Das Sozialministerium
hat den Sozialausschuss bereits über den Aufbau der
Stützpunkte informiert (Umdruck 16/3742).
Demnach sollen die Pflegestützpunkte auf den
trägerunabhängigen Beratungsstellen aufbauen, die es
bereits in acht Kreisen und kreisfreien Städten gibt. Sie
sollen zum 1. Januar 2009 ihre Arbeit aufnehmen. Nach
Informationen des Ministeriums planen zwei weitere Kreise
den Aufbau eines Stützpunkts zum Beginn des nächsten
Jahres. Über den Aufbau der Stellen laufen derzeit
Verhandlungen zwischen Pflegekassen, Kommunalverbänden
und Ministerium.
Rund eine
Million Euro Anschubfinanzierung
Die
Koalition hat im Doppelhaushalt 2009/2010 eine
Unterstützung von einer Million Euro zur Errichtung der
Stützpunkte festgeschrieben. Hinzu kommen jeweils bis zu
50.000 Euro für den Neu-Aufbau von Stützpunkten in den
Kreisen, in denen es bislang keine Beratungsstellen gibt.
Das Ministerium weist allerdings darauf hin, dass die
Kosten für den laufenden Betrieb und für das Personal
von den Pflegekassen und den Kreisen getragen werden
müssen.
Laut
Statistikamt Nord haben in Schleswig-Holstein im Dezember
2007 insgesamt 79 100 Personen Leistungen der
Pflegeversicherung erhalten, das waren 2,8 Unterstützte
je 100 Einwohner. Seit der letzten Erhebung im Dezember
2005 ist die Zahl der Pflegebedürftigen überwiegend
infolge der demografischen Entwicklung um zwei Prozent
gestiegen. Schätzungen des Bundestages gehen davon aus,
dass die Zahl der Pflegebedürftigen im Lande bis 2020 auf
104.000 steigen wird.
Zumeist
wird noch zu Hause gepflegt
40 Prozent
der Pflegebedürftigen in der Bundesrepublik wurden zum
Untersuchungszeitpunkt in Pflegeheimen versorgt und 60
Prozent zu Hause. Hiervon wurden 21 Prozent von ambulanten
Diensten betreut und 39 Prozent von Angehörigen. Im
Vergleich zu 2005 ist die Zahl der in Heimen lebenden
Pflegebedürftigen um 3,1 Prozent gewachsen, in der
ambulanten Pflege gab es sogar eine Steigerung um 4,1
Prozent.