In Kürze: Meldungen 3 (Themen ohne Aussprache) 

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Energiewirtschaftsgesetz, 2. Lesung (Top 10; Drs. 16/334, 16/406);  Außenwirtschaft
S-H
(Top 31; Drs. 16/436neu);  Verkehrsanbindung Helgoland (Top 41; Drs. 16/265, 16/414);  Husumer Hafen (Top 43; Drs. 16/137neu, 16/258);  GA Wirtschaftsstruktur 
(Top 50; Drs. 16/421)


  Energiewirtschaft:  Schleswig-Holstein tritt die Aufsicht über die Nutzung seiner Gas- und Stromnetze an die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen ab. Dies haben die Abgeordneten mit den Stimmen aller Parteien beschlossen und damit ein von der Landesregierung vorgelegtes Gesetz in Zweiter Lesung endgültig verabschiedet.
  Hintergrund: Laut dem im Juli in Kraft getretenen Energiewirtschaftsgesetz des Bundes sind die Länder bei der Genehmigung und Überwachung von Netzgebühren für kleinere Gas- und Stromversorger zuständig – für Unternehmen, die nicht länderübergreifend agieren und weniger als 100.000 Kunden haben. Hierzu zählen 80 Firmen im Lande. Das Problem: Das Wirtschaftsministerium müsste zur Wahrnehmung der Aufsicht neues Personal einstellen. Um diese Kosten zu vermeiden, soll die Bundesnetz-Agentur zunächst für zwei Jahre auch die Landes-Aufgaben mit übernehmen. Dies würde für Schleswig-Holstein nach Angaben des Wirtschaftsministeriums jährliche Kosten von 200.000 Euro verursachen, sei aber kostengünstiger als der Aufbau einer eigenen Regulierungsbehörde.

mehr Infos: plenum-online, November 2005

  Helgoland: Die Landesregierung soll sich in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Kreis Pinneberg für eine ganzjährige Verbindung zwischen dem schleswig-holsteinischen Festland und der Nordseeinsel Helgoland einsetzen. Dies hat das Parlament mit den Stimmen aller Parteien grundsätzlich unterstützt und zugleich im ersten Quartal 2006 einen Regierungsbericht über die geplante "Helgoland-Konferenz" angefordert.
  Derzeit steuert von November bis Februar lediglich viermal pro Woche ein Schiff die Insel an. Hierunter leidet auch die Helgoländer Wirtschaft, die stark auf den Fremdenverkehr ausgerichtet ist. Gastwirte und Hoteliers beklagen, dass die wirtschaftlichen Potenziale im Winter aufgrund der mangelnden Erreichbarkeit nicht ausgenutzt werden können.
  Der Tages-Tourismus auf Helgoland ist seit 2003 rückläufig. Im vergangenen Jahr sank der Zuspruch um rund 15 Prozent auf 478.000 Tagesgäste. Im laufenden Jahr fehlen nach Medienberichten weitere zehn Prozent. Die Zahl der Übernachtungen liegt hingegen seit Jahren konstant bei 50.000. Die Helgoländer wehren sich gegen den Rückgang im Tagesgeschäft: Die Gemeinde klagt gegen den zuständigen Kreis Pinneberg auf Verbesserung der Verkehrsanbindung, und örtliche Unternehmer ziehen die Gründung einer eigenen Reederei in Betracht.

mehr Infos: plenum-online, September 2005

  Außenwirtschaft: Die Landesregierung wird in der 11.Tagung einen Bericht zur Außenwirtschaft Schleswig-Holsteins vorlegen. Einem entsprechenden Antrag der Liberalen folgte das Plenum mit den Stimmen aller Parteien. Wie hat sich das Verhältnis von Ein- und Ausfuhren in Schleswig-Holstein seit 2000 entwickelt? So lautet eine der Fragen der FDP an die Landesregierung. Zudem fordern die Freien Demokraten einen statistischen Vergleich mit anderen Bundesländern sowie Ländern der Europäischen Union.
  Zuletzt sind die Ausfuhren im Norden deutlich gestiegen. 2004 exportierten Unternehmen aus Schleswig-Holstein Waren im Wert von rund 14,6 Milliarden Euro. Verglichen mit dem Jahr 2003 bedeutet dies einen Zuwachs von rund 25 Prozent Allerdings wurde der Export in diesem Zeitraum noch vom Import übertroffen. Rund 16,23 Milliarden Euro wurden 2003 für Einfuhren ausgegeben.

