So soll die
Landesregierung den Investitionsstau bei der
Straßen-Infrastruktur, der nach Meinung der FDP einer
dreistelligen Millionensumme entspricht, auflösen und
Kommunal- und Landesstraßen instand setzen. Zudem sollen
die Schulsanierung und der Neubau von Schulen
vorangetrieben und öffentliche Gebäude energetisch
aufgerüstet werden. Und: Der ländliche Raum soll
umfassend mit Breitband-Internetverbindungen ausgestattet
werden. Hier hatten jüngst auch Vertreter der Industrie-
und Handelskammer Defizite ausgemacht.
Landesregierung
hat Pläne in der Schublade
Nach
Angaben des Wirtschaftsministeriums gibt es im Lande noch
„mindestens 300 Gemeinden", die nicht oder nicht
ausreichend mit Breitband versorgt seien. Die
Landesregierung hat im Sommer ein bis zum Jahr 2010
angelegtes und drei Millionen Euro schweres
Breitbandförderprogramm aufgelegt. Mit diesen Mitteln
sollen die Kommunen die Nachrüstung ihrer Netze in die
Wege leiten. Zudem will die Landesregierung im so
genannten "Masterplan Breitband" eine
flächendeckende Grundversorgung mit einer
Download-Geschwindigkeit von mindestens 1 Megabit pro
Sekunde erreichen. Langfristiges Ziel sei der Ausbau der
Glasfasernetze und anderer Technologien mit deutlich
höheren Bandbreiten (100 Megabit pro Sekunde und mehr).
Das
Ministerium verweist zudem darauf, dass Schleswig-Holstein
bei Investitionen im Straßenbau in diesem Jahr eine der
höchsten Quoten der vergangenen Jahrzehnte erreichen
werde. Demnach hat das Land in diesem Jahr bereits 207
Millionen Euro für Straßenbaumittel vom Bund bekommen
und damit schon jetzt das Rekordjahr 2007 übertroffen.
Nach den vorläufigen Berechnungen werde das Land bis zum
Jahreswechsel allein 215 Millionen Euro in das
schleswig-holsteinisches Bundesfernstraßennetz und 95
Millionen Euro in das Landesstraßennetz investiert haben.
Konjunkturpaket
des Bundes
Das Ende
letzter Woche im Bundesrat verabschiedete
32-Milliarden-Konjunkturpaket der Bundesregierung enthält
einige Aspekte, die auch im FDP-Antrag enthalten sind,
etwa drei Milliarden Euro der staatlichen KfW-Bank für
Infrastrukturprogramme in strukturschwachen Kommunen und
jeweils eine Milliarde Euro in den kommenden beiden Jahren
für Verkehrsprojekte des Bundes. Hiervon sollen im Lande
unter anderem die Autobahnen A 20 und A 23 profitieren.
Die EU will in ihrem Konjunkturpaket unter anderem eine
Milliarde Euro für energiesparendes Bauen aufwenden.