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Auf dieser Seite: Freie Schulen 

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Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Schleswig-Holsteinischen Schulgesetzes
Gesetzentwurf der Fraktion der FDP
Drucksache: 16/1762
-Plenarprotokoll-

Freie Schulen: 
Finanzielle Unsicherheit dauert an

Zuschüsse erst ab 2009? – SPD tritt auf die Bremse / Liberale befürchten Kündigungen von Lehrkräften

Kiel (SHL/12.12.) Den freien Schulen im Lande steht möglicherweise ein finanziell unsicheres Jahr 2008 bevor. Ein FDP-Antrag, die Landeszuschüsse für die Privatschulen im nächsten Jahr in der gleichen Höhe wie 2007 auszuzahlen, stieß vor allem bei der SPD auf eine verhaltene Resonanz. Zwar strebe sie eine dauerhafte finanzielle Konsolidierung der Privatschulen an, so Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) – allerdings erst mit dem neuen Doppelhaushalt 2009/2010. Damit vertrat sie eine andere Position als die CDU, die eine schnelle Lösung anstrebt. Die Ministerin wandte sich auch gegen den Vorschlag von Liberalen und Grünen, die zu erwartenden Extra-Kosten für das kommende Jahr von rund 650.000 Euro durch Umschichtungen im laufenden Haushalt zu decken. Derartige „freihändige Ankündigungen", so Erdsiek-Rave, seien „unseriös".

Das Problem: Die Landeszuschüsse an die freien Schulen sind laut Schulgesetz an die Zahlungen an die öffentlichen Schulen gekoppelt – so auch an die Beamtenbesoldung für die Lehrer. Maßgeblich ist dabei die Summe des jeweiligen Vorjahres. Da die Lehrer an staatlichen Schulen wegen der Kürzung des Weihnachtsgeldes für Landesbeamte im Jahr 2007 weniger Geld bekommen, würden die Zuschüsse an 21 betroffene Einrichtungen im nächsten Jahr nach derzeitiger Rechtslage ebenfalls sinken. Die freien Schulen befürchten hierdurch existentielle Finanzprobleme.

Deshalb, so Ekkehard Klug (FDP), sei eine Übergangslösung für das kommende Jahr notwenig und „dringlich". Ansonsten drohten „Einschnitte mitten im laufenden Schuljahr" und eventuell sogar Kündigungen von Lehrkräften. Anke Spoorendonk (SSW) betonte: „Zu einer Gleichbehandlung aller Kinder in Schleswig-Holstein gehört eben auch, dass ihre Schulausbildung angemessen gefördert wird – egal für welche Schule ihre Eltern sich entscheiden."

CDU fordert zeitnahe und schnelle Lösung

Monika Heinold (Grüne), deren Fraktion im September bereits einen Gesetzentwurf mit ähnlicher Stoßrichtung in die parlamentarische Beratung eingebracht hatte, forderte die Bildungsministerin auf, Deckungsmöglichkeiten für die Zusatzkosten aufzuzeigen. Dies sei in anderen Ministerien auch möglich. Erdsiek-Rave drehte den Spieß um und forderte die Opposition auf: „Machen Sie Vorschläge, wo das Geld herkommen soll."

Henning Höppner (SPD) merkte an, die Mittelkürzungen bei den öffentlichen Schulen würden früher oder später ohnehin auch auf die freien Schulen durchschlagen. Er kündigte eine „wirtschaftlich auskömmliche" Lösung für die Privatschulen für 2009/2010 an. Demgegenüber machte sich seine Koalitionskollegin Sylvia Eisenberg dafür stark, „zeitnah und ganz schnell eine Lösung finden".

Der Bildungs- und der Finanzausschuss beraten weiter.