  Husumer HafenDie Auseinandersetzung zwischen den Grünen und der Regierung um den geplanten Ausbau des Husumer Hafens und der dafür vom Land bereitgestellten Mittel geht in die nächste Runde: Der Landtag stimmte am Mittwoch, 14. Dezember, einem Berichtsantrag der Oppositionspartei an die Adresse der großen Koalition zu. Im Rahmen der Januar-Tagung soll die Regierung zu einer von der "Grauen Stadt am Meer" in Auftrag gegebenen aktuellen Angebots- und Bedarfsanalyse Stellung beziehen. Mit einem Off-Shore-Hafen will Husum künftig eine wichtige Rolle bei der Errichtung von Windparks in der Nordsee spielen. Laut einer von der Flensburger Universität vorgelegten Studie aus dem Jahr 2003 könnten Stadt und Umland durch die Windenergie mit einer Wertschöpfung in Höhe von 3,6 Milliarden Euro rechnen. 

 

 

  Wirtschaftsstruktur: Der Landtag hat einen Bericht der Landesregierung über die Fortsetzung der Fördermaßnahmen durch die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" zur Kenntnis genommen. Danach hat sich Schleswig-Holstein auch für die Jahre 2006 bis 2009 um Unterstützung durch die GA beworben. Im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe (GA) unterstützen Bund und Länder gewerbliche Unternehmen und Infrastrukturprojekte in strukturschwachen Regionen. Berlin und das jeweilige Land tragen die Kosten je zur Hälfte. Fördergebiete in Schleswig-Holstein sind die Arbeitsmarktregionen Flensburg, Heide, Husum, Lübeck, Kiel und Ratzeburg. Das entspricht drei Viertel des Landes. Diese Regionen schneiden in einer Reihe wichtiger Indikatoren, zum Beispiel Arbeitslosenquote und Durchschnittseinkommen, zum Teil deutlich schlechter ab als der westdeutsche Durchschnitt.
  Für den Förderzeitraum 2004 bis 2008 sind in diesem Gegenden Investitionen in die gewerbliche Wirtschaft und die wirtschaftsnahe Infrastruktur in Höhe von 143,129 Millionen Euro geplant. Hiervon stammen knapp 23 Millionen aus den Mitteln der Europäischen Regionalentwicklungs-Fonds. Laut Regierungsbericht wurden allein im vergangenen Jahr 10,34 Millionen Euro Haushaltsmittel der GA und zusätzlich 4,27 Millionen Euro kombinierte EFRE-Fördermittel für 25 Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft bewilligt. Die drei wichtigsten Schwerpunkte der Investitionstätigkeiten lagen in den Bereichen Tourismusgewerbe (53 Prozent), Dienstleistungen für Unternehmen (19,1 Prozent) und Ernährungsgewerbe (17,8 Prozent)


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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
In stiller Trauer

I n n e n  / R e c h t

1. Lesung:
Verwaltungsstruktur-Reform
2. Lesungen:
Landesverwaltungsgesetz
Landesbeamtensgesetz
Anträge:
Regelung des Strafvollzugs
Bleiberechtsregelung
(ohne Aussprache)
Berichte:
Gerichtsstruktur
Diäten-Bericht
(ohne Aussprache)

F i n a n z e nt

2. Lesungen:
Nachtragshaushalt 2005 / Haushaltsplan 2006
Staatsvertrag "Dataport"
(ohne Aussprache)
Antrag:
Mitglied LRH
(ohne Aussprache)
Berichte:
Haushaltsrechnung 2003
(ohne Aussprache)
Umsatzsteuer-Ermäßigung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:
Krebsregister
(ohne Aussprache)
Anträge:
Lebensmittelsicherheit
Weihnachtsgeld Pflege
Politik für behinderte Menschen
Rauchfreier öffentlicher Raum
Wohnen im Alter
(ohne Aussprache)
Berichte:
Aktionsplan Kinder u. Jugend
Maßregelvollzug
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

1. Lesungen:
Staatsvertrag Metropolregion
Kostenmodernisierung
(ohne Aussprache)
2. Lesung:
Energiewirtschaftsgesetz
(ohne Aussprache)
Anträge:
Mehrwertsteuer
Flughafen Kiel-Holtenau
"Port Package II"
ÖPNV / Wirtschaftsstruktur
Außenwirtschaft S-H
(ohne Aussprache)
Berichte:
DSL-Breitbandversorgung
Energiekosten
Verkehrsbindung Helgoland
(ohne Aussprache)
Husumer Hafen
(ohne Aussprache)
GA Wirtschaftsstruktur
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. Lesung:
Staatsvertrag Direktzahlun-
gen Landwirtschaft

(ohne Aussprache)
2. Lesungen:
EG-Gentechnikgesetz
(ohne Aussprache)
Lebensmittelchemiker
(ohne Aussprache)
Anträge:
Kormoran-Verordnung
Tourismus-Wachstum
(ohne Aussprache)
Berichte:
Milchmarkt
Wattenmeerkonferenz
Landwirtschaftskammer
Emissionshandel
(ohne Aussprache)
Atomausstieg
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Schulgesetz
2. Lesung:
Kita-Gesetz
Antrag:
Betriebliche Ausbildung
Bericht:
Anreizbudget für Unis

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

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