In Kürze: Meldungen 2 (Themen ohne Aussprache) 

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EG-Gentechnik-Gesetz, 2. Lesung (Top 4; Drs. 16/251, 16/386);  Staatsvertrag Direkt-
hilfen Landwirtschaft, 1. Lesung 
(Top 15; Drs. 16/408); Tourismus  (Top 27; Drs. 16/429neu, 16/445); Emissionshandel (Top 36; Drs. 16/116, 16/257, 16/388);  
Atomausstieg
(Top 40; Drs. 16/19116/224, 16/413)


  Gentechnik-Gesetz:  Mit den Stimmen von CDU, SPD, Grünen und des SSW (bei Enthaltung der Liberalen) hat der Landtag am Mittwoch, 14. Dezember, dem Gesetz der Landesregierung zur Überwachung der EU-Vorschriften im Bereich der Gen-Technik zugestimmt. Die Richtlinien der Europäischen Union regeln den Umgang mit gentechnisch veränderten Produkten wie Lebens- und Futtermitteln in der Landwirtschaft. Für die Überwachung der Vorschriften brauchen die Behörden eine rechtliche Grundlage, die ihnen Einsichts- und Betreuungsrechte einräumt.

 

  Tourismus: Die Entwicklung des schleswig-holsteinischen Tourismus steht in der März-Tagung im Landtag auf den Prüfstand. Einstimmig hat das Parlament einen Berichtsantrag der Regierungsfraktionen zu diesem Thema genehmigt. Die Landesregierung soll – so die Forderung von Christ- und Sozialdemokraten unter anderem über Qualitätsmanagement und Servicequalität sowie Neuansiedlung von Hotelbetrieben unterrichten. Die Grünen verlangen in einem Antrag hingegen auch einen Überblick über den Einsatz öffentlicher Verkehrsmittel auf dem Gebiet des Tourismus.
  Schleswig-Holstein gehört zu den beliebtesten Urlaubsländern Deutschlands. Jährlich genießen 4,5 Millionen Gäste die Landschaft und das gesunde Klima. Die Tourismus-Branche erzielt mit 130.000 Beschäftigten rund 4,5 Milliarden Euro Jahresumsatz.
  Allerdings ist die Zahl der Übernachtungen in Schleswig-Holstein rückläufig. Seit 1992 sind es rund zehn Prozent weniger. Während dessen stieg die Zahl der Übernachtungen im Bundesdurchschnitt um acht Prozent an. 2004 kamen insgesamt 4.445.537 Besucher nach Schleswig-Holstein. Im Durchschnitt blieb ein Gast für viereinhalb Nächte.

 

 

 

  Direkthilfen Landwirtschaft:   Schleswig-Holstein und Hamburg wollen auch in der Agrarverwaltung gemeinsame Wege gehen: So soll das Land Schleswig-Holstein künftig die EU-Förderanträge für die landwirtschaftlichen Betriebe der Hansestadt betreuen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf zum Staatsvertrag auf dem Gebiet der Direktzahlungen des Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft (EAGFL) hat der Landtag am Mittwoch, 14.12., in Erster Lesung an den Umwelt- und Agrarausschuss überwiesen. Die endgültige Zustimmung des Parlaments zu dem Abkommen wird nach der Ausschusssitzung bereits am kommenden Freitag erwartet.
Aktuell (16.12.): Der Landtag hat den Staatsvertrag in Zweiter Lesung am Freitag, 16.12., endgültig abgesegnet und sich einer entsprechenden Empfehlung des Umwelt- und Agrarausschusses angeschlossen. Das Votum fiel einstimmig aus.
  Der EAGFL umfasst zwei Abteilungen: die Abteilung Ausrichtung und die Abteilung Garantie. Im Rahmen der europäischen Politik zur Förderung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhaltes unterstützt der EAGFL die Anpassung der Agrarstrukturen und Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raums.
Der EAGFL kümmert sich unter anderem um Investitionen in landwirtschaftliche Betriebe (Modernisierung, Senkung der Produktionskosten, Qualität der Erzeugnisse, Umweltschutz usw.), Niederlassungsbeihilfen für Junglandwirte und Berufsbildungsmaßnahmen, Ausgleichszahlungen für benachteiligte Gebiete, Agrar-Umweltmaßnahmen und die Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse.

