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Mehr Erzieher mit
Migrationshintergrund
in KiTas und Schulen?
Kiel (SHL/13.12.) Die
Grünen haben für ihre Forderungen, mehr Migranten als Lehrer und
Erzieher einzustellen, ausländische Ausbildungs- und
Studienabschlüsse in Deutschland anzuerkennen und so unter anderem
gezielt die Zwei-Sprachlichkeit von Migranten-Kindern zu fördern,
im Landtag grundsätzlich Zuspruch erhalten. Ablehnend reagierte die
CDU mit Blick auf die ungeklärte Finanzierung. Zudem sei bei
Migranten-Kindern zuvorderst die deutsche Sprache zu fördern.
Angelika Birk (Grüne) hatte damit argumentiert, mit
Lehrern und Betreuern aus anderen Kulturkreisen könnten
Kindertagesstätten und Schulen verstärkt auf eine „interkulturelle
Pädagogik" setzen. Dies sei für die Kinder in der heutigen
Zeit besonders wichtig, da ihre Umwelt „zunehmend durch
internationale Beziehungen und interkulturelle Zusammenarbeit in
Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft bestimmt wird".
Das Thema wird im Bildungsausschuss weiter beraten.
Weitere Redner: Wilfried
Wengler (CDU), Henning Höppner (SPD), Ekkehard Klug (FDP), Anke
Spoorendonk (SSW), Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD)
Hintergrund:
Die Grünen fordern die Landesregierung
auf, den Anteil an Lehrern und Erziehern mit
Migrationshintergrund zu erhöhen. Hierfür soll unter
anderem gemeinsam mit den Schulen und den Universitäten
geworben werden. Und: Ausländische Ausbildungs- und
Studienabschlüsse sollen leichter anerkannt werden. In
den meistern Fällen dürfen Lehrer ausländischer
Herkunft in Deutschland lediglich ihre Herkunftssprache
unterrichten.
Mit Lehrern und Betreuern aus anderen
Kulturkreisen, so die Oppositionsfraktion, könnten die
KiTas und Schulen verstärkt auf „interkulturelle
Pädagogik" setzen. Dies sei für die Kinder in der
heutigen Zeit besonders wichtig, da ihre Umwelt „zunehmend
durch internationale Beziehungen und interkulturelle
Zusammenarbeit in Gesellschaft, Wirtschaft und
Wissenschaft bestimmt wird".
Schätzungen zufolge haben derzeit zwei bis
drei Prozent der Lehrer in Deutschland einen
Migrationshintergrund. An Schleswig-Holsteins Schulen
unterrichten rund 29.000 Lehrer.
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