In Kürze: Meldungen5 (Themen ohne Aussprache) 

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Bundesbesoldung, 1. Lesung (Top 22; Drs. 15/3840); Kommunale Einnahmen (Top 32; Drs. 15/3831); Landesrechnungshof (Top 52; Drs. 15/3802); Bahnreform(Top 65; Drs. 15/3430, 15/3843); Radverkehr (Top 68;  Drs. 15/3153, 15/3859)


  Bundesbesoldung:  Die Minister und Staatssekretäre in Schleswig-Holstein sollen dauerhaft auf bisher nur ausgesetzte Gehaltserhöhungen verzichten. Das sieht ein Regierungsentwurf zur Änderung eines Gesetzes zum Bundesbesoldungrecht vor, den der Landtag ohne Aussprache an die Ausschüsse für Finanzen sowie Innen und Recht überwies. Hintergrund: Ohne die Gesetzesnovelle würde zum 1. Januar 2005 für einige Spitzenkräfte des Landes (Minister, Staatssekretäre, Rechnungshof-Präsident) automatisch eine Gehaltserhöhung um die 4,4 Prozent erfolgen, auf die im Zuge der Nullrunden 2003 und 2004 verzichtet worden war. Die Bundesregierung hat bereits endgültig auf den Nachschlag verzichtet. Diese Regelung schloss nur die Ministerpräsidenten der Länder ein. Für die anderen Spitzenkräfte muss der Landtag eine eigene gesetzliche Regelung schaffen.

  Landesrechnungshof:  Der Landesrechnungshof (LRH) hat im Haushaltsjahr 2002 ordentlich gewirtschaftet. Das stellte der Landtag fest und erteilte dem LRH damit die nach der Landeshaushaltsordnung (LHO) nötige Entlastung für dieses Haushaltsjahr. Die Beschlussempfehlung des Finanzausschusses, der Einnahmen wie Ausgaben des LRH unter die Lupe genommen hatte, wurde einstimmig angenommen. Der LRH, der unabhängig ist, überwacht mit knapp 100 Mitarbeitern die gesamte Haushalts- und Wirtschaftsführung des Landes. Er sucht dabei laut LHO nach der zweckmäßigsten, wirtschaftlichsten und einfachsten Gestaltung der öffentliche Verwaltung. Er ist auch zuständig, soweit Stellen außerhalb der Landesbehörden Landesmittel erhalten oder Landesvermögen oder Landesmittel verwalten.

  Kommunale Einnahmen: Die Landesregierung soll den Landtag im Januar über die voraussichtliche Entwicklung der kommunalen Einnahmen informieren. Der rot-grüne Berichtsantrag wurde einmütig angenommen. Im Zentrum des Berichts soll die Kassenlage der schleswig-holsteinischen und anderer Kreise, Städte und Gemeinden in den Jahren 2004 und 2005 stehen. Derzeit geht vielen Kommunen das Geld aus. In Schleswig-Holstein haben alle vier kreisfreien Städte (Kiel, Lübeck, Neumünster, Flensburg), neun der elf Kreise und acht der 16 Mittelstädte teils große Haushaltslöcher, die sich auf 315 Millionen Euro summieren. Etwas hoffen lässt dagegen die Gewerbesteuer. Nach dem Einbruch 2002 steigen hier die Einnahmen.

   Radverkehr: Die Belange des Radverkehrs sind bei der Verkehrspolitik des Landes in besonderem Maße zu berücksichtigen. Das ist einer der Kernpunkte eines rot-grünen Antrags, den der Landtag mehrheitlich beschloss. SPD, Grüne und SSW stimmten für das Maßnahmen-Paket zur Förderung des Radverkehrs, CDU und FDP dagegen.
In dem Antrag wird die Landesregierung unter anderem verpflichtet, für Radfahrer eine dem Autoverkehr vergleichbare Infrastruktur zu schaffen und in einer landesweiten Kampagne die Vorteile des Radverkehrs deutlich zu machen. Und: "Der Landtag und die Landesbehörden sollen mit zweckmäßigen Fahrrad-Abstellanlagen Vorbildfunktion übernehmen." In Schleswig-Holstein haben 80 Prozent der Bundesstraßen (1.270 Kilometer) und 50 Prozent der Landesstraßen (2.088 Kilometer) einen Radweg.

mehr Infos: plenum-online, Juni 2004

  Bahnreform: 

Von der Tagesordnung abgesetzt

mehr Infos: plenum-online, Mai 2004


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