  EmissionshandelDie Parteien haben einen von CDU und SPD beantragten Bericht der Landesregierung über erste Erfahrungen in Schleswig-Holstein mit dem Emissionshandel zur Kenntnis genommen. In der Debatte zu dem Bericht im September hatte der gesamte Landtag die Auswirkungen auf das Land bereits als Erfolg versprechend gelobt.
  Im Rahmen der Umsetzung des Kyoto-Protokolls ist innerhalb der Europäischen Union am 1. Januar 2005 der Emissionshandel gestartet. Er erlaubt den Industrieländern den Handel mit so genannten Emissionszertifikaten: Unternehmen können Verschmutzungsrechte von anderen Unternehmen käuflich erwerben. Über den Umlauf der Emissionszertifikate kann die Gesamtmenge des Schadstoffausstoßes festgelegt und überprüft werden. In Schleswig-Holstein nehmen insgesamt 54 Anlagen am Emissionshandel teil; davon sind 42 Anlagen dem Sektor Energie zuzuordnen.

mehr Infos: plenum-online, September 2005

    Atomausstieg: Die Energiepolitik der Landesregierung steht in der Februar-Tagung auf dem Prüfstand. Mit den Stimmen von Christ- und Sozialdemokraten sowie der Liberalen billigte das Parlament eine Berichtsantrag zu diesem Thema. Dagegen scheiterte ein Antrag der Grünen zum Thema Atomausstieg und Energiewende an der Mehrheit von Schwarz-Rot und der FDP. Darin hatte die Oppositionspartei die Unterstützung des Landtages bei der Umsetzung des Atomkonsenes angemahnt und eine zügiges Betriebsende der Atomkraftwerke Brokdorf, Krümmel und Brunsbüttel gefordert.
  Die Fraktionen von CDU und SPD verlangen hingegen einen Bericht über die zukünftige Energiepolitik des Landes. Dieser soll zusätzlich eine Darstellung des Energieangebotes (konventionelle und regenerativ erzeugter Energie) und eine Bewertung der regenerativen Energien (Windkraft, Photovoltaik, Biomasse) beinhalten.
  Der im Atomkonsens von 2000 zwischen der rot-grünen Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen vereinbarte Atomausstieg sieht unter anderem die Abschaltung der drei Atomkraftwerke in Schleswig-Holstein bis 2018 vor. Das hieraus resultiere Energie-Defizit kann aus Sicht der Grünen durch eine nachhaltige und zukunftsfähigen Energieversorgung ausgeglichen werden. Erreicht werden soll dies durch die Ausschöpfung von Energiesparpotentialen, eine Steigerung der Energieeffizienz und die Mobilisierung aller erneuerbaren Energieträger. Aktueller Hintergrund der energiepolitischen Debatte sind der Vorstoß des Unternehmensverbandspräsidenten Hans Heinrich Driftmann zum Bau eines neuen Atomkraftwerks im Lande und die Forderung nach längeren AKW-Laufzeiten im Bundestags-Wahlprogramm der CDU.    

mehr Infos: plenum-online, August 2005
November 2005


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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
In stiller Trauer

I n n e n  / R e c h t

1. Lesung:
Verwaltungsstruktur-Reform
2. Lesungen:
Landesverwaltungsgesetz
Landesbeamtensgesetz
Anträge:
Regelung des Strafvollzugs
Bleiberechtsregelung
(ohne Aussprache)
Berichte:
Gerichtsstruktur
Diäten-Bericht
(ohne Aussprache)

F i n a n z e nt

2. Lesungen:
Nachtragshaushalt 2005 / Haushaltsplan 2006
Staatsvertrag "Dataport"
(ohne Aussprache)
Antrag:
Mitglied LRH
(ohne Aussprache)
Berichte:
Haushaltsrechnung 2003
(ohne Aussprache)
Umsatzsteuer-Ermäßigung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:
Krebsregister
(ohne Aussprache)
Anträge:
Lebensmittelsicherheit
Weihnachtsgeld Pflege
Politik für behinderte Menschen
Rauchfreier öffentlicher Raum
Wohnen im Alter
(ohne Aussprache)
Berichte:
Aktionsplan Kinder u. Jugend
Maßregelvollzug
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

1. Lesungen:
Staatsvertrag Metropolregion
Kostenmodernisierung
(ohne Aussprache)
2. Lesung:
Energiewirtschaftsgesetz
(ohne Aussprache)
Anträge:
Mehrwertsteuer
Flughafen Kiel-Holtenau
"Port Package II"
ÖPNV / Wirtschaftsstruktur
Außenwirtschaft S-H
(ohne Aussprache)
Berichte:
DSL-Breitbandversorgung
Energiekosten
Verkehrsbindung Helgoland
(ohne Aussprache)
Husumer Hafen
(ohne Aussprache)
GA Wirtschaftsstruktur
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. Lesung:
Staatsvertrag Direktzahlun-
gen Landwirtschaft

(ohne Aussprache)
2. Lesungen:
EG-Gentechnikgesetz
(ohne Aussprache)
Lebensmittelchemiker
(ohne Aussprache)
Anträge:
Kormoran-Verordnung
Tourismus-Wachstum
(ohne Aussprache)
Berichte:
Milchmarkt
Wattenmeerkonferenz
Landwirtschaftskammer
Emissionshandel
(ohne Aussprache)
Atomausstieg
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Schulgesetz
2. Lesung:
Kita-Gesetz
Antrag:
Betriebliche Ausbildung
Bericht:
Anreizbudget für Unis

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

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