In Kürze: Meldungen4 (Themen ohne Aussprache) 

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Sozialversicherungs-Beiträge (Top 53; Drs. 15/1494, 15/3809); Arbeitsmarkt (Top 54 / 57; Drs. 15/1497, 15/3810 / 15/2443 Abs. 1 und 3, 15/3813); Arbeitsverwaltung (Top 55; 
Drs. 15/1573, 15/1643, 15/3811); Kündigungsschutz(Top 56; Drs.15/2428, 15/3812neu); 
Hartz IV
(Top 59 / 60;  Drs. 15/3345, 15/3816 / 15/3345, 15/3590, 15/3817)


  Sozialversicherung:  Ein Vorstoß der Grünen gegen Schwarzarbeit ist nach fast drei Jahren zu den Akten gelegt worden. Auf Empfehlung des Sozialausschusses erklärte der Landtag den Antrag einmütig für erledigt. Die Grünen wollten die Regierung verpflichten, im Bundesrat eine Initiative "zur Senkung der Sozialversicherungsbeiträge für niedrige Einkommen" zu starten. Die Mindereinnahmen bei den Sozialversicherungen sollten dabei durch eine höhere Mehrwertsteuer und eine angemessene Beteiligung der Arbeitgeber finanziert werden. Ziel der Initiative war es, "die Lohnnebenkosten für die niedrigen Einkommen so zu verringern, dass eine wirksame Alternative zur Schwarzarbeit geschaffen wird".

 

  Arbeitsverwaltung: Der Landtag hat Anträge von FDP und CDU zur Reform der Arbeitsverwaltung einmütig für erledigt erklärt. Beide Vorlagen waren im Februar 2002 im Parlament diskutiert und an den Sozialausschuss überwiesen worden. Die FDP wollte die Regierung verpflichten, über den Bundesrat die gesetzliche Grundlage für eine Neustrukturierung der damaligen Bundesanstalt für Arbeit zu schaffen. Ein Ziel: Private, gemeinnützige oder öffentlich-rechtliche "Dienstleistungsagenturen vor Ort" sollten die Vermittlung, Beratung und Weiterbildung von Arbeitslosen übernehmen. Die CDU hatte dazu einen umfangreichen Änderungsantrag vorgelegt. Die Bundesanstalt wurde inzwischen reformiert und heißt seit 2004 Bundesagentur für Arbeit. 

  Arbeitsmarkt: Der Landtag hat einen Regierungsbericht zur Lage auf dem Arbeitsmarkt abschließend zur Kenntnis genommen. Der Bericht, den die CDU beantragt hatte, war bereits im Frühjahr 2003 im Parlament diskutiert worden. Mit der Kenntnisnahme erklärte der Landtag zugleich die übrigen Teilen des CDU-Antrags für erledigt. Die Union wollte die Landesregierung unter anderem dazu verpflichten, sich im Bundesrat für eine Lockerung des Kündigungsschutzes in kleineren Unternehmen einzusetzen. Der Landtag legte zudem einen FDP-Antrag zu den Akten. Die Liberalen hatten im Januar 2002 gefordert, die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse auszuweiten und die Obergrenze für Mini-Jobs von damals 325 auf 630 Euro anzuheben.

mehr Infos: plenum-online, April 2003

  Kündigungsschutz: Die FDP ist mit einem Antrag zur Lockerung des Kündigungsschutzes gescheitert. Der Landtag lehnte den Vorstoß mit Stimmen von SPD, Grünen und SSW gegen die Stimmen der Opposition ab. Die Liberalen wollte die Regierung im Februar 2003 dazu bewegen, sich im Bundesrat für Abstriche beim Kündigungsschutz einzusetzen. So sollten bestimmte Schutzvorschriften nicht mehr für kleine Unternehmen (6 bis 20 Beschäftigte) gelten. Begründung: Insbesondere kleinere Firmen würden sich wegen der Kündigungsschutzes in guten wie schlechten Zeiten mit Neueinstellungen zurückhalten. 

mehr Infos: plenum-online, Februar 2003

  Hartz IV: Nach Beratung im Sozialausschuss hat der Landtag einen Regierungsbericht zur Umsetzung von Hartz IV in Schleswig-Holstein ohne Aussprache zur Kenntnis genommen. In der Debatte über den Bericht im August hatten alle Fraktionen Nachbesserungen bei der Arbeitsmarktreform angemahnt. Der SSW forderte sogar, die neue "Grundsicherung für Arbeitssuchende" nicht 2005 einzuführen, sondern das Arbeitslosengeld II zu verschieben. Der Regierungsbericht ging auf einen FDP-Antrag zurück. Die Liberalen wollten darüber hinaus im Rahmen des Optionsmodells die Kommunen stärken. Diese Passagen lehnte der Landtag mit rot-grüner Mehrheit bei Enthaltung des SSW ab. Inzwischen ist klar, dass in Schleswig-Holstein die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg die Reform selbst umsetzen. Die übrigen 13 Kreise und kreisfreien Städte kooperieren mit den Agenturen für Arbeit.

mehr Infos: plenum-online, April 2004 / August 2004


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