In Kürze: Meldungen 1 (Themen ohne Aussprache) 

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Lebensmittelchemiker, 2. Lesung (Top 5; Drs. 16/309, 16/387);  Krebsregister, 
2. Lesung
(Top 11; Drs. 16/300, 16/438);  Wohnen im Alter (Top 25; Drs. 16/427, 16/454);  Bleiberechtsregelung (Top 33; Drs. 16/440);  Maßregelvollzug (Top 35; Drs. 16/1916/383)


  Lebensmittelchemiker:  Der Beruf der "Staatlich geprüften Lebensmittelchemiker" ist in Schleswig-Holstein ab sofort rechtlich geschützt: Einstimmig verabschiedete das Plenum in Zweiter Lesung ein von der Landesregierung entsprechendes Gesetz. Zudem unterstützten die Parlamentarier die Forderung nach einer Überarbeitung der seit dem 12. Dezember 1968 gültigen Prüfungsordnung für Lebensmittelchemiker.
  Der "Staatlich geprüfte Lebensmittelchemiker" macht sich um den Verbraucherschutz verdient, in dem er Grundnahrungsmittel auf Schadstoffe kontrolliert und auf diese Weise Irreführungen des Konsumenten vorbeugt oder aufdeckt und mögliche Gesundheitsschäden verhütet. Der Beruf fordert eine gehörige Bandbreite an Kompetenzen. Ein Lebensmittelchemiker benötigt unter anderem Kenntnisse in der Mikrobiologie, Biochemie und Physik. Im Mittelpunkt der Ausbildung steht dabei die Analyse. Zudem muss er für seinen Beruf auch im juristischen Bereich ein gewisses Maß an Fachkompetenz erwerben.
  Laut Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure (BLVK) mangelt es in Deutschland an Männern und Frauen, die sich um den Verbraucherschutz kümmern: Im vergangenen Jahr wurden deshalb lediglich 58 Prozent aller Lebensmittel auf dem deutschen Markt einer Prüfung unterzogen.

 

  Wohnen im Alter: In der Mai-Sitzung soll die Landesregierung einen Bericht zum Thema "Wohnen im Alter" vorlegen. CDU und SPD zielen dabei thematisch in dieselbe Richtung wie FDP, Grüne und SSW: Beide Seiten wollen unter anderem wissen, mit welchen Strategien Schleswig-Holsteins Landesregierung die Kommunen unterstützt, der steigenden Zahl älterer und pflegebedürftiger Menschen gerecht zu werden. Auch das Älterwerden und die Bildung von Wohngemeinschaften in ländlicher Region steht für die Abgeordneten auf der Agenda. Allerdings legt die Opposition einen weiteren Schwerpunkt auf den Bereich Pflegequalität, Pflegeausbildung und medizinische Versorgung. Das Parlament beschloss, dass beide Berichtsanträge zunächst im Sozialausschuss beraten werden sollen.
  In Schleswig-Holstein – so die Prognose – werden 2015 rund 131.000 über 80-Jährige leben. Das wären 32.000 Personen dieser Altersgruppe mehr als 1999. Auch die Zahl der über 60-Jährigen dürfte erheblich steigen: Waren es 1999 noch 633.000 Menschen in diesem Alter werden es im Jahre 2015 wohl rund 753.000 sein. Solche Statistiken alarmieren die Politik: Die Union fordert deshalb eine größere Auswahl von Wohnformen, die auf ältere Menschen zugeschnitten und nicht nur auf Altenheime beziehungsweise Pflegeeinrichtungen fixiert sind. Dahinter verbirgt sich der Gedanke, Senioren je nach Grad körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit einen möglichst optimalen Wohn- und damit auch Lebenskomfort zu garantieren, beispielsweise in Generationen übergreifenden Wohnprojekten.

mehr Infos: plenum-online, November 2004

  Krebsregister: Frauen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren haben seit dem 15. Dezember 2003 alle 24 Monate einen gesetzlich verankerten Anspruch auf ein Mammographie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs. Vor diesem Hintergrund will das Land seine Forschungsbemühungen verstärken. Der erste Schritt ist die vom Parlament am Mittwoch, 14. Dezember, einstimmig verabschiedete Änderung des Landeskrebsregistergesetzes.
  Das von der Regierung vorgelegte Papier erlaubt unter anderem die Zusammenfassung und Auswertung von Registerdaten in den Meldestellen. Allerdings müssen die Patienten der Verwendung der Identitätsdaten und deren Nutzung für die Forschung ausdrücklich zustimmen. Ansonsten werden diese Informationen gelöscht. Jährlich erkranken in Deutschland rund 50.000 Frauen an Brustkrebs, weltweit sind es eine Million.

