangeboten in Schulen möglich. Die Angebote reichen von der Hausaufgabenhilfe über die Drogen-Aufklärung bis hin zu Sport- und Freizeitaktivitäten. Einige Beispiele:
  • Die Sportjugend Schleswig-Holstein veranstaltet Qualifizierungskurse für 14 bis 16-Jährige, um diese als Aktionsleiter auszubilden. Mit den neu erworbenen Kenntnissen bieten die Jugendlichen zusätzliche Spiel- und Sportangebote an den Schulen an. Als Ergebnis stellen die Initiatoren eine bessere körperliche Fitness sowie weniger Konflikte fest.
  • Pro Familia unterhält das Programm "Elternschaft auf Probe". Jugendliche betreuen und versorgen über mehrere Tage eine "Säuglingssimulationspuppe". Anhand der dabei angefertigten Chip-Aufzeichnungen wird anschließend ein Gespräch über Fragen der Elternschaft wie über eigene Kindheitserfahrungen der Teilnehmer geführt.
  • Die Stadtjugendpflege Quickborn (Kreis Pinneberg) leitet an der dortigen Waldschule Viertklässler dazu an, die Patenschaft für Erstklässler zu übernehmen. Die älteren Schüler informieren ihre Paten über den Schulalltag und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

mehr Informationen: plenum-online, August 2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/august2004/texte/meldungen1.htm)

zurück zum Textanfang / Seitenanfang

ttt

* * * * *

 

Themen-Übersicht

Aktuelles

Aktuelle Stunde
- - -

Dringlichkeit: - - -

Am Rand notiert: 
80.000 Seiten Papier
"Poppi" sagt adieu

Gesetzentwürfe

2. Lesungen:

Grundwasserabgabe
Landesbesoldung
Verwaltungsstruktur
Baugesetz
Sozialgerichtsgesetz
Rundfunkstaatsvertrag
Lebenspartnerschaft
Röntgenlaser
 (Kurzmeldung)
Europarecht (Lehrämter)
 (Kurzmeldung)
Landesaufnahmegesetz
 (Kurzmeldung)
Gerichtspräsidiumswahl
 (Kurzmeldung)
Landespressegesetz
 (Kurzmeldung)

1. Lesungen:

Juristische Staatsprüfungen
Justizverwaltungskosten
Mitbestimmung in Kitas
Landesrundfunk
Verjährungsrecht
 (Kurzmeldung)
Insolvenzverordnung
 (Kurzmeldung)
Hafenanlagen-Sicherheit
 (Kurzmeldung)
Hochschulzulassung
 (Kurzmeldung)
Bundesbesoldung
 (Kurzmeldung)

Arbeit/Soziales / Gesundheit

Älter werden
Stalking
Zivildienst
Bürgerbeauftragte
Ausbildungssituation
Sozialversicherungsbeiträge
(Kurzmeldung)
Arbeitsmarkt
(Kurzmeldung)
Arbeitsverwaltung
(Kurzmeldung)
Kündigungsschutz
(Kurzmeldung)
Hartz IV
(Kurzmeldung)
Petitionsausschuss
(Kurzmeldung)

Bildung / Kultur / Forschung

Gegliedertes Schulsystem
PISA II
Bildungsbürokratie
Rauchfreie Schulen
Schule und Jugendhilfe
"Kopftuch-Urteil"
Politische Bildung
Haus der Kulturverbände
OECD-Länderbericht
(Kurzmeldung)
Jugendkriminalität
(Kurzmeldung)
Patentverwertungs-Agentur
(Kurzmeldung)
Uni-Klinikum
(Kurzmeldung)
Literaturfestival
(Kurzmeldung)
Kulturerbe Danewerk
(Kurzmeldung)

Wirtschaft / Verkehr / Technik

Bahn Kiel-Hamburg
Sparkassen/Provinzial
Dienstleistungen
Technologiestiftung
Erdverkabelung
(Kurzmeldung)
Ladenschluss
(Kurzmeldung)
GA Wirtschaftsstruktur
(Kurzmeldung)
Bahnreform
(Kurzmeldung)
Radverkehr
(Kurzmeldung)

Natur / Umwelt / Energie

Verlässliche Energiepolitik
Hochwasserschutz
Tierschutz

Agrar / Tourismus / Landesentwicklung

Ländlicher Raum
Bioenergie

Inneres / Recht

Entlassung Justizministerin

Finanzen

Kommunale Einnahmen
(Kurzmeldung)
Landesrechnungshof
(Kurzmeldung)

Europa

- - -