Kiel
(SHL/12.12.) Ulrich Hase (Foto)
ist in seinem Amt als Landesbeauftragter für Menschen
mit Behinderung bestätigt worden und kann sechs weitere Jahre
seiner Tätigkeit nachgehen. Der 53-Jährige, der das Amt bereits
seit 1997 ausübt, wurde nach einer Änderung des
Beauftragten-Gesetzes im vergangenen Monat erstmals vom Parlament
bestimmt. Bis dato war der Behindertenbeauftragte von der
Landesregierung berufen worden, wo er im Sozialministerium
angesiedelt war. Neuerdings ist Hase mit seinen Mitarbeitern unter
dem Dach des Landtages tätig. Seine einstimmige Wiederwahl erfolgte
auf Vorschlag von CDU und SPD.
In seiner Gratulation wertete Landtagspräsident
Martin Kayenburg den Dienstherrenwechsel als Vorteil: „Mit der
neuen Struktur kann die Zusammenarbeit mit der Bürgerbeauftragten
und dem Petitionsausschuss noch verstärkt werden. Künftig wird man
Tür an Tür arbeiten und sich austauschen", betonte Kayenburg.
Das sei nicht nur für die Mitarbeiter, sondern letztendlich auch
für die Bürger gut. Denn: „Die vorhandene Kompetenz wird auf
diese Weise gebündelt und kann umso stärker zum Einsatz gebracht
werden." Und: Die Ansiedlung von Ulrich Hase beim Parlament „ist
eine Stärkung seiner Unabhängigkeit", unterstrich der
Landtagspräsident.
Der Behindertenbeauftragte versteht sich als
Ansprechpartner und Interessenvertreter der gehandicapten Menschen
gegenüber Politik, Öffentlichkeit und Verwaltung. Er hält engen
Kontakt mit Behindertenorganisationen. Und: Der Landesbeauftragte
soll selbst ein Mensch mit Behinderung sein. Dies trifft auf Hase
zu; er ist seit frühester Kindheit nahezu taub und hat den Beruf
des Hörgeschädigtenpädagogen gelernt.