Das Problem: Die Landeszuschüsse an die freien
Schulen sind laut Schulgesetz an die Zahlungen an die öffentlichen
Schulen gekoppelt – so auch an die Beamtenbesoldung für die
Lehrer. Maßgeblich ist dabei die Summe des jeweiligen Vorjahres. Da
die Lehrer an staatlichen Schulen wegen der Kürzung des
Weihnachtsgeldes für Landesbeamte im Jahr 2007 weniger Geld
bekommen, würden die Zuschüsse an 21 betroffene Einrichtungen im
nächsten Jahr nach derzeitiger Rechtslage ebenfalls sinken. Die
freien Schulen befürchten hierdurch existentielle Finanzprobleme.
Deshalb, so Ekkehard Klug (FDP), sei eine
Übergangslösung für das kommende Jahr notwenig und „dringlich".
Ansonsten drohten „Einschnitte mitten im laufenden Schuljahr"
und eventuell sogar Kündigungen von Lehrkräften. Anke Spoorendonk
(SSW) betonte: „Zu einer Gleichbehandlung aller Kinder in
Schleswig-Holstein gehört eben auch, dass ihre Schulausbildung
angemessen gefördert wird – egal für welche Schule ihre Eltern
sich entscheiden."
CDU fordert zeitnahe und schnelle Lösung
Monika Heinold (Grüne), deren Fraktion im September
bereits einen Gesetzentwurf mit ähnlicher Stoßrichtung in die
parlamentarische Beratung eingebracht hatte, forderte die
Bildungsministerin auf, Deckungsmöglichkeiten für die Zusatzkosten
aufzuzeigen. Dies sei in anderen Ministerien auch möglich.
Erdsiek-Rave drehte den Spieß um und forderte die Opposition auf:
„Machen Sie Vorschläge, wo das Geld herkommen soll."
Henning Höppner (SPD) merkte an, die
Mittelkürzungen bei den öffentlichen Schulen würden früher oder
später ohnehin auch auf die freien Schulen durchschlagen. Er
kündigte eine „wirtschaftlich auskömmliche" Lösung für
die Privatschulen für 2009/2010 an. Demgegenüber machte sich seine
Koalitionskollegin Sylvia Eisenberg dafür stark, „zeitnah und
ganz schnell eine Lösung finden".
Der Bildungs- und der Finanzausschuss beraten
weiter.