Auf dieser Seite: Rauchfreie Schule  –   Mitbestimmung Kitas

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Top 36: 
Schleswig-Holsteinische Schulen als rauchfreie Zonen
Antrag der Fraktion der CDU

Drucksache: 15/3845
-Plenarprotokoll-
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Top 23: 
Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Mitwirkungs- rechte von Elternvertretungen in Kindertagesstätten

Gesetzentwurf der Fraktion FDP

Drucksache: 15/3852
-Plenarprotokoll-
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Antrag auf blauen Dunst?
CDU will
Rauchverbot in den Schulen / Ausschuss
wird sich des Themas annehmen

Kiel (SHL). Blauer Dunst und Glimmstengel adé? Die Schulen und Schulhöfe des Landes sollen nach Willen der CDU zur rauchfreien Zone werden. Trotz geteilter Einschätzung, dass das Rauchen an sich eine Gefährdung für Kinder und Jugendliche darstellt, lehnten die übrigen Fraktionen und der SSW am Mittwoch, 15. Dezember, den Vorstoß ab. Hintergrund des erneuten Antrags der Union: Studien zufolge ist das Einstiegsalter für Nikotinkonsum seit 2001 im Durchschnitt um 0,4 Jahre gesunken. Demnach greifen Jungen heute im Durchschnitt mit 12,1 Jahren zur Zigarette, Mädchen mit 12,6 Jahren. 

Es habe sich gezeigt, dass Präventionsarbeit allein nicht ausreiche, begründete Frauke Tengler (CDU). Die Schulen würden nach Hilfe schreien. Schleswig-Holstein solle deshalb Hamburgs Beispiel folgen, wo der Senat zum 1. Januar das Rauchen an den Schulen verbietet. Die FDP unterstütze das Leitbild einer rauchfreien Zone, so Ekkehard Klug. Mit Blick auf die eigene Schulzeit stellte er jedoch den Sinn eines Rauchverbotes in der Schule in Frage. Schon damals hätten die Schüler heimlich auf der Toilette "gepafft".

Ministerin: Es gibt Argumente für ein Verbot

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) signalisierte zu dem Thema weitere Gesprächsbereitschaft: Es gebe durchaus Argumente für ein Verbot. Dies dürfe allerdings kein "zahnloser Tiger" sein und keine Grau-Zonen zulassen. Ansonsten würde womöglich das Gegenteil bewirkt werden. "Wir haben das gleiche Ziel", rief Peter Eichstädt (SPD) der Union zu. "Die Frage ist nur: Wie erreichen wir es?" Er schlug vor, den umgekehrten Weg über den Nicht-Raucherschutz einzuschlagen. Die Statistiken gäben Anlass zur Zäsur, räumte er ein. 

"Es geht um den Kampf um die Meinungshoheit in den Köpfen", befand Angelika Birk (Grüne). Mit einem Verbot könne man Heranwachsende nicht zu mündigen Bürgern erziehen. Auch würden sämtliche aktuelle Angebote der Krankenkassen und Präventions-Kampagnen nicht mehr auf ein Verbot setzen. Anke Spoorendonk (SSW) sprach sich ebenfalls gegen ein generelles Verbot aus. In der Lornsenschule in Schleswig gebe es beispielsweise bereits ein Rauchverbot: Dort hätten sich Schüler allerdings außerhalb des Schulgeländes eine Raucherecke gesucht, so die Beobachtung der Vorsitzenden des SSW-Landtagsgruppe, 

Der Antrag wurde mit den Stimmen aller Parteien in den Bildungsausschuss und mitberatend in den Sozialausschuss überwiesen.

Hintergrund:
   Die CDU-Fraktion fordert die Landesregierung auf, per Erlass ein grundsätzliches Rauchverbot an Schleswig-Holsteins Schulen durchzusetzen.
   Die Union verweist darauf, dass Kinder immer jünger zu rauchen beginnen. Laut einer Untersuchung des Projektes "Gläserne Schule" liegt das Einstiegsalter der Jungen bei 12,1 Jahren und der Mädchen bei 12,6 Jahren – und ist damit seit 2001 im Schnitt um 0,4 Jahre gesunken. Vor allem Hauptschüler greifen laut der Koordinationsstelle schulische Suchtvorbeugung (KOSS) sehr früh zur Zigarette. Einer Umfrage zufolge befürworten 79 Prozent der Bundesbürger ein generelles Rauchverbot an Schulen. In Niedersachsen gibt es bereits eine solche Regelung.
   Ein ähnlicher Vorstoß der Union war vor zwei Jahren mit der Mehrheit von Rot-Grün, FDP und SSW dahingehend abgeändert worden, dass das Bildungsministerium die einzelnen Schulen auffordern sollte, in den jeweiligen Schulkonferenzen individuelle Lösungen für das Rauch-Problem zu finden.

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Landtag will Elternrechte in Kindertagesstätten gesetzlich verbriefen
Überfraktionelle Zustimmung für Vorstoß der Liberalen

Kiel (SHL). Der Landtag will die Mitwirkungs-Rechte der Eltern in den Kindertagestätten auf Kreis- und Landesebene gesetzlich verankern. Dies zeichnete sich bei der Ersten Lesung eines von der FDP vorgelegten Gesetzentwurfs am Freitag, 17. Dezember, ab. Alle Landtagsparteien signalisierten dem Vorstoß ihre Zustimmung. Laut dem Gesetzentwurf sollen Elternvertretungen damit – analog zur Regelung an Schulen – künftig ein verbrieftes Recht auf Anhörung, Information und Mitsprache bei allen wichtigen Entscheidungen bekommen. Bislang seien die Elternvertreter allein auf den guten Willen der Behörden angewiesen, argumentierte Ekkehard Klug von den Liberalen. Elternbeirate gibt es bereits jetzt in den meisten Kreisen und kreisfreien Städten im Land, allerdings ohne gesetzliche Grundlage. 2003 wurde zudem eine Landeselternvertretung gegründet.

"Auf den Gedanken hätten wir eigentlich alle schon vorher kommen können", bekundete Werner Kalinka (CDU) seine Zustimmung. Astrid Höfs nannte den Vorstoß "einen wichtigen Beitrag", Angelika Birk (Grüne) einen „pragmatischen Vorschlag die Mitbestimmung der Eltern zu stärken". Der Landtag müsse das Gesetz jetzt umgehend verabschieden, forderte Silke Hinrichsen (SSW). „Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit", stimmte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) zu. Das Parlament überwies den Gesetzentwurf an die Ausschüsse für Soziales sowie Inneres und Recht.

Hintergrund:
   Die FDP-Fraktion legt dem Landtag einen Entwurf zur Änderung des Kindertagesstättengesetzes vor, den das Parlament in Erster Lesung berät. Ziel der Liberalen ist eine stärkere Position der Eltern.
   Künftig soll es in jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt eine Eltern-Vertretung geben, in Anlehnung an die Eltern-Beiräte der Schulen. Zudem soll im Gesetz eine Landes-Elternvertretung verankert werden, die von den Kreis- beziehungsweise Stadtgremien gewählt wird und die vom Familien-Ministerium gehört und informiert werden muss. Auch sollen die Eltern-Vertreter die Möglichkeit erhalten, an den Sitzungen des örtlichen Jugendhilfe-Ausschusses teilzunehmen.

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