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Letztes Rede-Duell um den Doppelhaushalt für die Jahre 2009/2010:

Streit um Sparwillen und Zukunftsinvestitionen im Schatten der Finanzkrise

Vor dem Hintergrund der Turbulenzen auf dem Weltfinanzmarkt und der sich anbahnenden Konjunkturflaute schnürt die CDU/SPD-Koalition das Haushaltspaket für Schleswig-Holstein: Jeweils rund neun Milliarden Euro wird das Land in den nächsten beiden Jahren ausgeben. Dabei will das Regierungsbündnis mit Neuschulden von je etwa 605 Millionen die Verfassungsgrenze einhalten und zugleich insbesondere Bildung und Infrastruktur im Norden fördern. Die Opposition hat sich schon in Stellung gebracht: Die Große Koalition lässt ernsthaften Sparwillen vermissen, etwa beim Bürokratieabbau, und investiert zu wenig in Kindergärten, Schulen und Universitäten, heißt es bei FDP, Grünen und SSW. Zudem stehe der Etat wegen der unsicheren ökonomischen Lage auf tönernen Füßen. Die unterschiedlichen Standpunkte werden in einer dreistündigen Debatte zu Beginn der Dezember-Tagung aufeinanderprallen (...gehe zu).

Aktuell: Einen Tag vor der Verabschiedung des Haushalts hat sich durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Rückerstattung der Pendlerpauschale ein Loch aufgetan. Das Finanzministerium beziffert die Kosten für das Land mit 28 Millionen Euro pro Jahr.

Anschließend steht eines der größten Haushaltsrisiken des Landes auf der Tagesordnung: Die angeschlagene HSH Nordbank. Sie soll mit Milliardensummen aus den öffentlichen Kassen wieder flott gemacht werden – und ist dabei möglicherweise auf die Hilfe anderer Landesbanken angewiesen (...gehe zu). Den Finanzdiskussionen schließen sich zwei Justizdebatten an: Dabei geht es um die Ausgestaltung des Jugendstrafrechts im Lande (...gehe zu) sowie des strittigen BKA-Gesetzes (...gehe zu).

Über die Wirtschaftslage diskutiert der Landtag auch am Donnerstag: Soll Schleswig-Holstein, ähnlich wie der Bund und die EU, ein massives Investitionspaket – etwa für die Bereiche Straßenbau und Sanierung öffentlicher Gebäude – auflegen, um heimischen Betrieben unter die Arme zu greifen? (...gehe zu)

Zudem kommt auch in der letzten Tagung des Jahres wieder ein Haupt-Debattenthema der abgelaufenen Monate auf den Prüfstand: die schwarz-rote Bildungspolitik. Anlass ist die jüngste PISA-Studie, bei der Schleswig-Holsteins Schüler zwar in einigen Bereichen zugelegt haben – jedoch bei weitem nicht so stark wie ihre Altersgenossen in vielen anderen Bundesländern. Konsequenz: Der Norden ist auf der Rangliste abgerutscht (...gehe zu).

Mit einer Bildungsdebatte startet auch der Freitag. Das Land will die Hochschulen für die nächsten Jahre finanziell absichern und legt in den Zielvereinbarungen mit den Unis und Fachhochschulen Lehr- und Forschungsschwerpunkte fest. Unzufriedenheit ruft die Höhe der Zuweisungen vor allem für Flensburg hervor (...gehe zu). Und: Die Volksinitiative für den Erhalt der Realschulen steht im Plenum vor der Ablehnung. Der mögliche nächste Schritt: Ein Volksbegehren und ein Volksentscheid über die Zukunft der Realschulen (...gehe zu).



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