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Hintergrund:
   Die FDP fordert, die Landeszuschüsse für die freien Schulen im nächsten Jahr in der gleichen Höhe wie 2007 auszuzahlen. Entsprechend schlagen die Liberalen eine Ergänzung des Schulgesetzes vor.
   Die Zuschüsse an die freien Schulen sind an die Beamtenbesoldung für Lehrer an öffentlichen Schulen gekoppelt. Maßgeblich ist dabei die Summe des jeweiligen Vorjahres. Da die Lehrer an staatlichen Schulen wegen der Kürzung des Weihnachtsgeldes für Landesbeamte im Jahr 2007 weniger Geld bekommen, werden die Zuschüsse an die freien Schulen im nächsten Jahr nach derzeitiger Rechtslage ebenfalls sinken.
   Die freien Schulen befürchten hierdurch existentielle Finanzprobleme. Sie verweisen darauf, dass ihre Lehrer bereits jetzt nur rund zwei Drittel des Gehaltes eines öffentlichen Realschul-Pädagogen erhielten. Auch die Eltern müssten finanzielle Opfer bringen und bis zu 260 Euro pro Kind im Monat zahlen. Laut dem von Schwarz-Rot im Januar 2007 beschlossene neuen Schulgesetz erhalten Privatschulen den Schülerkostensatz der öffentlichen Schulen zu 100 Prozent (Förderschulen), zu 80 Prozent (allgemein bildende Schulen und Waldorfschulen) oder zu 50 Prozent (Berufsschulen).
   Im Lande gibt es 69 Schulen in privater Trägerschaft. Neben den 48 Schulen der dänischen Minderheit, die den vollen Satz erhalten, gibt es zehn freie Waldorfschulen sowie christliche und heilpädagogische Schulen mit insgesamt rund 5.000 Schülern. Damit besuchen 3,3 Prozent der schleswig-holsteinischen Schüler eine Privatschule – bundesweit ein niedriger Wert.
   Der Landtag hat die Bezuschussung der freien Schulen bereits im September auf Antrag der Grünen debattiert.

vorherige Debatte zum Thema: plenum-online, September 2007

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

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Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert

Zitate 2007...

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:
Jugendstrafvollzug
Landes-Verfassungsgericht
Brand-/Katastrophenschutz
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Sicherheit in Häfen
(ohne Aussprache)
Sammlungs- und Lebens-
partnerschaftsgesetz

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Ministerversorgung
(ohne Aussprache)
Juristen-Staatsprüfung
(ohne Aussprache)
Große Anfrage:
Polizei-Personalstruktur
Wahl:
Kontrollkommission Verfassungsschutz
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Landes-Verfassungsgericht
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Amtsgerichts-Struktur
Fluggast-Daten
Polizei / Strategie 2012
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Landes-Verfassungsgericht
Vorratsdatenspeicherung
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F i n a n z e nt

2. Lesung:
Glücksspiel-Monopol
1. Lesung:
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Kommunaler Finanzausgleich
Ermäßigter Mehrwert-
steuersatz
Berichte:
Glücksspiel-Monopol
Haushaltsrechnung 2006
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 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesungen:
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Schulbus-Kosten
Anträge:
Schulbus-Kosten
Genehmigung von Regional- / Gemeinschaftsschulen
Interkulturelle Bildung
Uni-Klinikum / Vorstand
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Europ. Forschungsraum
(ohne Aussprache)
Science Center
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Anträge:
Hartz IV / Zwangs-Verrentung
Kinderschutzgesetz
(ohne Aussprache)
Berichte:
Errnährung in KiTas und Schulen
Krankenhausfinanzierung
Arbeitsvermittlung GRAMARK
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

2. Lesungen:
Landeswassergesetz
Landesforsten
Anträge:
Erneuerbare Energien / Zukunftsprogramm
EU-Meerespolitik
(ohne Aussprache)
Berichte:
EG-Wasserrahmenrichtlinie
Fäkalienverschmutzung in der Ostsee
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Antrag:
Zukunftsprogramm / Erneuerbare Energien
Bericht:
Science Center
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
EU-Meerespolitik
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Bericht:
Europ. Forschungsraum
(ohne Aussprache)