zurück zur aktuellen Ausgabe von plenum-online

plenum-online wird während der Tagung ständig aktualisiert. Betätigen Sie bitte bei Aufruf einer Seite die Funktion "Neu laden" , "Aktualisieren" oder "reload", um ggf. die neueste Fassung zu erhalten.  

Auf dieser Seite: Hartz IV 

xxx

Top 29:
Kindergeldzuschlag und Wohngeld anstatt Hartz IV
Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Gegen Bürokratie bei Sozial-Zuwendungen

Kiel (SHL/12.12.) Die Grünen fordern von den Sozialbehörden einen kulanten und transparenten Umgang bei der Gewährung des Kindergeldzuschlags und des Wohngeldes für Familien, die von Hartz IV lebten. Viele der Betroffenen hätten mit einer überbordenden Bürokratie zu kämpfen, beklagte die Grünen-Abgeordnete Angelika Birk. Denn: Es seien statt einem Amt nun drei Behörden für die Leistungsgewährung zuständig – die Arbeitsgemeinschaften von Kommunen und Bundesagentur für Arbeit (Argen), die Kindergeldkasse und das Wohngeldamt. Abgeordnete aller Fraktionen unterstützten die Stoßrichtung des Antrages. Nun wird der Sozialausschuss weiter beraten.

Hintergrund ist die Einführung des Kindergeldzuschlags am 1. Oktober und die ebenfalls rückwirkend beschlossene Wohlgelderhöhung. Dadurch soll ärmeren Familien geholfen werden, die wegen steigender Lebenshaltungskosten, Mieten und Heizkosten zunehmend auf Hartz IV angewiesen sind. Bei der Neuberechnung der Zuschüsse, so die Forderung, müssten die Argen die Betroffenen umfassend informieren. Zudem sollten sie bei der Bemessung einen Ermessensspielraum nutzen. Und: Die Familien dürften durch die Umstellung nicht schlechter gestellt werden – auch Ausgaben für Kindergarten, Busfahrkarten oder Sportverein müssten abgedeckt werden, betonte Birk. Zudem forderte sie, auch Zusatzleistungen wie das neue "Schul-Starterpaket" den Familien zu gewähren.

Arbeitsminister Uwe Döring (SPD) wies darauf hin, dass Ende November eine Anweisung an die Behörden ergangen sei, mit der die alten Hartz-IV-Leistungen weiter gezahlt werden sollen, bis über die neuen Zuschüsse entschieden worden sei.

Weitere Redner: Torsten Geerdts (CDU, Wolfgang Baasch (SPD), Heiner Garg (FDP), Lars Harms (SSW)

Druckversion

zurück zum Textanfang

Hintergrund:
Die Grünen fordern von den Sozialbehörden einen kulanten und transparenten Umgang bei der Gewährung des Kindergeldzuschlags und des Wohngeldes für Familien, die bislang von Hartz IV lebten.

Hintergrund ist die Einführung des Kinderzuschlags am 1. Oktober und die ebenfalls für den 1. Oktober rückwirkend beschlossene Wohlgelderhöhung. Dadurch soll ärmeren Familien geholfen werden, die wegen steigender Lebenshaltungskosten, Mieten und Heizkosten zunehmend auf Hartz IV angewiesen sind. Bei der Neuberechnung der Zuschüsse, so die Grünen, müssten die zuständigen Arbeitsgemeinschaften von Kommunen und Bundesagentur für Arbeit, die ARGEN, die Betroffenen umfassend informieren. Zudem sollten sie bei der Bemessung einen Ermessensspielraum nutzen können. Und: Die Familien dürften durch die Umstellung nicht schlechter gestellt werden – auch Ausgabe für KiTas, Bus oder Sportverein müssten abgedeckt werden, und Zusatzleistungen wie das neue "Schulstarterpaket" müssten den Familien gewährt werden, so die Grünen.

250.000 Kinder sollen profitieren

Das Wohngeld soll im Schnitt von 91 Euro auf 142 Euro pro Monat und Haushalt steigen. In Schleswig-Holstein erhalten 2,5 Prozent der Haushalte laut dem Wohnfeld- und Mietenbericht der Bundesregierung diese Leistung. Bundesweit sind es insgesamt 800.000 Haushalte, darunter etwa 300.000 Rentnerhaushalte. Der Kindergeldzuschlag wird an Eltern gezahlt, die mit ihrem Einkommen zwar sich selbst, aber nicht ihre Kinder versorgen können. Er wird von Fall zu Fall individuell berechnet. Bundesweit sollen 250.000 Kinder hiervon profitieren.

Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben in der Vorwoche zudem angekündigt, bei der geplanten Kindergelderhöhung die Familien von Hartz- IV-Empfängern besserstellen zu wollen. Mit einem gemeinsamen Bundesratsantrag wollen die Länder erreichen, dass den Beziehern von Hartz IV oder Sozialhilfe die Erhöhung um zehn Euro für das erste und zweite sowie 16 Euro für jedes weitere Kind nicht auf ihre Sozialleistung angerechnet wird. Nach bisheriger Rechtslage seien diese Familien praktisch von der Erhöhung ausgeschlossen, hieß es.

zurück zum Textanfang

* * * * *

 

Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Zitate des Jahres 2008

Ein "Raum der Stille"

F i n a n z e nt

2. Lesungen:
Haushalt 2009/2010
Beamtenbesoldung
(ohne Aussprache)
Grunderwerbssteuer
(ohne Aussprache)
Antrag:
Landesbanken-Struktur
Berichte:
Haushaltsrechnung 2006
(ohne Aussprache)
Haushaltsrechnung 2007
(ohne Aussprache)
LRH-Entlastung
(ohne Aussprache)

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:
Landesbauordnung
Politiker Bezüge
Direktwahl Landräte
Verwaltungsgesetz / Kirchenaustrittsgesetz
(ohne Aussprache)
Landes-Schlichtungsgesetz
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Direktwahl Landräte
Berichte:
BKA-Gesetz
Jugendstrafrecht
Kampfmittel-Bergung
(ohne Aussprache)
Minderheitenpolitik
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. Lesungen:
Nichtraucher-Schutzgesetz
(ohne Aussprache)
Kriegsopferfürsorge-Gesetz
(ohne Aussprache)
Wahl:
Behindertenbeauftragter
(ohne Aussprache)
Anträge:
Arzneimittel-Versandhandel
Pflegestützpunkte
Grünland
Hartz IV / Kindergeld- und Wohngeldzuschlag
Berichte:
AKW-Gespräch
KiTa-Mahlzeiten
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Berufsbezeichnung Ingenieure
(ohne Aussprache)
Wahl:
Kulturstiftung
(ohne Aussprache)
Anträge:
PISA-Ländervergleich
Partikeltherapie-Zentrum
(ohne Aussprache)
Berichte:
Volksinitiative Realschulen
Zielvereinbarung mit den Hochschulen
Lehrerausbildung Uni Flensburg
(ohne Aussprache)
Minderheiten-Aspekte im Schulgesetz
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Investitionspaket
Kohlekraftwerke
Berichte:
Tourismuswirtschaft
Norddt.Hafen-Kooperation
Wettbewerb / Bahnnetze
(ohne Aussprache)
Hinterlandanbindung Fehmarnbelt-Querung
(ohne Aussprache)
Bundesstraße 5
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

2. Lesung:
Immissionsschutz
(ohne Aussprache)
Anträge:
EU-Agrarsubvention
Klimaschutzziele

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
Kaliningrad-Kooperation
(ohne Aussprache)