Zu Beginn dieses Schuljahres sind die ersten sieben
Gemeinschaftsschulen im Lande mit 726 Fünftklässlern an den Start
gegangen. Derweil sollen sich 55 weitere Standorte um die
Einführung dieses Schultyps zum nächsten Schuljahr beworben haben.
Welche Anträge genehmigt werden, soll bis Anfang 2008 feststehen.
Für die erste Regionalschule in Schleswig-Holstein hat das
Bildungsministerium Ende Oktober grünes Licht gegeben: Zum August
2008 schließen sich die Realschule in Altenholz-Stift und der
Hauptschulteil der Claus-Rixen-Schule in Altenholz-Klausdorf (Kreis
Rendsburg-Eckernförde) zusammen. Insgesamt liegen dem Ministerium
40 Regionalschul-Bewerbungen vor. Laut dem im Januar 2007 von
Schwarz-Rot beschlossenen Schulgesetz sollen bis Sommer 2010 alle
schleswig-holsteinischen Haupt- und Realschulen zu Regionalschulen
zusammengeführt werden.
Die erfreuliche Antragslage zum kommenden Schuljahr
zeige, dass nach dem Start der sieben Gemeinschaftsschulen im Lande
nun auch die Regionalschulen auf einem guten Weg sind, konstatierte
Susanne Herold (CDU). Und Detlef Buder (SPD) betonte die
Wahlfreiheit: „Kein Schulträger kann es sich leisten am Willen
der Eltern vorbeizuplanen."
Opposition gespalten
„Die Regionalschule entwickelt sich zur
Randerscheinung", monierte dagegen Ekkehard Klug (FDP). Da laut
Schulgesetz Gemeinschaftsschulen ihre Schüler auswählen dürften,
sei in diesem Punkt eine Änderung des Schulgesetzes auf Dauer
unausweichlich. Überdies warnte der Bildungsexperte der Liberalen
im Zuge des demografischen Wandels vor einem Schülermangel an
kleineren Schulen.
„Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule in
Schleswig-Holstein ist ein Damm gebrochen" sagte Karl-Martin
Hentschel (Grüne). Elternbefragungen hätten eine große Mehrheit
für die Gemeinschaftsschule ergeben. Vor diesem Hintergrund nannte
es Hentschel als nicht nachvollziehbar, dass dieser Entwicklung in
der Lehrerausbildung bislang nicht Rechnung getragen werde. „Für
Kinder wäre es besser gewesen, alle Schulen in Gemeinschaftsschulen
umzuwandeln", so Anke Spoorendonk (SSW). Grund:
Gemeinschaftsschulen könnten im Rahmen ihrer pädagogischen Arbeit
schneller auf veränderte Anforderungen reagieren.
Der Bericht wurde zur weiteren Beratung an den
Bildungsausschuss überwiesen.