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Mel1
EU-Meerespolitik
– Drucksache 16/1759
Der Landtag wird sich
in der Februar-Sitzung mit dem so genannten neuen "Blaubuch"
der Europäischen Union für eine integrierte Meerespolitik
beschäftigen. Grundlage soll ein von CDU und SPD beantragter Bericht
der Landesregierung sein. Die Regierungsfraktionen wollen insbesondere
wissen, welches die Kerninhalte des Blaubuches sind. Zudem soll die
Landesregierung ihren regionalen Aktionsplan zum Meeresschutz
vorstellen.
Das Blaubuch folgt dem so genannten "Grünbuch
Europäische Meerespolitik". Dieses Papier wurde in einem
gesamteuropäischen Diskussionsprozess erarbeitet, unter anderem bei
einer Konferenz mit Vertretern aus dem gesamten Ostseeraum in Kiel im
September 2006. Die darin formulierten Ziele waren die Bewahrung der
Wettbewerbsfähigkeit, der Schutz der Meeresumwelt, die Datenerhebung
zum Thema, die Verbesserung der Lebensqualität in den Küstenregionen
sowie neue Formen der meerespolitischen Entscheidungsfindung. Zum Kern
des Blaubuchs gehören nunmehr die Auswertung des Konsultationsprozesses
zum Grünbuch sowie weitere Einzeldokumente. Politische Grundlage bleibt
der integrative Ansatz einer Meerespolitik für die EU. Das Ziel ist die
Verankerung der maritimen Dimension in den verschiedenen Politiken auf
der Ebene der EU, der Mitgliedstaaten und der regionalen Regierungen. Um
eine Verzahnung der Politiken untereinander zu erreichen, werden als
Instrumente die maritime Überwachung, maritime Raumplanung sowie ein
Beobachtungs- und Datennetzwerk aufgeführt.
vorherige
Debatten zum Thema: plenum-online, September 2007
plenum-online, November 2007
Mel2
Fäkalienverschmutzung Ostsee
– Drucksachen 16/1501,
16/1736
Der Landtag
hat einen Vorstoß der
Grünen zum Stopp der Fäkalienverschmutzung in der Ostsee unterstützt.
Einstimmig wurde die Landesregierung aufgefordert, im Rahmen der
Ostseekooperation Initiativen zu ergreifen, um das Ablassen von
Schmutzwasser aus Fähr- und Kreuzfahrschiffen auf hoher See zu stoppen. Zurzeit ist es den Reedereien erlaubt, außerhalb der
Zwölf-Meilen-Zone Abwässer in die See zu leiten. Die Grünen berufen
sich auf die Umweltstiftung
WWF, die gemeldet hatte, dass jährlich allein rund 100 Millionen
Klospülungen durch die Passagierschifffahrt ungeklärt ins Meer gehen.
Der Kreuzfahrtverkehr auf der Ostsee hat in den letzten Jahren
stark zugenommen: So verzeichnet Kiel in diesem Jahr den Besuch von 115
Kreuzfahrern mit 170.000 Passagieren – ein neuer Rekord.
Zweitaktivster Hafen ist Rostock mit 93 Anlandungen. Im regulären
Fährverkehr wurden im Lande nach Angaben des Statistikamts Nord im
Vorjahr rund 14,8 Millionen Fahrgäste gezählt (Ostsee und Nordsee
zusammengenommen). Haupt-Häfen an der Ostsee waren Puttgarden (6,8
Millionen ein- oder ausgestiegene Personen) und Kiel (1,5 Millionen).
Debatte bei
Antragstellung: plenum-online, Oktober
2007
Mel3
Europäischer Forschungsraum
– Drucksachen 16/1636,
16/1758
Der Landtag will seine
Bemühungen für eine intensive Einbindung der Hochschulen und
Forschungseinrichtungen des Landes in den Europäischen Forschungsraum (EFR)
verstärken. Einen entsprechenden Vorstoß haben die Regierungsfraktionen
eingebracht. Ziel sei ein „ungehinderter,
effektiver Wissensaustausch". Damit dies gelingt, setzen CDU und
SPD auf die umfassende Einführung der Bachelor- und Master-Abschlüsse.
Weitere Grundlage der Entwicklung soll das Grünbuch "Der
Europäische Forschungsraum: Neue Perspektiven" sein. Das
Konzept ist im Jahr 2000 auf dem EU-Rat von Lissabon beschlossen worden.
Demnach soll ein europäischer "Binnenmarkt für Forschung"
entstehen, in dem einzelstaatliche und regionale Programme koordiniert
werden sollen. Der Vorstoß wurde von allen Landtagsparteien
unterstützt.
Mit dem im April dieses Jahres aufgelegten Grünbuch will die
Europäische Kommission eine breite Debatte unter den
Forschungseinrichtungen, den Wissenschaftlern, der Industrie, den
Behörden sowie der Öffentlichkeit in Gang setzen. Ziel ist es, einen
vereinigten und attraktiven europäischen Forschungsraum zu schaffen.
Die Kommission will die Ergebnisse der Debatte nutzen, um Initiativen
vorzubereiten, die 2008 vorgeschlagen werden sollen.
Debatte bei
Antragstellung: plenum-online, Oktober 2007
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