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Gesunde Ernährung
in Kindertagesstätten und
Schulen und Grundversorgung von Kindern
Landtagsbeschlüsse vom 14. September 2007 – Drs. 16/1585 und vom 12. Oktober 2007 –
Drs.
16/1656
Federführend
sind das Ministerium f. Bildung und Frauen sowie das
Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und
Senioren |
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Von der Tagesordnung abgesetzt
Hauptredner:
Hintergrund:
Der Landtag berät einen Regierungsbericht
über gesunde Ernährung in Kindergärten und Schulen
sowie über Kinderarmut, den die Regierungsfraktionen
beantragt haben. Angestoßen hatte die Debatte die
Opposition mit zwei Anträgen. Im September hatten die
Grünen die Landesregierung aufgefordert, einen
Maßnahmenkatalog "Gesunde Ernährung in
Kindertagesstätte und Schule" zu erarbeiten. Grüne,
FDP und SSW hatten im Oktober einen Sozialfonds gefordert,
aus dem KiTa- und Schul-Mahlzeiten für Mädchen und
Jungen aus armen Familien bezuschusst werden sollen.
Das Bildungsministerium verweist darauf, dass
der Bereich Ernährung als Teil des
Themenfeldes „Körper, Gesundheit und Bewegung" im
Bildungsauftrag der KiTas enthalten ist. Eine Handreichung
hierzu für die Betreuer soll bis Jahresende vorliegen.
Zudem würden in vielen KiTas die Kinder direkt an der
Zubereitung von Mahlzeiten beteiligt. Derzeit essen in
Schleswig-Holstein etwa 30.000 Kinder, und damit ein
Drittel aller KiTa-Kinder, im Kindergarten.
An den Schulen ziehen sich die Bereiche
Gesundheit, Ernährung und Bewegung „wie ein roter faden
durch die Lehrpläne", wie es in den Bericht heißt,
insbesondere in den Fächern Sachkunde, Biologie, Chemie,
Haushaltslehre und Sport. Diese Aspekte lassen sich dem
Ministerium zufolge vor allem an den 356 offenen
Ganztagsschulen im Lande gut umsetzen. Zudem habe das
Lehrer-Fortbildungsinstitut IQSH Schwerpunkte in den
Bereichen Sport und Ernährung/Hauswirtschaft/Gastronomie
erarbeitet.
Um eine gesunde Ernährung auch für Kinder
aus armen Familien sicherzustellen sieht das
Sozialministerium „viele Anknüpfungspunkte" bei
bestehenden Initiativen. So gebe es „mancherorts"
auf Gemeindeebene Unterstützungsfonds für bedürftige
Kinder oder „diverse Maßnahmen und Projekte" zur
Vernetzung von Hilfsangeboten.
Zudem wird auf die „Offensive gegen
Kinderarmut" des Landes verwiesen, die Teil des
Kinder- und Jugend-Aktionsplans ist. Die Initiative hat
als Schwerpunkte die Gesundheitsförderung von Geburt an,
die Gewinnung von Paten für gefährdete Kinder, sowie die
Bereitstellung von Mahlzeiten, Schulausstattung und
Ferien-Erholung für arme Kinder.
Darüber hinaus spricht sich die
Landesregierung für eine Überprüfung der
Hartz-IV-Sätze aus, denn: „Die bislang geltenden
täglichen Regelsätze decken nicht die Kosten, unter
anderem für die Schulausstattung wie beispielsweise
Schulranzen und für die Teilnahme am Mittagessen in
Kindern und Schulen, an Ausflügen, Theater- oder
Museumsbesuchen und ähnlichen schulischen Veranstaltungen
ab".
Debatten bei Antragstellung: plenum-online,
September
2007
plenum-online, Oktober
2007
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