  BleiberechtWie steht Schleswig-Holstein zu seinen Flüchtlingen, die seit Jahren im Land sind und sich längst integriert haben? Auf diese Frage wird die Landesregierung in der Januar-Tagung eine Antwort geben. Ein entsprechender Berichtsantrag der Grünen wurde mit den Stimmen aller Parteien angenommen.
  Hintergrund: In der vergangenen Woche hatte sich die Bundes- Innenministerkonferenz nicht zu einem Bleiberecht für langjährig geduldete Flüchtlinge durchringen können. Angesichts der unveränderten Rechtslage möchten die Grünen wissen, inwieweit sich die große Koalition künftig für eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis der Betroffenen einsetzen will.

 

 

 

 

 

  MaßregelvollzugEs bleibt dabei: Der Maßregelvollzug an den psychiatrischen Fachkliniken im Land kann künftig auch von privaten Diensten übernommen werden. Einen Antrag der Liberalen, diese Aufgabe an eine Anstalt des öffentlichen Rechts zu übertragen, scheiterte an der Mehrheit im Plenum. CDU, SPD, Grüne und SSW lehnten den Antrag am Mittwoch, 14. Dezember, nach Beratung in Ausschüssen ab.
  Im Maßregelvollzug werden psychisch kranke oder suchtkranke Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung eine Straftat begangen haben, zum Schutz der Bevölkerung in forensischen Kliniken mit hohen Sicherheitsvorkehrungen untergebracht und therapiert.
  Auch die Justiz stellt die Weichen für die Privatisierung: Das Oberlandesgericht Schleswig hatte kürzlich die Eintragung des privatisierten Maßregelvollzugs der Fachklinik Schleswig ins Handelsregister zugelassen. Somit werden psychisch kranke Straftäter künftig von Privaten beaufsichtigt. Die Liberalen hatten dagegen verfassungsrechtliche Bedenken angemeldet.
  Auslöser dieser politischen Auseinandersetzung ist die grundsätzliche Privatisierung der "psychiatrium GRUPPE" (die vormaligen Fachkliniken Heiligenhafen und Neustadt) sowie der Fachklinik Schleswig, die im Vorjahr unter der rot-grünen Regierung in die Wege geleitet worden war. Die Kliniken werden von Anstalten des öffentlichen Rechts in Gesellschaften mit beschränkter Haftung umgewandelt werden.

mehr Infos: plenum-online, September 2004


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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
In stiller Trauer

I n n e n  / R e c h t

1. Lesung:
Verwaltungsstruktur-Reform
2. Lesungen:
Landesverwaltungsgesetz
Landesbeamtensgesetz
Anträge:
Regelung des Strafvollzugs
Bleiberechtsregelung
(ohne Aussprache)
Berichte:
Gerichtsstruktur
Diäten-Bericht
(ohne Aussprache)

F i n a n z e nt

2. Lesungen:
Nachtragshaushalt 2005 / Haushaltsplan 2006
Staatsvertrag "Dataport"
(ohne Aussprache)
Antrag:
Mitglied LRH
(ohne Aussprache)
Berichte:
Haushaltsrechnung 2003
(ohne Aussprache)
Umsatzsteuer-Ermäßigung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:
Krebsregister
(ohne Aussprache)
Anträge:
Lebensmittelsicherheit
Weihnachtsgeld Pflege
Politik für behinderte Menschen
Rauchfreier öffentlicher Raum
Wohnen im Alter
(ohne Aussprache)
Berichte:
Aktionsplan Kinder u. Jugend
Maßregelvollzug
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

1. Lesungen:
Staatsvertrag Metropolregion
Kostenmodernisierung
(ohne Aussprache)
2. Lesung:
Energiewirtschaftsgesetz
(ohne Aussprache)
Anträge:
Mehrwertsteuer
Flughafen Kiel-Holtenau
"Port Package II"
ÖPNV / Wirtschaftsstruktur
Außenwirtschaft S-H
(ohne Aussprache)
Berichte:
DSL-Breitbandversorgung
Energiekosten
Verkehrsbindung Helgoland
(ohne Aussprache)
Husumer Hafen
(ohne Aussprache)
GA Wirtschaftsstruktur
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. Lesung:
Staatsvertrag Direktzahlun-
gen Landwirtschaft

(ohne Aussprache)
2. Lesungen:
EG-Gentechnikgesetz
(ohne Aussprache)
Lebensmittelchemiker
(ohne Aussprache)
Anträge:
Kormoran-Verordnung
Tourismus-Wachstum
(ohne Aussprache)
Berichte:
Milchmarkt
Wattenmeerkonferenz
Landwirtschaftskammer
Emissionshandel
(ohne Aussprache)
Atomausstieg
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Schulgesetz
2. Lesung:
Kita-Gesetz
Antrag:
Betriebliche Ausbildung
Bericht:
Anreizbudget für Unis

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

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